Der Tempel brennt

Erst­ver­öf­fent­li­chung nach sieb­zig Jah­ren: Mela Hart­wigs Roman Infer­no schil­dert das tau­meln­de Wien im Jahr 1938.

Philosophie und Belletristik

Hans Blu­men­berg als Lite­ra­tur­kri­ti­ker. Von Felix Phil­ipp Ingold

Reproduktive Geistesarbeit

Zwei neue Bücher von Lean­der Scholz und Micha­el Cha­b­on set­zen sich essay­is­tisch mit der Vater­schaft aus­ein­an­der. Von Tho­mas Lang

Schwule Körper, infizierte Texte

Paul-Hen­ri Camp­bell über den Lyri­ker Danez Smith

Wo du wolle?

„Ich ver­such­te, mög­lichst unbe­darft zu schau­en und mein schöns­tes Armer-Leu­te-Kind-Gesicht auf­zu­set­zen, um ihm die Sache zu erleich­tern.“ Von Nor­bert Gst­rein.

Was bleibt? Was beliebt!

Lite­ra­tur­prei­se als Fak­tor und Motor des Lite­ra­tur­be­triebs. Von Felix Phil­ipp Ingold

1979

Ein E‑Mail-Wech­sel über den Anfang vom Ende der Nach­kriegs­li­te­ra­tur. Von Klaus Siblew­ski

Heiteres Literatentum, dunkle Schreibkunst

H. M. Enzens­ber­ger und Botho Strauß in ihren jüngs­ten Buch­wer­ken. Von Felix Phil­ipp Ingold
„Das ist pos­tu­mes Mob­bing, offen­kun­dig genährt von kol­le­gia­ler Miss­gunst und anti­quier­ter Spie­ßer­mo­ral.“

Fragebogen: Katrin Hillgruber

„In jenen Jah­ren galt Lite­ra­tur­kri­ti­ker oder auch Jour­na­list im All­ge­mei­nen als Traum­be­ruf, jetzt fühlt man sich im Print­be­reich mit­un­ter wie ein Kum­pel kurz vor der Zechen­schlie­ßung.“ – Zum Geschäft der Lite­ra­tur­kri­tik heu­te

Das Unbeschreibliche – hier ist’s getan!

Micha­el Braun im Gespräch mit Hans Chris­toph Buch über sei­nen neu­en Roman Still­le­ben mit Toten­kopf, Lite­ra­tur und Kriegs­be­richt­erstat­tung und die Erb­fol­ge in der Lite­ra­tur­ge­schich­te.

Der Poet, der aus der Kälte kam

Mat­thi­as Sen­kel erzählt vom digi­tal exis­tie­ren­den Sozia­lis­mus. Von Tho­mas Lang
„Hät­te der Sozia­lis­mus mit mehr Gespür für IT über­lebt? Das scheint mir eine span­nen­de Fra­ge.“

Martin Prinz: Die unsichtbaren Seiten

„In die Fuchs­bau­ten des nächt­li­chen Lesens reich­te nichts, was unter­tags in der Schu­le mit ihm geschah …“

Der Goethe der Fünfzigerjahre

Wer­ner Ber­gen­gruen schrieb auch in der Mit­te des 20. Jahr­hun­derts noch so, als wäre das 19. nie ver­gan­gen. In geküns­telt hohem Ton erdich­te­te er eine hei­le Welt der Wör­ter, in der für poli­ti­sche Rea­li­tä­ten und Ver­än­de­rung kein Platz war. Von Tho­mas Stangl

Fragebogen: Evelyne Polt-Heinzl

Zum Geschäft der Lite­ra­tur­kritk heu­te

Nicht enden wollender Beginn

Jac­ques Der­ri­das Rhe­to­rik des Auf­schubs. Von Felix Phil­ipp Ingold

Literatourismus

Von Cor­ne­lia Trav­nicek.
Viel­leicht wür­de uns noch ein Fah­rer fin­den. Es war ein klei­ner Flug­ha­fen und wir waren immer­hin die ein­zi­gen bei­den Wei­ßen, die um die­se Uhr­zeit ange­kom­men waren.

Manchmal möchte ich die Sterne essen

Michel Lei­ris und das Schrei­ben über sich selbst. Von Tho­mas Stangl

Das Schauspiel der Geschichte

Tho­mas Lang über Éric Vuil­lards Roman Die Tages­ord­nung.
„In einem bestür­zen­den Fluch haben sich die Fil­me von damals in unse­re Erin­ne­run­gen ver­wan­delt.“

„Ich bin vierzig Jahre aus Kanaan hinausgewandert“

Nor­bert Gst­rein über Franz Kaf­kas Roman Das Schloss.

Sänger und Geiger

„Zu Recht ver­ges­sen“ – Teil III. Anton Wild­gans war der meist­ge­fei­er­te Dich­ter der Ers­ten Repu­blik. Heu­te erin­nert nichts mehr an ihn. Außer einem Lite­ra­tur­preis der Öster­rei­chi­schen Indus­trie. Von Klaus Kast­ber­ger

Die kommenden Jahre

Aus dem neu­en Roman von Nor­bert Gst­rein

„God Jr.“

Aus dem neu­en Roman von Den­nis Coo­per

Die Rückkehr der Geldvernichter

Nach 23 Jah­ren künst­le­ri­scher Ent­halt­sam­keit legen The Jus­ti­fied Anci­ents of
Mu Mu so etwas wie einen Roman vor. Von Uwe Schüt­te

„Schirmherr makelloser Schlangenschönheit“

Tex­te und Mate­ria­li­en aus den sie­ben Kör­ben – Alex­an­der Klu­ge im Gespräch mit Niklas Luh­mann

Auf leeren Magen Racine

Die Lyo­ner Schrift­stel­le­rin Sophie Divry und ihr Expe­ri­men­tal­ro­man Als der Teu­fel aus dem Bade­zim­mer kam. Von Kat­rin Hill­gru­ber
„Im Jahr 2017 über Hun­ger in einer schein­bar wohl­ha­ben­den Stadt wie Lyon zu schrei­ben, ist unge­wöhn­lich.“