Über Karl Ove Knausgårds literarische Anpassungsleistung in seinem sechsbändigen Roman Min kamp. Von Thomas Lang
Von Jochen Jung
FPÖ zeigt Josef Winkler wegen Verhetzung an / Breitbach-Preis für Arno Geiger / Kein Literatur-Nobelpreis 2018? / Martin Walser verstört wieder u.v.m.
Die Auszeichnung ist mit 50.000 Euro dotiert.
Die Lyoner Schriftstellerin Sophie Divry und ihr Experimentalroman Als der Teufel aus dem Badezimmer kam. Von Katrin Hillgruber
„Im Jahr 2017 über Hunger in einer scheinbar wohlhabenden Stadt wie Lyon zu schreiben, ist ungewöhnlich.“
Hartmut Lange – einst entschiedener Marxist, heute suchender Melancholiker – im Gespräch mit dem Theologen Jan-Heiner Tück über die Unsterblichkeit und den Trost der Literatur.
Werner Bergengruen schrieb auch in der Mitte des 20. Jahrhunderts noch so, als wäre das 19. nie vergangen. In gekünstelt hohem Ton erdichtete er eine heile Welt der Wörter, in der für politische Realitäten und Veränderung kein Platz war. Von Thomas Stangl.
„Was nun passiert, hätte keiner geglaubt“, würde die ködernde Clickbait-Zeile dazu lauten, läse man diesen Text, hic et nunc und fragte sich dabei, ob ein Nachdenken über einen Film wie diesen eigentlich auch ohne Anglizismenschleuder auskäme.
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Mit Beiträgen von Clemens J. Setz, Teresa Präauer, Alexander Kluge, Elisabeth Borchers, Thomas Stangl, Arno Geiger, Norbert Gstrein, Evelyne Polt-Heinzl, Klaus Kastberger, Norbert Müller, Susanne Schleyer, Uwe Schütte, Andreas Maier, Felix Philipp Ingold, Klaus Siblewski, Cornelia Travnicek, Michael Braun, Paul-Henri Campbell.
Demnächst im Handel und ab sofort als E-Paper zum Download.
Esther Kinsky liegt mit Hain an der Spitze der Bestenliste, gefolgt von Thomas Stangl (Fremde Verwandtschaften) und James Baldwin (Von dieser Welt).
Florian F. Scherzers bemerkenswerter Roman Neubayern.
Aus dem neuen Roman von Norbert Gstrein
Zum Geschäft der Literaturkritik heute.
„Ich glaube nicht, dass Kritik eine Art Posteingangsstelle für literarische Neuerscheinungen sein muss. Eine von sich selbst berauschte Behörde, die ordnet und zuweist: Stempel drauf, und ab an den passenden Leser …“
„Sie haben uns jetzt diese Masken ausgeteilt, mit denen man ein bisschen ausschaut wie ein Hund, und haben gesagt, es ist sonst alles o.k.“
„Vier junge Frauen, als die Hardrock-Band Kiss verkleidet, auf einem Kärntner Faschingsgschnas im Jahre 1998. Birgit als Gene Simmons, ich als Ace Frehley.“
„Bis heute lässt sich nicht genau sagen, was die Leute eigentlich beklatschten, die im Herbst 2015 auf deutschen Bahnhöfen die zu Tausenden eintreffenden Flüchtlinge mit Applaus empfangen hatten, denn Schauspiel war es keines.“
Neulich wurde mir bewusst, dass ich alt geworden bin.
„Ich nehme meinen Gehstock, stöckele zum Zweitausendeins hinein und sehe mein Werk, teilverramscht. Da liegt es, je zwei Bücher im Doppelpack für nur 5 Euro achtzig.“
„Zweifel sind schlimmer als Zahnschmerzen. Aber Bescheidenheit ist ein fadenscheiniger Mantel. Und Metaphern sind überhaupt das Letzte.“
Von Tex Rubinowitz
Miljenko Jergović zählt seit Langem zu den bedeutendsten Autoren des ehemaligen Jugoslawien. Sein jüngstes Buch, Die unerhörte Geschichte meiner Familie, wurde auch von der deutschsprachigen Kritik hoch gelobt. Barbi Marković hat mit ihm über die Entstehung und Hintergründe des Romans gesprochen.
Ein Streifzug durch neuere germanistische Kompendien.
„Jedes Mal geht mir der gleiche Gedanke durch den Kopf: Dass ich nie hatte Schriftsteller werden wollen, sondern immer nur Autorennfahrer, und dass ich die ersten Geschichten als Schüler in der Vorstellung geschrieben habe, damit viel Geld zu verdienen und mich in die Formel III einzukaufen.“
Gedanken zu Literatur und Selbsterfahrung. Von Arne Rautenberg
Aus dem neuen Roman von Dennis Cooper
Der Preis ist mit 5000 Euro dotiert.
Nach 23 Jahren künstlerischer Enthaltsamkeit legen The Justified Ancients of Mu Mu so etwas wie einen Roman vor.
Agenten, Kritiker, literarische Wirklichkeitsbewältigung, Gstreins Nachlass und Präauer beim Streamen.
„Seasons“ von Future Islands.

Er singt, er tanzt, er richtet sich wieder ganz auf, wie um Mut zu schöpfen, um seine Aussage zu verdeutlichen: Ich habe auf dich gewartet, ja.
Beobachtungen und Überlegungen zur aktuellen Buchkritik. Von Felix Philipp Ingold
Marcel Hartges im Gespräch mit Angelika Klammer über das Geschäft der Literaturagenten, Veränderungen im Verlagswesen und Kräfteverschiebungen im Literaturbetrieb.
Thomas Lang über die neuen Romane von Yves Petry und Heinz Strunk und die alte Frage, was in Literatur und Film dargestellt werden darf und was nicht.
Kathrin Passig und Clemens J. Setz über Bücher, Träume, Krokodile und Kunstsprachen sowie über Schwänze und Schweife bei Mensch und Tier.
Zum Geschäft der Literaturkritik heute: „Es ist nicht so leicht, sich dem Druck zu widersetzen.“
Norbert Gstreins Kolumne „Writer at Large“
Der tägliche VOLLTEXT-Newsletter bündelt Links zu einschlägigen Beiträgen in wesentlichen deutschsprachigen Medien, darunter die NZZ, Die Welt, Die Zeit, FAZ, Süddeutschen Zeitung, Die Presse, Der Standard u.v.m.
Zum Geschäft der Literaturkritik heute
„… unter den aus dem Nachlass des Schriftstellers Norbert Gstrein bei Sotheby’s zur Versteigerung anstehenden Schriftstücken findet sich auch die auf der Nebenseite als Faksimile abgedruckte Urkunde.“
Eine Kolumne von Teresa Präauer
Norbert Gstreins Kolumne „Writer at large“
Eine Kolumne von Andreas Maier
Noch bevor der Mann es aussprach, sagte ich – ungefragt, vielleicht war das nicht ganz höflich von mir, aber es war völlig offensichtlich: Sie sind ein Sohn von Udo Jürgens!
Zum Geschäft der Literaturkritik heute
Ein Gespräch zwischen Michael Braun und der Literaturwissenschaftlerin Simone Fässler zum Werk von Ilse Aichinger.
Eilbericht von den US-Präsidentschaftswahlen. Von Norbert Gstrein
Ulrike Draesner im Gespräch mit Cornelius Hell über die zeitgenössische Dichtung und die Schwierigkeiten bei ihrer kritischen Würdigung.
Gottfried Benns und Friedrich Wilhelm Oelzes furioser Briefwechsel. Von Thomas Sparr
Zum Geschäft der Literaturkritik heute.
Wie André Heller einmal den Faschismus verhindert hat. Die ziemlich österreichische „Rezeption“ des Buches vom Süden. Von Daniela Strigl.
Norbert Gstreins Kolumne „Writer at large“ in der aktuellen Ausgabe VOLLTEXT 2/2016.
„Unmöglich, dass ausgerechnet diese Blätter voneinander abschrieben …“
„Im Grunde fangen wir zu früh an, Kritiken zu schreiben.“ Zum Geschäft der Literaturkritik heute.
Eine Erzählung von Cornelia Travnicek. „Mit welcher Freude Kollege Setz diese Geschichte lesen würde – hätte er sie nur überleben können.“
Ein Leserbrief von Bernhard Judex zu Raimund Fellingers Beitrag „Ungenierte Tertiärbiografie“ / Unsere Replik darauf
„Zum anderen war meine Großmutter eine solche Seele von Person, dass ich ihr in keiner Weise zutraue, mich jemals in eine Kammer gesperrt zu haben oder überhaupt irgendwohin. Sie gab mir lieber Weinbrandbohnen und Eierlikör.“
Eine Kolumne von Teresa Präauer
Von der Wirklichkeit möglicher Welten in der Literatur. Von Felix Philipp Ingold
Zum Geschäft der Literaturkritik heute
Ulrich Peltzer zeigt in seinem Roman Das bessere Leben wie zeitgenössisches Schreiben aussehen kann. Von Christoph Jürgensen
Dostojewskij als Dichter des Absurden. Eine literarhistorische Recherche von Felix Philipp Ingold.
Die suggestive Klarnamen-Prosa des Norwegers Tomas Espedal zählt zum Lesenswertesten, das die europäische Literatur gegenwärtig zu bieten hat. Von Thomas Lang
Von Norbert Gstrein.
Manfred Mittermayers neue Bernhard-Biografie bietet viel Altbekanntes. Von Raimund Fellinger
Alban Nikolai Herbsts neuer Roman Traumschiff. Von Uwe Schütte
Zur deutschsprachigen erzählenden Literatur der Gegenwart. Von Ernst-Wilhelm Händler.
„Dies ist ein Experiment: Die Erzeugung von Literatur wird als regelbasiert aufgefasst, und es werden drei grundlegende Regeln formuliert, die für die deutschsprachige Gegenwartsliteratur konstitutiv sind.“
Alban Nikolai Herbst über Frank Witzels Roman Die Erfindung der Roten Armee Fraktion durch einen manisch-depressiven Teenager im Sommer 1969.
Lyrisches aus der Shirtmaschine von Kathrin Passig.
Zum aktuellen Status von Literatur und Literaturkritik. Von Felix Philipp Ingold
Eine Kolumne von Andreas Maier.
„Ich war ja anfänglich so etwas wie Thomas Bernhard für geistig Arme.“