Was halten Sie von der Auswahl der Jury? Fehlt Ihnen jemand? Wer sollten den Preis Ihrer Meinung nach bekommen? – Schreiben Sie uns!
Der Aufstieg aus der Arbeiterklasse ins Bürgertum und das Hadern mit diesem „Verrat“ an der eigenen Herkunft sind prägend für das Werk von Annie Ernaux. Eine Erfahrung, für die sie ein literarisches Idiom erst mühevoll entwickeln musste. Von Julia Schoch.

Norbert Gstrein liegt mit Als ich jung war an der Spitze der aktuellen Bestenliste, gefolgt von Thomas Stangl mit Die Geschichte des Körpers.
Mit Beiträgen von Frank Witzel, Sibylle Lewitscharoff, Teresa Präauer, Alexander Kluge, Clemens J. Setz, Arno Geiger, Norbert Gstrein, Susanne Schleyer, Andreas Maier, Felix Philipp Ingold, Fatima Naqvi, Michael Braun, Paul-Henri Campbell, Uwe Schütte, Anton Thuswaldner, Dieter Bandhauer und Anne-Catherine Simon.

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Aus dem neuen Roman.

„Ich war fünfzehn, Internatsschüler, und hatte noch kein Mädchen geküsst, als ich bei den Feiern zu fotografieren begann.“

„Lagerfeld reist an und rauscht ab, er ist gegen diese Location und für jenes Venue.“
Schiefe Bilder, gnadenloser Reimzwang, humanistisches Pathos und unbedingter Glaube an die eigene poetische Sendung – Friederike Kempner galt schon Sigmund Freud als Paradebeispiel für die „unfreiwillige Komik der Rede“. Der Auftakt zur Serie „Zu Recht vergessen – Die besten schlechten Dichter aller Zeiten“. Von Karin Wozonig.
Yara Lees eigenwilliger Debütroman Als ob man sich auf hoher See befände. Von Anton Thuswaldner
„Die erzählte Zeit des Romans erstreckt sich über drei Generationen – nur wissen die kaum etwas voneinander.“
Literatur auf dem Holzweg. Von Thomas Kunst
„Die anhaltend skandalöse Vergabe von Lyrikpreisen in Deutschland ist einem Auslöschungsverfahren von wirklicher Eigenständigkeit gleichzusetzen.“
Versuch über eine persönliche Sprachgenese. Von Andreas Maier
„Das klingt kitschig, aber anders sind die Begriffe, die sich aus Gott ergeben, nicht formulierbar.“
Und bei ‚all dead‘ dann die Macker-Geste für ‚Kopf ab‘ in die Kamera, als wäre Bill Shakespeare sowas wie der ältere Bruder von Tupac Shakur.
Michel Leiris und das Schreiben über sich selbst. Von Thomas Stangl
„Ist das, was auf dem Gebiete der Schriftstellerei vor sich geht, nicht jeden Wertes bar, wenn es ,ästhetisch‘ bleibt, harmlos und straffrei?“
Von Cornelia Travnicek.
„Vielleicht würde uns noch ein Fahrer finden. Es war ein kleiner Flughafen und wir waren immerhin die einzigen beiden Weißen, die um diese Uhrzeit angekommen waren.“
Jacques Derridas Rhetorik des Aufschubs. Von Felix Philipp Ingold
„Vieles von dem, was er, schreibend, zu sagen hat, tendiert zum Nonsense, zur Kalauerei, auch zum Gedanken- und Sprachschwulst.“
Die Marktbedingungen, unter denen freie Schriftsteller arbeiten, schlagen sich in der Ästhetik nieder – und in der sozialen Zusammensetzung des Literaturbetriebes. Von Philipp Schönthaler
H. M. Enzensberger und Botho Strauß in ihren jüngsten Buchwerken. Von Felix Philipp Ingold
„Das ist postumes Mobbing, offenkundig genährt von kollegialer Missgunst und antiquierter Spießermoral“.
Ein Essay von Ernst-Wilhelm Händler. – Literatur, die versucht, „Das Menschliche“ möglichst unverändert durch die Zeiten zu bringen, muss scheitern.
Ein Gespräch zwischen Alexander Kluge und Niklas Luhmann.
Keine Wissenschaft kann widerlegen, daß ein Geist in den Nächten mit uns redet …
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