„Das Problem mit Corona-Tagebüchern und Zoom-Konferenzen ist nicht, dass es sie gibt, das Problem ist, dass einzig und allein, weil es sie gibt, auch Leute Corona-Tagebücher schreiben, die keine Corona-Tagebücher schreiben sollten.“
Von Norbert Gstrein.

Paul-Henri Campbell über die Poesie der Dichterin* Koleka Putuma.

Aus dem Tagebuch von Clemens J. Setz.
„Er ging auf den Friedhof, um Namen zu tanken.“

Aus dem neuen Roman von Iris Hanika.
Offenbar hatten nicht nur über Auschwitz alle ihre Kollegen schon ein Buch geschrieben, sondern alle auch schon eins über New York. Als wären das die beiden Grenzpfosten, zwischen denen die deutsche Befindlichkeit sich spannt.

Von Andreas Maier
Aus den Begriffen NPD, Ortsvorsteher und Wetterau ergibt sich also automatisch, dass ich den Leuten einfalle.

Stefan Gmünder über die Tiroler Partnergemeinde von Sodom und Gomorra.

Dieter Bandhauer zur vierbändigen Ausgabe der Briefe von Samuel Beckett.
„Der große Minetti, den ich neulich als Marat in dem Weiss-Stück so glänzen sah, als Pozzo unglaublich daneben – und störrisch“.

Über die verzerrte Wahrnehmung Anton Kuhs. Von Walter Schübler
„Ich sehe leider: ob Hitler, ob Karl Kraus – es ist dasselbe.“

Matthias Nawrat über Artur Becker und seinen Roman Drang nach Osten

Aus dem Tagebuch des Clemens J. Setz

Böse botanisieren mit Karl Heinrich Waggerl. Zu Recht vergessen, Teil VI. Von Paul Jandl

Michael Braun im Gespräch mit Ilma Rakusa.
„Durch meinen Lehrer Efim Etkind lernte ich Joseph Brodsky kennen, der 1964 als ‚Schmarotzer‘ zu fünf Jahren Arbeitslager verurteilt worden war.“

„Gegenwartssprech und Internetmemes, Standardfloskeln zwischen Aufregung und Abgeklärtheit aus dem diskursiven Repertoire der Social Media“

Grenzgänge der Literatur V – Aktuelle Leseerfahrungen mit Mendele Moicher Sforim, Danilo Kiš und Olga Tokarczuk. Von Felix Philipp Ingold

Materialien & Texte aus den sieben Körben. Von Alexander Kluge

Unterwegs zu Eduard von Keyserling. Von Klaus Modick
„Seinem Charme verdankte er freilich auch die Syphilis.“

Lektürenotizen von Arno Geiger zu Büchern von Peter Handke, Joan Didion, Elfriede Jelinek, Erich Maria Remarque, Karl Kraus u.a.

Bei den Nazis war der Begriff ebenso beliebt, wie später in der DDR. Heute scheuen auch die politisch Korrekten nicht vor seiner Verwendung zurück. Michael Buselmeier über die Lieblingsvokabel aller Kulturlobbyisten.

Eine Leseprobe aus Frank Witzels Roman.

In einem offenen Brief an den Intendanten des Norddeutschen Rundfunks wenden sich Autoren, Veranstalter und Verleger gegen die Einstellung der ältesten Büchersendung im deutschen Fernsehen.

Die Literaturhäuser beklagen die mangelnde Berücksichtigung von Literaturveranstaltungen in der kulturpolitischen Diskussion und fordern von Kogler und Lunacek Planungssicherheit für die Herbst-Saison.

Angelika Klammer im Gespräch mit Oswald Egger über den Triumph der Farben und anderes

Thomas Lang im Gespräch mit Dietmar Dath über Science-Fiction und sein neues Buch Niegeschichte.

Ein E-Mail-Wechsel über neue Editionen von Wolfgang Koeppen und Peter Hacks. Von Klaus Siblewski

Zwei Dominanten heutiger Belletristik. Grenzgänge der Literatur (IV). Von Felix Philipp Ingold
„… sich auszudrücken für nichts und wieder nichts.“