Der Aufstieg aus der Arbeiterklasse ins Bürgertum und das Hadern mit diesem „Verrat“ an der eigenen Herkunft sind prägend für das Werk von Annie Ernaux. Eine Erfahrung, für die sie ein literarisches Idiom erst mühevoll entwickeln musste. Von Julia Schoch

Aus dem neuen Roman.

„Lagerfeld reist an und rauscht ab, er ist gegen diese Location und für jenes Venue.“

Bis mein Herz in Brüche geht. Von Norbert Gstrein

Über Band 13 der neuen Werkausgabe von Martin Walser. Ein E-Mail-Wechsel. Von Klaus Siblewski
„Keine neue Autorengeneration hat sich derart unterwürfig gegenüber Vorgängern verhalten wie die junge Autorengeneration nach dem Krieg.“

Später kommen Riesenbananen zum Einsatz, sie werden, stets in Formation, in die Höhe gehalten, abgesenkt, alle synchron, aufgestellt zu einem neuen Spalier.

Der österreichische Schriftsteller Max Mell war ein kulturpolitisches Phänomen eigener Art. Ob Monarchie oder Republik, Ständestaat oder Nationalsozialismus – von offizieller Seite wurde sein Werk stets hoch geschätzt. Von Evelyne Polt-Heinzl

Yara Lees eigenwilliger Debütroman Als ob man sich auf hoher See befände. Von Anton Thuswaldner

Literatur auf dem Holzweg. Von Thomas Kunst
Die anhaltend skandalöse Vergabe von Lyrikpreisen in Deutschland ist einem Auslöschungsverfahren von wirklicher Eigenständigkeit gleichzusetzen.

Emanuel Geibel war einer der berühmtesten Dichter des 19. Jahrhunderts, im späteren 20. Jahrhundert wurde er weitgehend vergessen. Aus herkömmlichen Lyrik-Anthologien verdrängt, kehren seine Verse im Internet in ungeahnter Weise wieder. Teil IV der Serie „Zu Recht vergessen“

Versuch über eine persönliche Sprachgenese. Von Andreas Maier
Das klingt kitschig, aber anders sind die Begriffe, die sich aus Gott ergeben, nicht formulierbar.

Über die Anfänge und Enden der Netzliteratur, kollektives Schreiben und die Schwierigkeiten, das Neue zu erkennen, während es geschieht. Von Kathrin Passig

O Captain! Mein Captain!, kann mich das noch rühren?

Die Marktbedingungen, unter denen freie Schriftsteller arbeiten, schlagen sich in der Ästhetik nieder – und in der sozialen Zusammensetzung des Literaturbetriebes. Von Philipp Schönthaler

„Die Verzagtheit in der literaturkritischen Auseinandersetzung wird auf Dauer die eigene Bedeutungslosigkeit provozieren.“ – Zum Geschäft der Literaturkritik heute

Zu Recht vergessen VI: J. W. L. Gleim, der Liebes- und Kriegspoet der Aufklärung. Von Franz M. Eybl

Die elegischen Dokumente der Muriel Pic. Von Paul-Henri Campbell

Ein Essay von Ernst-Wilhelm Händler

Nach einer wahren Geschichte, die man sich in Wien erzählt. Norbert Gstreins Kolumne „Writer at Large“

Zum Geschäft der Literaturkritik heute.
Manche aber lesen Berge von Büchern und können dann vielleicht trotzdem nicht „kompetent“ urteilen.

Erstveröffentlichung nach siebzig Jahren: Mela Hartwigs Roman Inferno schildert das taumelnde Wien im Jahr 1938.

Hans Blumenberg als Literaturkritiker. Von Felix Philipp Ingold

Zwei neue Bücher von Leander Scholz und Michael Chabon setzen sich essayistisch mit der Vaterschaft auseinander. Von Thomas Lang

Paul-Henri Campbell über den Lyriker Danez Smith

„Ich versuchte, möglichst unbedarft zu schauen und mein schönstes Armer-Leute-Kind-Gesicht aufzusetzen, um ihm die Sache zu erleichtern.“ Von Norbert Gstrein.