„In die Fuchsbauten des nächtlichen Lesens reichte nichts, was untertags in der Schule mit ihm geschah …“

Werner Bergengruen schrieb auch in der Mitte des 20. Jahrhunderts noch so, als wäre das 19. nie vergangen. In gekünstelt hohem Ton erdichtete er eine heile Welt der Wörter, in der für politische Realitäten und Veränderung kein Platz war. Von Thomas Stangl

Aus dem neuen Roman von Norbert Gstrein

Aus dem neuen Roman von Dennis Cooper

Nach 23 Jahren künstlerischer Enthaltsamkeit legen The Justified Ancients of
Mu Mu so etwas wie einen Roman vor. Von Uwe Schütte

Die Lyoner Schriftstellerin Sophie Divry und ihr Experimentalroman Als der Teufel aus dem Badezimmer kam. Von Katrin Hillgruber
„Im Jahr 2017 über Hunger in einer scheinbar wohlhabenden Stadt wie Lyon zu schreiben, ist ungewöhnlich.“

Hartmut Lange – einst entschiedener Marxist, heute suchender Melancholiker – im Gespräch mit dem Theologen Jan-Heiner Tück über die Unsterblichkeit und den Trost der Literatur.

„Was nun passiert, hätte keiner geglaubt“, würde die ködernde Clickbait-Zeile dazu lauten, läse man diesen Text, hic et nunc und fragte sich dabei, ob ein Nachdenken über einen Film wie diesen eigentlich auch ohne Anglizismenschleuder auskäme.

Von Norbert Gstrein

Florian F. Scherzers bemerkenswerter Roman Neubayern. Von Uwe Schütte

Paul Jandl zum Geschäft der Literaturkritik heute

Zum Geschäft der Literaturkritik heute: „Es ist nicht so leicht, sich dem Druck zu widersetzen.“

Der Siegertext des FM4-Literaturwettbewerbs „Wortlaut“. Von Vinzenz Dellinger

Alexander Kluges Kolumne „Materialien & Texte aus den sieben Körben“

Leben, Trinken und Schreiben des Sinclair Lewis. Von Michael Köhlmeier

Andreas Platthaus über Ursprünge, Ansprüche und Realbetrieb der deutschen Literaturkritik.

„Seasons“ von Future Islands.

Aus dem neuen Roman von Arno Geiger.

Norbert Gstreins Kolumne: Writer at Large

Eineinhalb Jahrzehnte nach dem Verbot erscheint Alban Nikolai Herbsts Roman Meere in der originalen Fassung. Von Christoph Jürgensen

Von Jochen Jung

Felix Philipp Ingold über Niklas Luhmann, Robert Musil, Oswald Egger und Hans-Jost Frey

Schiefe Bilder, gnadenloser Reimzwang, humanistisches Pathos und unbedingter Glaube an die eigene poetische Sendung – Friederike Kempner galt schon Sigmund Freud als Paradebeispiel für die „unfreiwillige Komik der Rede“. – Der Auftakt zur neuen Serie „Zu Recht vergessen – Die besten schlechten Dichter aller Zeiten“ von Daniela Strigl und Karin Wozonig.

Miljenko Jergović zählt seit Langem zu den bedeutendsten Autoren des ehemaligen Jugoslawien. Sein jüngstes Buch, Die unerhörte Geschichte meiner Familie, wurde auch von der deutschsprachigen Kritik hoch gelobt. Barbi Marković hat mit ihm über die Entstehung und Hintergründe des Romans gesprochen.

„Es ist wie bei einer kollektiven Massenhinrichtung quer durch Europa, Jahr für Jahr. Neulich fragte sogar die FAZ, warum da die Politik nichts tue.“