Der Mann, der alles liest

Von Ernst-Wil­helm Händ­ler

Im Jahr 2022 las der Mann, der alles liest, die 71.524 im deut­schen Sprach­raum ver­leg­ten Bücher. Dar­un­ter waren 64.278 Neu­erschei­nun­gen. Die­je­ni­gen E‑Books und Print-on-Demand-Bücher, die vom Bör­sen­ver­ein des Deut­schen Buch­han­dels nicht erfasst wur­den, hat der Mann, der alles liest, nicht gezählt, auch nicht die Self-Publi­s­hing-Bücher.

Foto: © Ernst-Wilhelm Händler / Skulptur von Jordan Wolfson

Es wird ihn geben: Der Mann, der alles liest, mecha­ni­cal­ly enhan­ced, phy­sio­lo­gi­cal­ly enhan­ced, gene­ti­cal­ly enhan­ced. Foto: Ernst-Wil­helm Händ­ler / Skulp­tur von Jor­dan Wolfson

Der Mann, der alles liest, liest auch alle Bespre­chun­gen. Anders als frü­her wird er damit in einer Zeit­span­ne fer­tig, die im Nano­se­kun­den­be­reich liegt. Die regu­la­ti­ve Idee der klas­si­schen Lite­ra­tur­kri­tik war ein God’s eye-point of view: Alle lite­ra­ri­schen Bücher soll­ten bespro­chen wer­den, die wich­ti­gen soll­ten her­aus­ge­ho­ben, die unwich­ti­gen aus­ge­son­dert wer­den. Wer woll­te, soll­te ver­glei­chen kön­nen. Die vie­len Kri­ti­ker fusio­nier­ten zu einem Gott. Zwi­schen den Teil­göt­tern gab es sozia­le Unter­schie­de. Manch einer hielt sich für Jupi­ter oder wur­de dafür gehal­ten. Die Ver­an­stal­tung hieß – Under­state­ment – Lite­ra­tur­be­trieb. Dafür wur­de sie – Hyper­bo­le – von Pierre Bour­dieu als lite­ra­ri­sches Feld (in dem es dar­um ging, lite­ra­ri­sches sym­bo­li­sches Kapi­tal zu akku­mu­lie­ren, lite­ra­ri­schen Ruhm zu errin­gen) und von Niklas Luh­mann als ein eigen­stän­di­ger gesell­schaft­li­cher Teil­be­reich beschrie­ben.

Weil er mit den Kri­ti­ken so schnell durch ist, lis­tet der Mann, der alles lis­tet, auch home sto­ries über und Inter­views mit boo­ki­sh peo­p­le, Ama­zon-Bespre­chun­gen, book club clips etc. Natür­lich auch Posts von Buch-Influen­cern, die nega­ti­ve Kom­men­ta­re zu ihrer bezahl­ten Rekla­me sofort eli­mi­nie­ren und deren Urhe­ber blo­ckie­ren. Der Mann, der alles lis­tet, bringt Ord­nung in die Erschei­nun­gen. Die Pro­duk­ti­on von Büchern gene­riert zwei sepa­ra­te öko­no­mi­sche Krei­se: das Ver­kau­fen von Büchern und das Bereit­stel­len von Infor­ma­tio­nen zu den Büchern. Die bei­den Krei­se sind intert­wi­ned, aber sie fol­gen jeweils eigen­stän­di­gen Gesetz­mä­ßig­kei­ten. Die Infor­ma­ti­on über Bücher, dar­un­ter die Eva­lu­ie­rung von Büchern, ist ein eigen­stän­di­ges Busi­ness gewor­den, das ent­we­der unmit­tel­bar oder mit­tel­bar Pro­fit gene­rie­ren muss.

Der Mann, der alles liest, hat stän­dig die Begrif­fe „Lite­ra­tur“ und „lite­ra­risch“ ver­wen­det. Das kommt ihm jetzt selt­sam vor.

In den klas­si­schen, längst ins Inter­net abge­wan­der­ten Medi­en Zei­tung, Radio und TV ist das Ziel der Ver­kauf von Con­tent. Am bes­ten in Form von Abon­ne­ments. Weil man nie ganz genau weiß, wer war­um wel­ches Abon­ne­ment kauft oder nicht kauft, wer­den Clicks zum Maß­stab: Ziel sind Con­tent-Ele­men­te, die mög­lichst vie­le Clicks her­vor­ru­fen. Pro­fes­sio­nel­le Kri­ti­ken wei­sen regel­mä­ßig zu weni­ge Clicks auf. Des­halb wer­den weni­ger pro­fes­sio­nel­le Kri­ti­ken publi­ziert, die­se wer­den schlech­ter bezahlt. Lite­ra­tur­re­dak­tio­nen wer­den aus­ge­dünnt oder ver­schwin­den. Sen­dun­gen wer­den abge­setzt oder auf schlech­te­re Sen­de­zei­ten ver­scho­ben. In den klas­si­schen Medi­en kön­nen sich Buch­in­for­ma­tio­nen gene­rell immer weni­ger gegen ande­ren Con­tent behaup­ten.

Der Mann, der alles liest, for­mu­liert nost­al­gisch: Die Kri­tik ist nicht mehr die Die­ne­rin der Lite­ra­tur. Natür­lich weiß er, dass Kri­ti­ker auch zugleich immer wie­der Die­ner ihrer eige­nen nar­ziss­ti­schen Bestre­bun­gen waren. Teil­göt­ter. Natür­lich weiß er, dass auch in der Ver­gan­gen­heit die Kri­tik aus prak­ti­schen und ideo­lo­gi­schen Grün­den nie­mals wirk­lich flä­chen­de­ckend war.

Der eine Lite­ra­tur­be­trieb – Tod und Ver­klä­rung: der klas­si­sche Lite­ra­tur­be­trieb war so über­sicht­lich … – ist von zahl­rei­chen Lite­ra­tur­be­trie­ben abge­löst, die alle die Zwei­k­reis-Struk­tur des Ver­kau­fens von Büchern und des Ver­kau­fens von Infor­ma­tio­nen zu den Büchern ver­viel­fäl­ti­gen. Das Gen­re Sci­ence Fic­tion war immer schon unab­hän­gig vom Rest der Welt. Neue Ver­la­ge für Fan­ta­sy pop­pen hoch, die klas­si­schen Ver­la­ge bie­ten zuneh­mend Fan­ta­sy und Young Adult books an, die Erfolgs­sto­rys wer­den in der Regel von Autoren und Autorin­nen geschrie­ben, die im Self­pu­bli­shing begon­nen haben. Der Lite­ra­tur­wis­sen­schaft­ler Mark McG­url phan­ta­siert A.B.D.L‑books, Bücher für den Adult Baby Dia­per Lover, als das ulti­ma­te Ama­zon-Lite­ra­tur-Gen­re. Die Dis­kus­sio­nen über Bücher spie­len sich auf Foren ab, die nichts mit den Lite­ra­tur­re­dak­tio­nen klas­si­scher Medi­en zu tun haben.

„We do not allow con­tent that’s typi­cal­ly dis­ap­poin­ting to cus­to­mers, …“

Wie dem alten Mon­sieur Tes­te eig­net auch dem neu­en Mon­sieur Tes­te dosier­te Empa­thie als Cha­rak­ter­zug. Er fühlt mit den klas­si­schen Lite­ra­tur­re­dak­teu­ren, mit den klas­si­schen Lite­ra­tur­re­dak­teu­rin­nen. Die unter dem ent­setz­li­chen Druck der Con­trol­ler und Con­trol­lerin­nen ste­hen, die ihnen stän­dig mit Zah­len und Fak­ten kom­men, sprich mit Con­tent-Ver­käu­fen und Clicks. Der gut aus­ge­bil­de­te Lite­ra­tur­re­dak­teur, die gut aus­ge­bil­de­te Lite­ra­tur­re­dak­teu­rin ver­bin­den – cun­ning! – das Nütz­li­che mit dem Guten: Sie wäh­len Bücher für Arti­kel aus, wel­che die von den eben­so gut aus­ge­bil­de­ten Con­trol­lern und Con­trol­lerin­nen erwünsch­ten Clicks gene­rie­ren und die zugleich die Welt bes­ser machen. Die medi­al wahr­ge­nom­me­nen Pro­ble­me der Welt kann man an den Fin­gern einer Hand auf­zäh­len: Erd­er­wär­mung, Armut und Migra­ti­on, die Unter­drü­ckung von Frau­en und von Trans­per­so­nen, poli­tisch unkor­rek­tes Den­ken bezie­hungs­wei­se Spre­chen, Krie­ge. In den japa­ni­schen Man­gas und Ani­mes ret­ten puber­tie­ren­de Mäd­chen die Welt, in der deut­schen Medi­en­öf­fent­lich­keit ver­se­hen jun­ge ver­bal ver­sier­te Frau­en die­se Auf­ga­be.

Der Mann, der alles liest, hat stän­dig die Begrif­fe Lite­ra­tur und lite­ra­risch ver­wen­det. Das kommt ihm jetzt selt­sam vor. A case of self-estran­ge­ment. Die Lite­ra­tur, die Lite­ra­tur, die Lite­ra­tur gibt es doch gar nicht mehr. Die Leu­te sind an Büchern inter­es­siert. Man­che Bücher sind in höhe­rem Grad, man­che in gerin­ge­rem Grad fik­tiv. Ob etwas Lite­ra­tur ist oder nicht – die Fra­ge ist akut irrele­vant.

Man kann dem Lite­ra­tur­re­dak­teur, der Lite­ra­tur­re­dak­teu­rin nichts vor­wer­fen, wenn sie fik­tio­na­le Wer­ke gemäß den vor­herr­schen­den Pro­blem­be­wussts­ei­nen aus­wäh­len und ande­re Per­spek­ti­ven bei­sei­te­las­sen. Aber das sind genau die The­men, die 24 Stun­den am Tag von allen Medi­en, egal ob Print oder social, behan­delt wer­den. Wo bleibt der Mehr­wert sol­cher „Lite­ra­tur“? Das Gan­ze ein wei­te­res Zwangs­kor­sett, nicht unähn­lich dem, auf das der klas­si­sche Lite­ra­tur­lieb­ha­ber, die klas­si­sche Lite­ra­tur­lieb­ha­be­rin mit Ver­ach­tung bli­cken: „We do not allow con­tent that’s typi­cal­ly dis­ap­poin­ting to cus­to­mers, … We reser­ve the right to chan­ge the cate­go­ries of a book any­ti­me to ensu­re a posi­ti­ve cus­to­mer expe­ri­ence.“ Die Con­tent Gui­de­lines von Kind­le Direct Publi­shing.

Tat­säch­lich scheint KDP ubi­qui­tär zu grei­fen. Anders ist die Men­ge von Mamis, Papis, Omas und Opas in den deutsch­spra­chi­gen fik­tio­na­len Neu­erschei­nun­gen kaum zu erklä­ren. Was könn­te weni­ger offen­si­ve sein als Fami­li­en­er­fah­run­gen? Wenn etwas Böses vor­kommt, dann ist das tat­säch­lich gesche­hen und muss ver­ar­bei­tet wer­den. Vom Autor, von der Autorin. Von der Öffent­lich­keit? Hier ist den Kri­ti­kern und Kri­ti­ke­rin­nen ein Vor­wurf nicht zu erspa­ren. Die Vol­te, das Per­so­nal sei zwar unin­ter­es­sant, aber gera­de des­we­gen typisch, und gera­de des­we­gen sei das ein inter­es­san­tes Buch, ist kei­ne tol­le. Der neue Begriff für die Pro­duk­ti­on die­ser Bücher heißt auto­fik­tio­na­les Schrei­ben. Das gab es schon immer, aber es hat­te einen gewis­sen Grad von Raf­fi­nes­se, sie­he etwa Kaf­ka, Proust (bei Proust kom­men alle vor, nur nicht der Bru­der) etc.

Dass das Leben der Lite­ra­tur abge­tö­tet wird, ist auch dem deutsch­spra­chi­gen Lite­ra­tur­re­dak­teur, der deutsch­spra­chi­gen Lite­ra­tur­re­dak­teu­rin klar. Natur­ge­mäß ist die Gegen­be­we­gung eben­falls con­trol­ling­kon­form: Wozu ist das Zwei­k­reis­sys­tem da. Um Auf­trä­ge zu per­so­nal sto­ries über Autoren und Autorin­nen zu ver­ge­ben. Die wegen der Unbe­darft­heit der Fra­gen und der Harm­lo­sig­keit der Ant­wor­ten nur mit Samm­ler­inter­views in der bil­den­den Kunst zu ver­glei­chen sind, dem Maxi­mum an Lan­ge­wei­le im Uni­ver­sum. Wer auf You­Tube sieht, mit wel­chem Anspruch sich Dua Lipa mit Emma Cli­ne über deren Roman The Guest unter­hält, wird die Con­trol­ler ent­täu­schen und kaum mehr per­so­nal sto­ries über deutsch­spra­chi­ge Autorin­nen und Autoren ankli­cken.

Dua Lipa sagt nicht nur: „Lest!“ Sie macht sich, im Dia­log mit Emma Cli­ne, etwa auch mas­si­ve Gedan­ken über alter­na­ti­ve Endings für den Roman. In Paren­the­se, der Charme von The Guest besteht unter ande­rem dar­in, dass die Prot­ago­nis­tin kei­ne Geschich­te hat. Die Fami­li­en­ver­hält­nis­se blei­ben dem Leser erspart. Gleich­falls wei­ter­füh­rend, aber etwas leich­te­re Kost bevor­zu­gend, ist der Book Club von Kaia Ger­ber, der Toch­ter von Cin­dy Craw­ford und Ran­de Ger­ber, die Mut­ter Super­mo­del, der Vater Model – hier ist die Fami­lie tat­säch­lich inter­es­sant –, letz­tes Jahr das Gesicht von Céli­ne.

Die Empa­thie des Man­nes, der alles liest, muss auch den­je­ni­gen gel­ten, die – doch! – Lite­ra­tur pro­du­zie­ren. Die the­men­zen­trier­ten moral­ge­sät­tig­ten Handrails sind nicht bes­ser als die­je­ni­gen von KDP. Mit den Handrails hät­te es Céli­ne-Roma­ne, Beckett-Pro­sa, den Nou­veau Roman von Clau­de Simon und die Roma­ne von Kon­rad Bay­er und Oswald Wie­ner nicht gege­ben. Bestimmt nicht The Sound and the Fury von Wil­liam Faul­k­ner und The Waves von Vir­gi­nia Woolf. Mit Blick auf den Infor­ma­ti­ons­kreis Lite­ra­tur ist das Ziel, nach sich aus der Lite­ra­tur­ge­schich­te erge­ben­den Maß­stä­ben – gleich wie die aus­se­hen – gute Lite­ra­tur zu pro­du­zie­ren, dys­funk­tio­nal. Die Opti­mie­rung im Infor­ma­ti­ons­kreis steht mas­siv dage­gen. Es exis­tiert kei­ner­lei Anreiz für erzäh­len­de Schrift­stel­ler und Schrift­stel­le­rin­nen, sich an der Lite­ra­tur­ge­schich­te zu ori­en­tie­ren.

Die Lite­ra­tur ist kei­ne zen­tra­le gesell­schaft­li­che Instanz mehr. Die Lite­ra­tur war ein Instru­ment, das der Gesell­schaft half, sich selbst zu erken­nen und sich selbst zu per­p­etu­ie­ren. Für die­se Auf­ga­be gibt es mitt­ler­wei­le kei­ne mit Auto­ri­tät aus­ge­stat­te­ten Instan­zen mehr, son­dern Lawi­nen von sozia­len Prak­ti­ken, deren Situa­ti­ons­ge­bun­den­heit ins Auge sticht. Die gesell­schaft­li­che Auf­ga­be hält die Lite­ra­tur nicht mehr am Leben.

Lite­ra­tur eta­bliert immer wie­der neue Bezie­hun­gen zwi­schen Wahr­neh­mun­gen und Emp­fin­dun­gen auf der einen Sei­te und sprach­li­chen Arte­fak­ten auf der ande­ren.

Der Mann, der alles liest, wird wis­sen­schaft­lich. Wie vor ihm Mon­sieur Tes­te. Kann Lite­ra­tur unab­hän­gig von einem gesell­schaft­li­chen Task leben? Das mensch­li­che Gehirn pro­du­ziert einen stän­di­gen, nie abrei­ßen­den, sich unab­läs­sig fort­set­zen­den inter­nen Flow von Bil­dern. Die Bil­der sind nicht Bil­der von etwas Äuße­rem. Sie bil­den den inter­nen Sta­tus des Orga­nis­mus ab: wie der auf äuße­re Rei­ze und auf die von ihm selbst erzeug­ten Bil­der reagiert. Der Orga­nis­mus macht sich kein Modell der Außen­welt. Der Orga­nis­mus macht sich ein Modell davon, wie er auf Rei­ze aus der Außen­welt und auf intern pro­du­zier­te Rei­ze reagiert. Der Cham­pi­on des wis­sen­schaft­li­chen Bewusst­seins­stro­mes ist der Psych­ia­ter Antó­nio Damá­sio. Der Bewusst­seins­strom ist nichts Neu­es für den lite­ra­ri­schen Erzäh­ler. Leut­nant Gustl aus der gleich­na­mi­gen Novel­le von Arthur Schnitz­ler macht sich kein objek­ti­ves Bild der Außen­welt, er sieht alles unter dem Aspekt der erlit­te­nen ehren­rüh­ri­gen Belei­di­gung. Lite­ra­tur eta­bliert immer wie­der neue Bezie­hun­gen zwi­schen Wahr­neh­mun­gen und Emp­fin­dun­gen auf der einen Sei­te und sprach­li­chen Arte­fak­ten auf der ande­ren.

Lite­ra­tur kann leben, wenn sie sich jeweils immer wie­der neu gegen­über Ereig­nis­sen, Wahr­neh­mun­gen, Emp­fin­dun­gen, Gedan­ken ver­hält. Der Lite­ra­tur­re­dak­teur und die Lite­ra­tur­re­dak­teu­rin – wenn sie noch da sind – soll­ten genau die­ses Leben durch ihre Aus­wahl aus der Men­ge der Neu­erschei­nun­gen för­dern. So der Mann, der alles liest.

In dem klas­si­schen Ani­me Neon Gene­sis Evan­ge­l­ion Death & Rebirth sagt Asuka Lang­ley Soryu, das Second Child und Ope­ra­to­rin des Kampf­ro­bo­ters EVA-02 zum kamp­fes­mü­den Shin­ji Ika­ri, dem Third Child und Ope­ra­tor der Ein­heit EVA-01: „Noch bist du am Leben, oder? – Dann lebe auch rich­tig! – Ster­ben kannst du danach!“

PS 1: Es gibt den Mann, der alles liest, nicht. Es wird ihn geben. Mecha­ni­cal­ly enhan­ced, phy­sio­lo­gi­cal­ly enhan­ced, gene­ti­cal­ly enhan­ced.

PS 2: Der Mann, der alles liest, hat die Lus­ti­gen Taschen­bü­cher Nr. 585, Nr. 586 und Nr. 587 noch nicht gele­sen.

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Ernst-Wil­helm Händ­ler, gebo­ren 1953, lebt als Schrift­stel­ler in Mün­chen und Regens­burg. Zuletzt erschie­nen Mün­chen. Gesell­schafts­ro­man (S. Fischer, 2016), Das Geld spricht (S. Fischer, 2019) und Die Pro­duk­ti­on von Gesell­schaft (S. Fischer, 2022).

Quel­le: VOLLTEXT 3/2024 – 11. Okto­ber 2024

Online seit: 10. Okto­ber 2024

Online seit: 10. Okto­ber 2024

Zuletzt geän­dert: 10. Okt. 2024