„Der Eskapismus des Publikums trifft auf den Eskapismus des Betriebs“

Ste­fan Gmün­der im Gespräch mit Peter Tru­sch­ner über den Lite­ra­tur­be­trieb und sei­nen im Selbst­ver­lag erschie­ne­nen neu­en Roman Wie ein Mes­ser.

STEFAN GMÜNDER Sie haben Thea­ter­stü­cke, Libret­ti, Essays und Roma­ne publi­ziert, von denen einer – Die Träu­mer – sogar für den Deut­schen Buch­preis nomi­niert war. Wie kommt es, dass Ihr neu­er Roman Wie ein Mes­ser im Selbst­ver­lag erscheint?

PETER TRUSCHNER Weil in dem Roman Din­ge zur Spra­che kom­men, die für heu­ti­ge, von der For­de­rung nach „Sen­si­ti­vi­ty & Care“ gelei­te­te Lek­to­ra­te inak­zep­ta­bel sind. Ein Lek­tor von Pen­gu­in Ran­dom House beschied mir, dass ihm vor der Lek­tü­re graue. Ich mein­te dar­auf­hin: Gut so!, habe aber natür­lich nichts mehr von ihm gehört.

GMÜNDER Was glau­ben Sie, hat die Ver­la­ge, denen Sie das Manu­skript anbo­ten, und die es auch gele­sen haben, von dem Text Abstand neh­men las­sen?

TRUSCHNER Ein Roman, in dem ein jun­ger Rechts­ra­di­ka­ler ein