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VOLLTEXT 4/2023

VOLLTEXT 4/2023

€9,90

Mit Bei­trä­gen von Andre­as Mai­er, Ann Cot­ten, Cle­mens J. Setz, Alex­an­der Klu­ge, Arno Gei­ger, Ulri­ke Draes­ner, Tere­sa Prä­au­er, Tan­ja Raich, Susann Brück­ner, Nor­bert Gst­rein, Wolf­gang Matz, Tho­mas Com­brink, Felix Phil­ipp Ingold, Juri Andrucho­wytsch, Finn Job, Janett Lede­rer, Jür­gen Lag­ger, Paul-Hen­ri Camp­bell, Uroš Prah, Tomás Cohen, Aljaž Kopriv­ni­kar, Chris Lau­er, Nor­bert May­er, Susan­ne Schley­er, Mar­tin Roda Becher.

Umfang: 76 Sei­ten
For­mat: PDF
Die Datei ist durch ein digi­ta­les Was­ser­zei­chen mar­kiert und durch ein Pass­wort geschützt. Das Pass­wort zum Öff­nen der PDF-Datei ist Ihre E‑Mail-Adres­se.

Kategorien: 2023, Ausgaben
  • Beschreibung

Beschreibung

Der Engel der Unum­kehr­bar­keit
Cle­mens J. Setz über Mar­len Haus­ho­fer

Ein kos­mo­po­li­ti­scher Patri­ot
Noch ein Lek­tü­re­ver­such mit Jür­gen von der Wen­se. Von Felix Phil­ipp Ingold

Dring­li­che Stof­fe
Von Ulri­ke Draes­ner

Die neu­en Klas­si­ker
Von Sebas­ti­an Gug­golz

Bud­den­brooks, chi­ne­si­sche Vari­an­te
Zu Recht ver­ges­sen: Pearl S. Buck. Von Nor­bert May­er

„Hyä­nen haben ein Feu­er im Magen“
Mate­ria­li­en & Tex­te aus Alex­an­der Klu­ges sie­ben Kör­ben

Neu­lich
Von Andre­as Mai­er

Upsi! Haha.
Ein Chat zwi­schen Susann Brück­ner und Tan­ja Raich

Die heik­le Kunst des Romans
Nor­bert Gst­rein im Gespräch mit Wolf­gang Matz

Der Qua­si­au­to­bio­graf
Tho­mas Com­brink über Hart­mut Geer­kens Obduk­ti­ons­pro­to­koll

Text­ver­ar­bei­tung
Prä­gen­de Lek­tü­ren deutsch­spra­chi­ger Autorin­nen und Autoren

Der Preis der Zukunft
Juri Andrucho­wytsch über das Wesen des „auf­ge­scho­be­nen Krie­ges“

Der Ton und die Musik
Eine Kurz­ge­schich­te von Finn Job

Umwelt durch schwe­re Fil­ter
Lek­tü­re­no­ti­zen von Ann Cot­ten

Orvie­to
Eine Begeg­nung mit Botho Strauß. Von Mar­tin Roda Becher

Tiger­bal­sam ist mein safe place, weil da riecht es zumin­dest frisch
Janett Lede­rers Sie­ger­text beim FM4-Kurz­ge­schich­ten­wett­be­werb „Wort­laut“

Prä­au­er streamt
„Fünf Tipps für dei­ne Trau­er“

Die Bewoh­ner von Châ­teau Tal­bot
Von Arno Gei­ger

Lyrik-Log­buch
Paul-Hen­ri Camp­bells Ein­tra­gun­gen zu Gedich­ten von Uroš Prah, Tomás Cohen, Aljaž Kopriv­ni­kar und Chris Lau­er

Schley­ers Foto­jour­nal 

Lyrik-Log­buch

Preis-Tele­gramm

 


 

ZITATE

„Heinz von Frie­sen­hahn, adli­ger Abkunft, dann insol­vent gewor­den, so zum Zir­kus ver­schla­gen, immer noch ehr­gei­zig und ver­bun­den mit einem Exper­ten im Tier­park Hagen­beck, hat­te sich dar­auf kapri­ziert, eine Grup­pe von Tüp­fel­hyä­nen zu einer Zir­kus­num­mer aus­zu­bau­en. Das hat­te Exklu­si­vi­tät. Noch nie, hieß es in Exper­ten­krei­sen, ist es gelun­gen, Hyä­nen zu Kunst­stü­cken zu ver­an­las­sen. Das erwies sich als unwahr …“ – Alex­an­der Klu­ge: Frie­sen­hahns Num­mer .

*

„Das sen­si­ble Por­trät einer Ehe“. Was soll­te das? „Eine humor­vol­le Coming-of-age-Geschich­te“. War­um schrieb jemand so was?“ – Cle­mens J. Setz

*

„So wie Jürgen von der Wen­se zu Fuß angeb­lich Tau­sen­de von Kilo­me­tern abge­wan­dert hat, ist er auch weitläufig in unter­schied­lichs­ten Wis­sen­schafts- und Kunst­be­rei­chen zugan­ge gewe­sen; er war Schrift­stel­ler, Kom­po­nist und Foto­graf, hat sich auto­di­dak­tisch ein hal­bes Hun­dert Spra­chen ange­eig­net, dazu auch seriöse Kennt­nis­se in Phi­lo­so­phie, Bio­lo­gie, Eth­no­lo­gie, Medi­zin, Geo­gra­fie, Geo­lo­gie, Mine­ra­lo­gie, Archäologie, Ägyptologie, Mathe­ma­tik, Phy­sik, Meteo­ro­lo­gie, Musi­ko­lo­gie usf. – sein multidisziplinäres Werk liegt in diver­sen Auswahlbänden vor, doch ist der Groß­teil davon (der Nach­lass umfasst zir­ka 60.000 Schrift­sei­ten) noch immer unpu­bli­ziert.“ – Felix Phil­ipp Ingold

*

„Einen Roman zu schrei­ben, bedeu­tet vier oder fünf oder zehn Jah­re Hin­ga­be. Es bedeu­tet Unsi­cher­heit. Lite­ra­ri­sches Schrei­ben ist mit Suche ver­bun­den. Es frisst Fami­li­en, Freund­schaf­ten, Ent­span­nung. Um sich dar­auf ein­zu­las­sen, bedarf es einer inne­ren Dring­lich­keit.“ – Ulri­ke Draes­ner

*

„Seit eini­gen Jah­ren ist zu beob­ach­ten, wie bis­her unbe­kann­te lite­ra­ri­sche Neu- und Wie­der­ent­de­ckun­gen schon bei Wie­der­ver­öf­fent­li­chung von den Ver­la­gen zu Klas­si­kern aus­ge­ru­fen wer­den. “ – Sebas­ti­an Gug­golz

*

„Ich habe den Ein­druck, dass wir all­zu selbstverständlich immer mehr Einschränkungen hin­neh­men, wie man überhaupt noch „Ich“ in einem Roman sagen kann.“ – Nor­bert Gst­rein

*

„die toten­trom­pe­ten wer­den die Asche des para­my­ko­lo­gen will­kom­men heis­sen.“ – Hart­mut Geer­ken

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„Hätte sich die Koexis­tenz mit dem „neu­en Russ­land“ posi­tiv und gut­nach­bar­schaft­lich gestal­ten können? Heu­te ist das eine rhe­to­ri­sche Fra­ge: Nein, hätte sie nicht.“ – Juri Andrucho­wytsch

*

„Ich muss höllisch auf­pas­sen, nicht so archa­isch zu den­ken, den­ke ich, während ich an Tisch neun­zehn den Bur­gun­der nach­schen­ke.“ – Finn Job

*

„Ob das Bild, das Are­ndt von der Besitz­ge­bun­den­heit der Frei­heit in der grie­chi­schen Polis und der verachtenswürdigen Exis­tenz sogar frei­ge­las­se­ner und über Vermögen, aber nicht über Grund verfügender (Ex-)Sklaven erzählt, stimmt oder nicht, übersteigt mein Recherchevermögen. Ich ahne schon die Kor­ri­dorfluch­ten anti­ker Soziologieentwürfe, deren Rich­tig­keit ich alle nicht überprüfen kann. Dass es ihr ja wohl nicht anders ergan­gen sein kann, macht mich leicht aggro. Jetzt muss ich also ihren ver­al­te­ten, unüber- prüften Refe­ren­zen ein­fach glau­ben oder das Buch weg­le­gen.“ – Ann Cot­ten

*

„Ich öffne also ein glu­ten­frei­es Bio­bier, das ich mir mit dem Gedan­ken gekauft habe, dass es in Ord­nung sei, so was allein zu trin­ken, weil es so vernünftig scheint.“ – Janett Lede­rer

*

Ich zwin­ge mich übri­gens, all das hier zu schrei­ben, um nicht wie­der mit unse­rem Bun­des­prä­si­den­ten anzu­fan­gen, dem „Schwaf­ler“, wie ein Wie­ner Wirts­haus­be­su­cher jüngst gesagt haben soll. – Andre­as Mai­er

*

„Als ich ein­mal eine Par­te zu erstel­len hat­te, wähl­te ich Ril­kes „Ich lebe mein Leben in wach­sen­den Rin­gen“. Das war ein bil­dungs­bür­ger­li­cher Neun­zehn­tes-Jahr­hun­dert-Move, aber den Satz fin­de ich noch immer in vie­ler­lei Hin­sicht zutref­fend.“ – Tere­sa Prä­au­er

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