Presseschau – 4. Februar 2024

Alex­an­der Klu­ge über Oskar Negt / Tho­mas Bern­hard / Iris Wolff / Mar­tin Prinz / Der schrei­ben­de Kör­per / Sel­ma Mer­baum / Nata­scha Wodin / Micha­el Köhl­mei­er / Kehl­mann über Kant …

Boccaccio.cc
In acht­zig Tagen …
Tage­buch mei­ner Insol­venz­ver­schlep­pung – Tag 59
Von Mar­tin Prinz

NZZ
Wer ein­mal weg­ge­gan­gen ist, bleibt sein Leben lang ein Gehen­der. Iris Wolffs neu­er Roman über das Schick­sal von Migran­ten
Die in Rumä­ni­en gebo­re­ne und als Kind nach Deutsch­land emi­grier­te Schrift­stel­le­rin Iris Wolff hat einen berüh­ren­den Roman über zwei Men­schen geschrie­ben, die auf­bre­chen und nir­gend­wo mehr ankom­men kön­nen.

NZZ
Er ermor­de­te Frau­en und schrieb dar­über: Weil Jack Unter­we­ger sich im Pro­sti­tu­ier­ten-Milieu aus­kann­te, liess ihn der ORF Repor­ta­gen ver­fas­sen über Mor­de, die er sel­ber began­gen hat­te
Kol­le­gen glaub­ten, der Schrift­stel­ler Jack Unter­we­ger sei geläu­tert. Doch er töte­te wei­ter.

Die Welt
So hilft Kant bei Depres­sio­nen
Ein „Den­ker für unse­re Zeit“? Das ist leicht behaup­tet. Der Schrift­stel­ler Dani­el Kehl­mann und der Phi­lo­soph Omri Boehm haben ein buch­lan­ges Zwie­ge­spräch über Kant geführt. Kehl­mann über­setzt den viel­leicht wich­tigs­ten Kant-Satz ins Heu­te.

FAZ
Ein alters­ra­di­ka­ler Schrift­stel­ler
Hat Goe­the zuletzt jede Erwar­tung an Markt, Leser­schaft und Kri­tik igno­riert? Ernst Oster­kamp legt fas­zi­nie­ren­de Lek­tü­ren zum Spät­werk des Dich­ters vor.

FAZ
Wenn Hei­mat zum Sperr­ge­biet wird
Am tiefs­ten ist der Schmerz dar­über, im Ver­lust nicht ver­stan­den zu wer­den: Yavuz Ekin­cis gro­ßer Roman „Das fer­ne Dorf mei­ner Kind­heit“ zum tür­kisch-kur­di­schen Kon­flikt.

Tages­spie­gel
Freud und Leid des Echt­zeit­al­ters
Ilo­na Hart­manns neu­er Roman „Klar­kom­men“

Die Zeit
War­um ist die­ser tote wei­ße Mann noch mal so auf­re­gend?
Der Schrift­stel­ler Dani­el Kehl­mann und der Phi­lo­soph Omri Boehm dis­ku­tie­ren über Imma­nu­el Kant.

Die Zeit
„Die Hier­ar­chie war klar: Er sag­te, wo es lang­geht“
Oskar Negt war einer der ein­fluss­reichs­ten Sozi­al­phi­lo­so­phen Deutsch­lands. Sein Freund Alex­an­der Klu­ge erin­nert sich im Gespräch an den Men­tor der 68er und gro­ßen Den­ker.

Die Zeit
Der schrei­ben­de Kör­per
Um zu schrei­ben, sind wir auf unse­re Kör­per ange­wie­sen. Wir reflek­tie­ren sie aber erst, wenn sie krank wer­den, wenn sich der eige­ne Kör­per gegen das Leben selbst wen­det. Von Aiki Mira

Die Pres­se
Nata­scha Wodins Erzäh­lun­gen: Der Schmerz der Her­kunft
Der Erzähl­band „Der Fluss und das Meer“ von Nata­scha Wodin scheint durch­wegs auto­bio­gra­fisch grun­diert. Trotz der her­vorragenden Sti­lis­tik blei­ben gemisch­te Gefüh­le.

Die Pres­se
Köhl­mei­ers neu­er Roman „Das Phi­lo­so­phen­schiff“: Der Autor trifft auf eine Zeit­zeu­gin
In Micha­el Köhl­mei­ers Roman „Das Phi­lo­so­phen­schiff“ tritt eine Hun­dert­jäh­ri­ge an den Autor her­an und bit­tet ihn, ihre Lebens­ge­schich­te auf­zu­schrei­ben. Sie berich­tet von ihrer Flucht aus der Sowjet­uni­on – „alter­na­ti­ve facts“ inklu­si­ve.

Die Pres­se
Die­se bei­den Dea­ler sind Mar­xis­ten
Zwei Regal­sch­lich­tern reicht es, dass sie mit ihrem Gehalt nicht über die Run­den kom­men. José Fale­ros „Super­markt“ ist ein Roman über Armut, Abwe­ge und gewitz­te Hel­den.

Die Fur­che
Tho­mas Bern­hard, von Frank­reich aus
Das Inter­es­se an Tho­mas Bern­hard ist auch in Frank­reich groß. Erst las man ihn eher phi­lo­so­phisch, dann psy­cho­lo­gisch und dann poli­tisch: als einen der weni­gen posi­ti­ven Image­trä­ger für Öster­reich, als Ver­kör­pe­rung des schlech­ten Gewis­sens sei­nes Lan­des.

Stutt­gar­ter Zei­tung
Gynä­ko­lo­gi­sches Tri­bu­nal
Jana Sche­rers wil­de Roman­sa­ti­re „Die Ras­sis­tin“ führt auf urko­mi­sche Wei­se den Kin­der­wunsch einer Uni­ver­si­täts­do­zen­tin mit den Kopf­ge­bur­ten einer theo­rie­ge­sät­tig­ten mora­lis­ti­schen Erre­gungs­kul­tur zusam­men – ohne sie zu denun­zie­ren.

Frank­fur­ter Rund­schau
„Dass man wie Rauch ins Nichts ver­fließt“
Zum 100. Geburts­tag der jüdi­schen Lyri­ke­rin Sel­ma Mer­baum aus Czer­no­witz, die 18-jäh­rig ermor­det wur­de.

Der Stan­dard
Feli­ci­tas Pro­ko­petz erzählt eine Vier-Frau­en-Fami­li­en­ge­schich­te
Mit ihrem Debut „Wir sit­zen im Dickicht und wei­nen“ ver­han­delt Feli­ci­tas Pro­ko­petz mit Leich­tig­keit ein paar schwe­re The­men

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Online seit: 4. Febru­ar 2024

Zuletzt geän­dert: 5. Feb. 2024