Presseschau – 2. April 2025

Ismail Kadare / Giacomo Casanova / Jerzy Kosinski / Hartmut Lange / Verena Hochleitner / Karl Ove Knausgård …

Online seit: 2. April 2025

NZZ
Wenn die Türken einmal aufgestanden sind, bringt man sie nicht so schnell wieder zum Sitzen
Die Protestwelle nach der Verhaftung von Ekrem Imamoglu könnte die Türkei verändern. Es hänge davon ab, wie hart der Staat gegen die Demonstranten vorgehe, schreibt der türkische Schriftsteller Ismail Güzelsoy.

NZZ
Ein paar Minuten am Telefon mit Stalin: Ismail Kadare schildert in „Der Anruf“ das komplizierte Verhältnis zwischen Tyrann und Dichter
1936 in Albanien geboren zu sein und ein freier Schriftsteller werden zu wollen, war eine harte Fügung. Ismail Kadare geriet mitten in die Diktatur Enver Hoxhas hinein und musste sich arrangieren. Darüber legt er in „Der Anruf“ auf allegorische Weise Rechenschaft ab.

Die Welt
Endlich wird Casanova vom Unterleib auf den Kopf gestellt
Giacomo Casanova war ein Abenteurer und Libertin, dessen Name zum Inbegriff des Schwerenöters wurde. Doch seine wahre Freiheit lebte er als Intellektueller. Eine neue Biografie zeigt, welche Machthaber und Geistesmenschen seiner Zeit er traf.

FAZ
Blühender Gartenphilosophieunsinn
Jerzy Kosinskis satirischer Roman „Chance“ von 1970 zeigt, welche Macht das Fernsehen haben kann.

Frankfurter Rundschau
Geschichten ohne Gewähr
Unverjährbares Schreiben: Hartmut Lange legt den Novellenband „Der etwa vierzigjährige Mann“ vor.

Der Standard
Verena Hochleitner erhält Nöstlinger-Preis: Mädchen als Heldinnen
Die in Wien lebende Autorin und Illustratorin wird für ihre Kinder- und Jugendliteratur ausgezeichnet

Der Standard
300 Jahre Giacomo Casanova: Wer war der ewige Verführer wirklich?
Zum 300. Geburtstag des „Frauenhelden“ befasst sich eine Neuerscheinung näher mit den zahlreichen Rollen des venezianischen Adligen im Europa der Aufklärung

Die Zeit
Der Teufel trägt Fotoapparat
Karl Ove Knausgård findet das Böse im Künstlertum.

Stuttgarter Zeitung
Neue Vorbilder für Jungen, die keine Helden sein müssen
Geschlechterklischees gefährden auch Jungen, darüber reden dank der britischen Netflixserie „Adolescence“ jetzt alle. Die Feministin Shila Behjat fordert neue Identifikationsfiguren für männliche Jugendliche, und ein Kinderbuch von Francesca Cavallo präsentiert nun genau diese.