Presseschau – 19. September 2023

Deniz Yücel: „Unter dem gefühligen Ton lauert ein autoritärer Geist“ / Shortlist Deutscher Buchpreis / Uwe Timm / Maja Haderlap …

Online seit: 19. September 2023

Die Welt
Unter dem gefühligen Ton lauert ein autoritärer Geist
Ein sexueller Übergriff, ein Täter, der darüber schreibt, Netz-Protest und ein Buch, das vom Markt verschwindet. Jetzt diskutierte man darüber auf dem Berliner Literaturfestival (ilb) – aber die neue Leitung bot nur einer Seite eine Bühne. Für die Freiheit des Wortes verhieß der Abend nichts Gutes. Von Deniz Yücel

Die Welt
Kein alter weißer Mann, nirgends
Der Deutsche Buchpreis will den besten deutschsprachigen Roman des Jahres küren. Jetzt stehen mit der Shortlist die sechs heißesten Kandidaten fest. Der DDR-Roman, über den gerade am heftigsten diskutiert wird, ist nicht dabei. Warum eigentlich?

NZZ
In Wolf Haas’ Pechvogel-Geschichte ist die Mutter am Ende nur noch „ein sehr dünnes Vogerl“
Der österreichische Schriftsteller Wolf Haas hat sich zum Ersatzgedächtnis seiner dementen Mutter gemacht. Nun könnte sie ihre Lebensgeschichte in einem bewegenden autobiografischen Roman nachlesen.

FAZ
Was die Toten von den Lebenden verlangen 
In dem packenden Erinnerungsbuch des Schriftstellers Uwe Timm, „Alle meine Geister“, besichtigt der Autor die junge Bundesrepublik zwischen Trümmern und Wirtschaftswunder. Und berichtet von seiner Kürschnerlehre.

Süddeutsche Zeitung
Im Keller
Stephen Kings neuer Roman „Holly“ ist ein fieser Kannibalenkrimi und eine Abrechnung mit den Pandemiejahren unter Donald Trump.

Süddeutsche Zeitung
Die letzten sechs
Der Deutsche Buchpreis hat seine Shortlist bekannt gegeben. Die nominierten Romane zeigen eine deutsche Gegenwartsliteratur, die vor allem im Kontakt mit anderen Sprachen entsteht.

Die Presse
Mit Alkohol zum Sprechen bringen
Novuyo Rosa Tshuma beleuchtet den Völkermord im Simbabwe der 1980er-Jahre.

Die Presse
Diebstahl der Mona Lisa
Tom Hillenbrands neuer Pageturner

Der Standard
Maja Haderlap erzählt die schwierige Geschichte der Kärntner Slowenen
„Engel der Vergessens“ war 2011 ein großer Erfolg, der zweite Roman „Nachtfrauen“ der Autorin kreist um eine Mutter-Tochter-Beziehung

Frankfurter Rundschau
Der Junge, der las und träumte
Vom Kürschnergesellen zum Schriftsteller. Der 83-jährige Uwe Timm legt einen klugen, unangestrengten Bildungsroman in eigener Sache vor: „Alle meine Geister“.

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