Barbi Marković erhält für „Minihorror“ den Preis der Leipziger Buchmesse

Kurz­fas­sung der Jury: „Hin­ten die Kriegs­ver­bre­chen, vor­ne der Kli­ma­wan­del, dazwi­schen die Bana­li­tät unse­res tag­täg­li­chen Lebens“

Bar­bi Mar­ko­vić erhält den mit 20.000 Euro dotier­ten Preis der Leip­zi­ger Buch­mes­se 2024 für ihren Roman Mini­hor­ror.

In der Jury­be­grün­dung heißt es: „Rasant, seri­ell und pop-affin – so ist Bar­bi Mar­ko­vićs neu­es Buch, das man wie im Rausch ohne Unter­bre­chung an einem Stück lesen will. Denn der Genuss ihrer wit­zi­gen und schein­bar so ein­fa­chen Sät­ze, die die absur­de Fall­hö­he zwi­schen All­tag und exis­ten­zi­el­ler Welt­la­ge aus­mes­sen, soll bit­te nicht enden. Bar­bi Mar­ko­vic erzählt hin­rei­ßend komisch und bit­ter­ernst von unse­rer Gegen­wart: hin­ten die Kriegs­ver­bre­chen, vor­ne der Kli­ma­wan­del, dazwi­schen die Bana­li­tät unse­res tag­täg­li­chen Lebens. In Mini­hor­ror ent­tarnt Bar­bi Mar­ko­vić das Unheim­li­che jeder noch so harm­lo­sen Situa­ti­on, den Hor­ror im All­tag, den Gru­sel vor der eige­nen Fami­lie. Dabei wird der Mensch im Spät­ka­pi­ta­lis­mus not­ge­drun­gen zur Witz­fi­gur.“

Die Jury bestand die­ses Jahr aus Insa Wil­ke (Jury­vor­sitz), Maryam Aras, Moritz Baß­ler, Cor­ne­lia Geiß­ler, David Hugen­dick, Marie Schmidt, Shirin Soji­tra­wal­la.

Bar­bi Mar­ko­vić, gebo­ren 1980 in Bel­grad, lebt seit 2006 in Wien. 2009 erschien ihr Tho­mas-Bern­hard-Remix-Roman Aus­ge­hen, 2016 der Roman Super­hel­din­nen, für den sie den Lite­ra­tur­preis Alpha, den För­der­preis des Adel­bert-von-Cha­mis­so-Prei­ses sowie 2019 den Priess­nitz-Preis erhielt. Zuletzt erschie­nen: Die ver­schis­se­ne Zeit (2021) und Mini­hor­ror (2023).

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Online seit: 21. März 2024

Zuletzt geän­dert: 25. März 2024