Entmenschlichungen

Von Cor­du­la Simon. „Hier und Heu­te – 100 Posi­tio­nen öster­rei­chi­scher Gegen­warts­li­te­ra­tur“ – Teil 77
Cordula Simon © Wolfgang Schnuderl

Cor­du­la Simon. Foto: Wolf­gang Schnu­derl

Ich ertap­pe mich dabei, dass ich wie­der nur über den Krieg schrei­ben will. Die­ser Krieg beherrscht mein Leben. Ich ste­he damit auf, ich schla­fe damit ein. Das Ers­te an jedem ein­zel­nen Tag seit über hun­dert­drei­ßig Tagen ist der Blick auf die Online-Live-Kar­te der Gescheh­nis­se, das Letz­te jeden Tag eben­so.

Inzwi­schen sagt man mir online, dass ich mich freu­en wür­de, dass ich mich damit in den Mit­tel­punkt drän­gen kön­ne, dass ich Kriegs­trei­be­rin sei, dass man mir wünscht, dass mei­ne Fami­lie an vor­ders­ter Front stün­de, käme der Krieg hier­her und ähn­li­ches mehr. Doch mei­ne Fami­lie steht doch an vor­ders­ter Front, den­ke ich, denn mei­ne Fami­lie ist nun 44 Mil­lio­nen groß. Men­schen, die mir so nahe waren, wie die engs­ten Freun­de und mei­ne Fami­lie hier, müs­sen um ihr Leben fürch­ten. Die ers­ten Wochen konn­te ich nicht auf­hö­ren zu wei­nen. Mitt­ler­wei­le ist Som­mer und ich habe das Gefühl, dass der Febru­ar nie geen­det hat, dass die Hilf­lo­sig­keit nicht geen­det hat. Das ohn­mäch­ti­ge Zuschau­en-Müs­sen mit gebun­de­nen Hän­den. Das Nicht-weg­se­hen-Kön­nen. Jedes Hono­rar, das ich erhal­te, geht in die Ukrai­ne, jedes freie Zim­mer, das ich fin­de, ist an Freun­de von dort ver­ge­ben. Das Gefühl geht trotz­dem nicht weg. Ich schaue stän­dig nach, was der Krieg gera­de macht. Ich war ger­ne ein Kind mei­ner Zeit, habe ger­ne an den Frie­den durch wirt­schaft­li­chen und kul­tu­rel­len Aus­tausch geglaubt. Wir sind auf­ge­wacht und fin­den uns in einem Alb­traum.

Eini­ge mei­ner Freun­de sind an der Front. Zwi­schen Myko­la­iv und Cher­son war­ten sie ver­zwei­felt auf Ver­bands­ma­te­ri­al. Las­ter­wei­se. Der Mensch, der jeden Tag neben mir zuge­bracht hat, wäh­rend ich die ers­ten bei­den Bücher schrieb, pos­tet jeden Tag etwas auf Face­book, damit wir, die weit weg von der Front um ihn ban­gen, wis­sen, dass er noch lebt. Auf Face­book habe ich auch über mei­ne ukrai­ni­schen Freun­de geschrie­ben, in der Hoff­nung, dass mehr Spen­den zu jenen Hilfs­or­ga­ni­sa­tio­nen flie­ßen, in die sie invol­viert sind.

Was jene ver­ges­sen, die dar­auf pochen, dass Waf­fen zu lie­fern schlecht sei, denn es wür­de mehr Tote bedeu­tet, ist, dass es nur weni­ger Tote auf rus­si­scher Sei­te bedeu­tet. Ich wer­de mich nicht dafür ent­schul­di­gen, dass ich nicht will, dass mei­ne Freun­din­nen von rus­si­schen Sol­da­ten ver­ge­wal­tigt wer­den. Dass ich nicht will, dass mei­ne Freun­de gefol­tert wer­den. Dass ich nicht will, dass die­ses Land aus­ge­löscht wird, denn nichts ande­res droht ihm. Ja, natür­lich könn­ten sie auf­ge­ben, natür­lich könn­te die Ukrai­ne kapi­tu­lie­ren.

Abs­trakt könn­te man sagen, dass dies etwas ist, was ein sou­ve­rä­ner Staat ein­fach nicht tut: Gebiets­ver­lus­te hin­neh­men. Aber hier geht es nicht um ein weit ent­fern­tes Gebiet im Osten, denn was haben denn dabei die Bom­bar­die­run­gen im Gebiet um Lviv zu bedeu­ten? Es geht um tota­le Unter­wer­fung und damit um den Ver­lust der Frei­heit.

Abs­trakt und von Staats wegen mag uns allen das egal sein, aber kon­kret wür­de ein Leben unter rus­si­scher Herr­schaft für die Ukrai­ner und damit für all jene, die mir dort ans Herz gewach­sen sind – ein spit­zer Dorn in mir – kata­stro­pha­le Aus­wir­kun­gen haben. Jene Groß­müt­ter, die auf der Krim vol­ler Vor­freu­de für einen Anschluss an Russ­land gestimmt haben, waren sich nicht dar­über im Kla­ren, dass ihre Pen­sio­nen künf­tig wesent­lich gerin­ger aus­fal­len wür­den und ihre tata­ri­schen Nach­barn in Schau­pro­zes­sen für nichts und wie­der nichts ver­ur­teilt wer­den wür­den. Dass Moder­ni­tät und Kom­fort eben­so ver­schwin­den wür­den, wie die per­sön­li­che Frei­heit, hin­zu­ge­hen wo man will und wann man will oder zu sagen, was man will, wann immer man will. Die Ukrai­ne mag kein per­fek­ter Staat sein, aber wer mit dem Kor­rup­ti­ons­zei­ge­fin­ger wedelt, kann den Blick auch ger­ne nach Öster­reich schwei­fen las­sen. Wäh­rend die Ukrai­ne sta­tis­tisch ein Weni­ger an Kor­rup­ti­on zu ver­zeich­nen hat­te, hat Öster­reich hier noch Punk­te hin­zu­ge­won­nen. Ten­den­zen, die sich in abso­lu­ten Zah­len abzeich­nen. Kein per­fek­tes Land, aber immer­hin ein (noch) frei­es.

Ich hat­te mich immer als Pazi­fis­tin gese­hen, doch die­ser Pazi­fis­mus wur­de zuvor noch nie auf die Pro­be gestellt. Bei jenen, die nun das Ide­al des Pazi­fis­mus’ wie eine Mons­tranz vor sich her­tra­gen, muss man sich fra­gen, wie es um ihr per­sön­li­ches Frei­heits­be­dürf­nis steht: Befän­den sie sich in einer restrik­ti­ven Dik­ta­tur wie der rus­si­schen, dürf­ten sie nicht um Frie­den bit­ten und das Wort Krieg nicht aus­spre­chen. Wür­den sie kapi­tu­lie­ren, wenn man vor ihrer Tür stün­de und ihnen frem­de Herr­schaft auf­zwän­ge, in der sie all das, was sie nun sagen, nicht mehr sagen dürf­ten? Was ist es wert, mit der Waf­fe in der Hand ver­tei­digt zu wer­den?

Eini­ge glau­ben auch nicht an die Bru­ta­li­tät die­ses rus­si­schen Regimes, sind über­zeugt, dass es doch nicht so schlimm sein wür­de, dass es medi­al auf­ge­bauscht sei. Erstaun­li­cher­wei­se sind es stets jene, die kein Wort Rus­sisch spre­chen, die der­lei von sich geben.

Die freie Ukrai­ne, ein Land voll von offe­nen und herz­li­chen Men­schen, so erin­ne­re ich es, hat­te den Weg in das ein­und­zwan­zigs­te Jahr­hun­dert ange­tre­ten. Russ­land nicht. Daher steh­len rus­si­sche Sol­da­ten moder­ne Wasch­ma­schi­nen und Trak­to­ren, die dann, weil sie mit satel­li­ten­ge­stütz­ter Tech­no­lo­gie gesteu­ert wer­den, von den ukrai­ni­schen Bau­ern, die sich per Trak­tor auch den einen oder ande­ren Pan­zer geholt haben, ein­fach wie­der aus­ge­schal­tet wer­den. Gestoh­le­ne Apple Ear­Pods konn­ten mit der Find-my-pho­ne-App plötz­lich Infor­ma­tio­nen über Trup­pen­be­we­gun­gen lie­fern und wer sich unter einer Yoga­mat­te ver­steckt, kann von einer Wär­me­bild­ka­me­ra nicht erfasst wer­den, wäh­rend Fünf­zehn­jäh­ri­ge mit Spiel­zeug­droh­nen die Fein­de aus­kund­schaf­ten und Tüft­ler Abschuss­vor­rich­tun­gen auf E‑Bikes mon­tie­ren. All die­se moder­nen Din­ge gäbe es nicht mehr unter rus­si­scher Fremd­herr­schaft, die das ertrag­rei­che Land aus­plün­dern wie aus­blu­ten wür­de. Nur mehr für eine dün­ne, dün­ne Ober­schicht. Ein rus­si­scher Sol­dat stahl ein Mac­Book Air, ent­fern­te dafür das Innen­le­ben aus sei­ner kugel­si­che­ren Wes­te, ersetz­te es mit dem Note­book und fand so den Tod – das Mac­Book konn­te die Kugeln, die ihn tra­fen, nicht auf­hal­ten.
Die Zivil­be­völ­ke­rung ver­fügt nur über die­se Din­ge, weil der Kor­rup­ti­on der Kampf ange­sagt wur­de, weil Jahr­zehn­te­lang dar­um gerun­gen wur­de, dass Wohl­stand nicht nur für die Olig­ar­chen da ist. Hier haben vie­le Euro­pä­er den Anschluss ver­passt: Sie glau­ben, es hand­le sich um ein ver­arm­tes, hin­ter­wäld­le­ri­sches, rück­stän­di­ges Land. Ver­armt, teil­wei­se, ja, aber uns den­noch in vie­lem vor­aus: So gibt es gera­de­zu flä­chen­de­ckend WLAN. Ein Schock für Flücht­lin­ge, hier zu sehen, dass man im glo­ri­fi­zier­ten Euro­pa davon weit ent­fernt ist. Gera­de in Deutsch­land haben mei­ne ukrai­ni­schen Mit­be­woh­ne­rin­nen, eine Freun­din mit ihrer Mut­ter und Kat­ze, die ich noch von damals aus der Ukrai­ne ken­ne, gewit­zelt, dass an der Front das WLAN bes­ser sei als in Deutsch­land. Gera­de in Deutsch­land, von dem aus ger­ne ande­ren Län­dern gesagt wird, was sie zu tun hät­ten. Die Waf­fen nie­der­le­gen, zum Bei­spiel.

Denn man sieht die Ukrai­ner nicht als Men­schen, mit den glei­chen Men­schen­rech­ten, wäh­rend man frisch­fröh­lich­flo­ckig der Mei­nungs­frei­heit frönt und Frie­den kreischt, mir erklä­rend, ich sei eine Hexe oder gar Satan und ich wür­de mir mehr Tote wün­schen. Soll euch der Teu­fel holen!
Über­haupt ein­und­zwan­zigs­tes Jahr­hun­dert: Hier­mit ver­nei­ge ich mich vor der öster­rei­chi­schen Büro­kra­tie und sämt­li­chen Mit­ar­bei­tern. Zwar kann man noch nicht – wie in der Ukrai­ne – alles über eine App machen, doch die Zusam­men­fas­sung der Amts­we­ge für ankom­men­de Ukrai­ner an einer Stel­le und die schnel­le Abwick­lung… Cha­peau! Nur drei Wochen hat es gedau­ert, bis in Graz mit mei­nem Ankömm­ling alles erle­digt war.

Man­che zie­hen also den Ver­such in einem Kriegs­ge­biet zu über­le­ben den deut­schen Ämtern vor. Dies jedoch nur am Ran­de.

Der direk­te Ver­gleich mit Deutsch­land zeigt, dass dort die lin­ke Hand nicht weiß, was die rech­te tut oder ob sie über­haupt exis­tiert oder ob sie nicht eher ein Fuß ist und zual­ler­erst ist man ein­mal an der fal­schen Stel­le und man lernt schnell, dass die ers­te Aus­kunft, die man von einem Amt bekommt, erst mal falsch ist. Nach drei Mona­ten ist mit mei­nen Flücht­lin­gen in Deutsch­land immer noch kein Ende des büro­kra­ti­schen Mara­thons in Sicht und jene Deut­schen, die die­ses Sys­tem zu ver­tei­di­gen ver­su­chen, mit der Behaup­tung, dass es in Öster­reich doch gewiss genau­so schlimm sei: Wagt es nicht! Mei­ne unmit­tel­bar auf­ein­an­der­fol­gen­den Erfah­run­gen haben gezeigt, wo wir ste­hen. Ihr soll­tet euch schä­men, Behaup­tun­gen über ande­re Län­der oder ande­rer Län­der Büro­kra­tie zu täti­gen, ohne dies selbst erfah­ren zu haben. Ich wäre frü­her nie­mals auf die Idee gekom­men, die öster­rei­chi­sche Büro­kra­tie zu ver­tei­di­gen, weil ich sie für müh­sam und trä­ge hielt, doch vie­les hat sich ver­bes­sert und allei­ne, dass man­che dem Impuls fol­gen, die­ses deut­sche Desas­ter als ein über das funk­tio­nie­ren­de Sys­tem erha­be­nes zu dekla­rie­ren, spricht Bän­de über ihre Ahnungs­lo­sig­keit. Eini­ge Flücht­lin­ge sind übri­gens in die Ukrai­ne zurück­ge­kehrt, weil kein Licht am Ende der Ämtero­dys­see aus­zu­ma­chen war. Man­che zie­hen also den Ver­such in einem Kriegs­ge­biet zu über­le­ben den deut­schen Ämtern vor. Dies jedoch nur am Ran­de.

Sym­pto­ma­tisch für die Distanz jener „Intel­lek­tu­el­len“ steht ein Inter­view mit Ali­ce Schwar­zer, in dem sie die Ukrai­ne zwei­mal Ungarn nennt.

Was uns das Ver­hal­ten der frie­dens­ver­ses­se­nen selbst­er­nann­ten Intel­lek­tu­el­len aber zeigt, ist etwas all­ge­mein Mensch­li­ches: Wir haben Empa­thie, mit jenen, die uns am nächs­ten sind, die ande­ren sind uns gleich­gül­tig. Sym­pto­ma­tisch für die Distanz jener „Intel­lek­tu­el­len“ steht ein Inter­view mit Ali­ce Schwar­zer, in dem sie die Ukrai­ne zwei­mal Ungarn nennt. Da ist kei­ne Nähe.

Die­ses Phä­no­men mit der Nähe ist der Regel­fall, es mag Aus­nah­men geben, doch am meis­ten zit­tern wir um die, die wir als die „Uns­ri­gen“ betrach­ten. So haben gera­de in Öster­reich – und vor jedem ein­zel­nen möch­te ich auf die Knie gehen – Men­schen für Ukrai­ner Her­zen, Porte­mon­naies und Pfor­ten geöff­net. Ja, mag sein, dass ein Land­wirt im Hin­ter­grund auch das Fort­be­stehen sei­nes Betrie­bes vor Augen hat, wenn er in Bus­sen all sei­ne Gast­ar­bei­ter aus den letz­ten Jah­ren abholt. Aber auch die Aben­de, wo man zusam­men geges­sen, getrun­ken und gesun­gen hat. War­um sie nicht vor der Ern­te­sai­son holen? Die Unter­künf­te stün­den ohne­hin leer. Wer Freun­de hat­te, bot an: Komm doch her, wir bekom­men das schon hin. Men­schen, die man von Geschäfts­rei­sen und Urlau­ben schon jah­re­lang kennt. Wir rücken zusam­men für die, die wir ken­nen.

Für vie­le wird auch der Pau­schal­satz, dass die Ukrai­ne von Nazis bevöl­kert sei, zum Leit­mo­tiv der Ein­stel­lung, den Men­schen dort die Unter­stüt­zung zu ver­weh­ren. Eine Iro­nie des Welt­ge­sche­hens möch­te man mei­nen, dass jenes Land als Nazi-Land bezeich­net wird, in dem die rech­ten Par­tei­en man­gels Stim­men aus dem Par­la­ment geflo­gen sind, wäh­rend das Land, das einen faschis­to­iden Erobe­rungs­krieg begon­nen hat, den Anti­fa­schis­mus im Ban­ner führt.

Dass es jedoch vie­le Anhän­ger Ste­pan Ban­de­ras gibt, ist durch­aus wahr, dass man in der West­ukrai­ne eine Ban­de­ra-Vanil­le-Lat­te in Cof­fee­shops bekommt, eben­so. Dies kann man bei Vie­len der all­ge­mei­nen Geschichts­ver­ges­sen­heit zuschrei­ben, in der jun­ge rebel­li­sche Geis­ter Che Gue­va­ra-Shirts tra­gen, ohne an sei­ne Opfer zu den­ken, denn des einen Frei­heits­kämp­fer ist des ande­ren Ter­ro­rist. Zwar erhof­fen wir von poli­ti­schen Ent­schei­dungs­trä­gern und Ver­mitt­lern mehr, aber die­se bewei­sen ohne­dies tag­täg­lich, dass man mit Erwar­tun­gen zurück­hal­tend sein soll­te. Die Lis­te all jener, die aus unse­rer heu­ti­gen Sicht nicht gera­de „zu den Guten“ gehö­ren, ist lang und wird immer län­ger. Auch und gera­de in unse­ren Brei­ten, wo eine Stra­ße nach der ande­ren umbe­nannt wer­den soll, um end­lich nicht mehr jene zu ver­eh­ren, die der Welt mehr Ver­der­ben als Frie­den gebracht haben.

Bli­cken wir auf unse­re trau­ri­ge Fest­stel­lung von vor­hin, dass wir doch nur mit jenen füh­len, die uns nahe sind: Ban­de­ra, hof­fend die Ukrai­ne vom sta­li­nis­ti­schen Regime zu befrei­en, setz­te auf die Nazis. Dafür das jüdi­sche Volk im Vol­ke, das bei dem weit ver­brei­te­ten öst­li­chen Anti­se­mi­tis­mus die­ser Zeit ohne­dies unbe­liebt war, über die Klin­ge sprin­gen zu las­sen, schien ihm viel­leicht nicht ein­mal ein gro­ßer Preis. Die­se waren nicht die eige­nen, gehör­ten nicht dazu, und wenn es bedeu­te­te das rus­si­sche Joch los­zu­wer­den, dann war von Mit­ge­fühl mit ihnen kei­ne Spur, dafür jedoch von Mas­sen­grä­bern. Das ist, wor­über die Geschich­te schließ­lich geur­teilt hat, eben­so wie die Geschich­te über jene urtei­len wird, die aus dem­sel­ben Grund der Ukrai­ne ihre Hil­fe ver­weh­ren wol­len.

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Cor­du­la Simon, geb. 27.3.1986 in Graz, bis 2011 Stu­di­um der deut­schen und rus­si­schen Phi­lo­lo­gie sowie Gen­der Stu­dies in Graz und Odes­sa und Mit­ar­bei­te­rin der Jugend-Lite­ra­tur-Werk­statt Graz. Seit­her freie Autorin. Mit­glied des ACIPSS mit Schwer­punkt der wis­sen­schaft­li­chen Tätig­keit auf: Medi­en, Lin­gu­is­tik, Pro­pa­gan­da, Fake News, Des­in­for­ma­ti­on, Mis­in­for­ma­ti­on, Media­le Lite­r­a­ri­zi­tät, Digi­ta­li­sie­rung und Extre­mis­mus. Prei­se und Sti­pen­di­en (Aus­wahl): manu­skrip­te-För­der­preis 2010. Gus­tav-Reg­ler-För­der­preis des Saar­län­di­schen Rund­funks 2011. Rot­ahorn Lite­ra­tur­för­der­preis 2012. Nomi­niert für den Inge­borg-Bach­mann-Preis 2013. 2013 Sti­pen­dia­tin des Lite­ra­ri­schen Col­lo­qui­ums Ber­lin. Lise-Meit­ner-Lite­ra­tur­preis 2013. Wri­ter in Resi­dence der One World foun­da­ti­on Sri Lan­ka 2014. Sti­pen­dia­tin des Künst­ler­hau­ses Edenk­o­ben 2020. Sti­pen­dia­tin der Kul­tur­in­itia­ti­ve Kür­bis 2020, Kurd-Laß­witz-Sti­pen­di­um Gotha 2022. Letz­te Bücher: Wie man schla­fen soll (2016), Der Neu­bau­er (2018) und Die Wöl­fe von Pri­pyat (2022), alle im Resi­denz Ver­lag.

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„Hier und Heu­te – 100 Posi­tio­nen öster­rei­chi­scher Gegen­warts­li­te­ra­tur” ist ein Gemein­schafts­pro­jekt von Ger­hard Ruiss, VOLLTEXT und den bei­tra­gen­den Autorin­nen und Autoren. Die Tex­te der Serie erschei­nen wöchent­lich, jeweils am Frei­tag, und kön­nen auch als News­let­ter abon­niert wer­den. „Hier und Heu­te – Posi­tio­nen öster­rei­chi­scher Gegen­warts­li­te­ra­tur” wur­de auf Initia­ti­ve von Claus Phil­ipp durch Spen­den für den Lese­ma­ra­thon Die Pest sowie eine För­de­rung der Stadt Wien als Bei­trag zur Bewäl­ti­gung der Coro­na-Kri­se ermög­licht. Die ursprüng­lich für ein Jahr geplan­te Serie wird nun zur Hin­füh­rung auf den Öster­reich-Schwer­punkt der Leip­zi­ger Buch­mes­se bis März 2023 fort­ge­setzt.

Online seit: 5. August 2022

Zuletzt geän­dert: 5. Aug. 2022