„Dreckroman! Mist! Aufgeblasenes Nix! Ja, du Idiot!!“

Die unbe­kann­ten Anfän­ge eines lite­ra­ri­schen Sisy­phos: Zu Ste­fa­no Apos­to­los Stu­die über Tho­mas Bern­hards erfolg­lo­se frü­he Pro­sa. Von Franz Haas
Thomas Bernhard, Schwarzach St.Veit, Typoskript 1957

Typo­skript­sei­te aus dem Kon­vo­lut „Schwarz­ach St. Veit“ aus dem Jahr 1957. (Illus­tra­ti­on aus: Huber, Mit­ter­may­er, Karl­hu­ber (Hrsg.): Tho­mas Bern­hard und sei­ne Lebens­men­schen).

Der Meis­ter der fun­keln­den Fins­ter­nis, der Über­trei­bun­gen und der unend­li­chen Satz­ge­fü­ge ist nicht im Jahr 1963 vom Him­mel gefal­len. Als Tho­mas Bern­hard sei­nen ers­ten Roman Frost publi­zier­te, hat­te er schon eini­ge Jah­re der ver­geb­li­chen Mühe mit Pro­sa­wer­ken hin­ter sich, und drei nam­haf­te deut­sche Ver­la­ge hat­ten dem Öster­rei­cher schmäh­li­che Abfuh­ren erteilt. Die wich­tigs­ten die­ser Roman­ver­su­che sind immer noch unver­öf­fent­licht und schlum­mern im der­zeit nicht mehr zugäng­li­chen Bern­hard-Nach­lass, um den sich kom­pli­zier­te Riva­li­tä­ten und Intri­gen ran­ken.

Sen­sa­tio­nell ist nicht nur die Tat­sa­che, dass es von einem welt­be­rühm­ten Autor über­haupt noch unpu­bli­zier­te Wer­ke gibt, wo doch sonst jeder Küchen­zet­tel der inter­na­tio­na­len Lite­ra­tur­stars abge­druckt wird. Bei­spiel­los ist auch