Ein komischer letzter Seufzer

Schwer­mü­ti­ges Stau­nen über all­täg­li­che Merk­wür­dig­kei­ten: James Gor­don Far­rells Trou­bles zeigt Irland in der trau­ma­ti­sier­ten Wahr­neh­mung eines Kriegs­heim­keh­rers. Von John Ban­ville

In Derek Mahons bedeu­ten­dem Gedicht „A Disu­s­ed Shed in Co. Wex­ford“ („Ein alter Schup­pen in der Graf­schaft Wex­ford“) fin­den sich zwei Rei­sen­de „Tief auf dem Gelän­de eines aus­ge­brann­ten Hotels, / Zwi­schen den Bade­wan­nen und den Wasch­be­cken“, öff­nen unter Mühen eine lan­ge ver­schlos­se­ne Tür und kom­men in einen Raum, wo im Dun­kel eine Unzahl von Pil­zen wuchert. Schon seit Jahr­zehn­ten, stellt sich der Dich­ter vor, sind die­se Pil­ze hier, war­ten dar­auf, dass in ihre schlei­mi­ge, düs­te­re Welt der Segen des Lichts Ein­zug hält:

„Ret­te uns, ret­te uns“, schei­nen sie zu sagen,
„Damit nicht der Gott uns ver­las­se,
Uns, die wir es in Dun­kel­heit und Schmerz so weit
     gebracht haben.
Auch wir hat­ten unser Leben zu leben …“

Das Gedicht ist eine Toten­kla­ge auf unter­ge­gan­ge­ne Wel­ten – „Die Ver­lo­re­nen von Treb­linka und Pom­pe­ji!“ – und ganz beson­ders