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VOLLTEXT 3/2022

VOLLTEXT 3/2022

€5,90

Mit Bei­trä­gen von Cle­mens J. Setz, Julia Scho­ch, Andre­as Mai­er, Alex­an­der Klu­ge, Chris­toph W. Bau­er, Arno Gei­ger, Tere­sa Prä­au­er, Nor­bert Gst­rein, Fran­zis­ka Thun-Hohen­stein, Felix Phil­ipp Ingold, Micha­el Braun, Paul-Hen­ri Camp­bell, Tho­mas Sträss­le, Karl-Mar­kus Gauß, Cor­du­la Simon, Susan­ne Schley­er, Enzo Pel­li, Anna Het­zer, Petra Nagen­kö­gel, Ágnes Nemes Nagy, Georg Leß und Uwe Schüt­te.

Umfang: 76 Sei­ten
For­mat: PDF
Die Datei ist durch ein digi­ta­les Was­ser­zei­chen mar­kiert und durch ein Pass­wort geschützt. Das Pass­wort zum Öff­nen der PDF-Datei ist Ihre E‑Mail-Adres­se.

Kategorien: 2022, Ausgaben
  • Beschreibung

Beschreibung

Mein schö­ner klei­ner Biber
Cle­mens J. Setz über Tho­mas Pyn­chons Sterb­lich­keit und Erbar­men in Wien

Schrei­ben in der Erre­gungs­röh­re
Sol­len Künst­ler zu Wort­füh­rern von Debat­ten wer­den? Von Julia Scho­ch

„Selt­sam, wie alles wei­ter­geht, ohne einen sel­ber“
Chris­toph W. Bau­er über Emma­nu­el Bove

Neu­lich
Andre­as Mai­er liest Karl May und beru­higt sich

Knie­fall­phi­lo­lo­gie
Wie Emil Staiger aus der Mode kam. Von Tho­mas Sträss­le

Die Welt am Abgrund
Uwe Schüt­te über Hen­drik Otrem­bas Roman Beni­to

Aus dem Zet­tel­werk
Von Karl-Mar­kus Gauß

Wie­der ein Som­mer
Von Nor­bert Gst­rein

Gewalt, die dunk­le Sei­te der Anti­ke
Mate­ria­li­en und Tex­te aus den sie­ben Kör­ben. Von Alex­an­der Klu­ge

Gedich­te als Fremd­gän­ger
Felix Phil­ipp Ingold über das Wie­der­le­sen eige­ner Tex­te

Ent­mensch­li­chun­gen
Von Cor­du­la Simon

Das Leben schrei­ben
Fran­zis­ka Thun-Hohen­stein über War­lam Scha­la­mow

Ein Spiel gegen sich selbst
Lek­tü­re­no­ti­zen von Petra Nagen­kö­gel

20 Jah­re VOLLTEXT
Zah­len & Namen

Prä­au­er streamt „Lie­be und Anar­chie“
Von Tere­sa Prä­au­er

Schley­ers Foto­jour­nal

Die Bewoh­ner von Châ­teau Tal­bot
Von Arno Gei­ger

Lyrik-Log­buch
Mit Ein­tra­gun­gen zu Gedich­ten von Enzo Pel­li, Georg Leß, Anna Het­zer, Ágnes Nemes Nagy

Preis-Tele­gramm 

Ter­mi­ne

* * * * *

Zita­te VOLLTEXT 2/2022

„1977 tra­ten Frank­reichs Intel­lek­tu­el­le, von Sart­re und de Beau­voir bis zu Ara­gon und Bar­thes, für die Lega­li­sie­rung der Pädo­phi­lie ein.“

„Die kräf­te­zeh­rends­te Auf­ga­be besteht im Aus­blen­den des bedrückenden Infor­ma­ti­ons­t­s­una­mis und dem Ein­blen­den oder eher: der Auto­sug­ges­ti­on der eige­nen Bedeut­sam­keit.“

„Wenn man nur gewusst hät­te, was noch alles kommt! Dann hät­te man die Ver­gan­gen­heit schon damals, als sie noch Gegen­wart war, als eine Zeit der Glückseligkeit begrif­fen.“

„Und ich saß da und heul­te über den Abschied eines Kugel­blit­zes. Dude. Wie war das mög­lich?“

„Sie waren nach Tulln gezo­gen, damit Bove Zeit hat­te, sein Buch zu schrei­ben. Nur kamen sie dort vor Hun­ger fast um.“

„Bove soll hun­dert Ziga­ret­ten am Tag kon­su­miert haben. Wem auch immer Bove in Tulln begeg­net ist, mit Sicher­heit einem Tra­fi­kan­ten.“

„Bove passt nicht in sei­ne Zeit, er hat kei­ne Ideo­lo­gie zu verkünden.“

„Taci­tus hat die Gedich­te Neros gele­sen, die noch im Han­del waren. Im 2. Jahr­hun­dert nach Chris­tus konn­te man noch in den Buch­han­del gehen und die Gedich­te Neros erwer­ben.“

„Genos­se Tito, du wei­ßes Veil­chen …“

„Avant­gar­de ist der Ver­such, das Revier des Kom­mer­zes bestän­dig aus­zu­wei­ten, die Avant­gar­dis­ten sind die Fähr­ten­su­cher des Kapi­tals.“

„Man stel­le sich vor, die rund 400 (oder sind es nicht eher 4000?) Lite­ra­tur­ju­rys im deut­schen Sprach­raum bekä­men lau­ter anony­me Tex­te zur Beur­tei­lung vor­ge­legt – uns­re lite­ra­ri­sche Land­schaft und der gesam­te Lite­ra­tur­be­trieb sähen völ­lig anders aus.“

„Wenn ich nun durch Zufall auf eige­ne, älte­re Gedich­te sto­ße, tritt eben dies ein: Ich neh­me sie zunächst als anony­me Fremd­tex­te wahr, auch dann, wenn mein Name dar­über oder dar­un­ter steht.“

„Wenn die Bau­tä­tig­kei­ten abge­schlos­sen sind, wird die­ser Ort, zehn Kilo­me­ter südlich von Frank­furt, wie der Ring­gra­ben am Todes­stern aus­se­hen.“

„Es waren die Wie­ner Aktio­nis­ten, die den Ekel, die Schlacht um die Exkre­men­te zur Kunst­form adel­ten und so den Ekel­shows, dem Dschun­gel-TV, den Weg berei­te­ten.“

„Dass es ari­sche Juden gebe, davon war auch Hei­mi­to von Dode­rer überzeugt.“

„In the coun­try one’s soli­tu­de is geo­gra­phi­cal – one ist altog­e­ther out­side socie­ty, so soli­tu­de has a sen­si­ble geo­gra­phi­cal expl­ana­ti­on. In the city, one is alo­ne becau­se the world is made up of stran­gers.“

„Der Mensch, der jeden Tag neben mir zuge­bracht hat, wäh­rend ich die ers­ten bei­den Bücher schrieb, pos­tet jeden Tag etwas auf Face­book, damit wir, weit weg von der Front, wis­sen, dass er noch lebt.“

„Ich wer­de mich nicht dafür ent­schul­di­gen, dass ich nicht will, dass mei­ne Freun­din­nen von rus­si­schen Sol­da­ten ver­ge­wal­tigt wer­den.“

„War­lam Scha­la­mow hat sein Leben und lite­ra­ri­sches Werk dem Staat, der ihn ver­nich­ten woll­te, buch­stäb­lich abge­trotzt.“

„Das zer­hack­te Gold­kreuz wird zum Sym­bol für den gewalt­sa­men Bruch in der rus­si­schen Geschich­te des 20. Jahr­hun­derts.“

„Er sag­te, er habe die Pflicht, das Gesche­hen in lite­ra­ri­sche Wor­te zu fas­sen und eine Pro­sa zu schrei­ben, die ‚durch­lit­ten ist wie ein Doku­ment‘ “.

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