Presseschau – 9. Juni 2025

Joy­ce Carol Oates / Szc­ze­pan Twar­doch / Tho­mas Mann / Colet­te / Ant­je Ravik Stru­bel / Mihail Sebas­ti­an …

NZZ
Colet­te war eine Star­au­torin in der ers­ten Hälf­te des 20. Jahr­hun­derts. Bei ihrem Tod rich­te­te Frank­reich ein Staats­be­gräb­nis aus
Sie hin­ter­liess ein gewal­ti­ges Werk, vie­le ihrer Bücher wur­den ver­filmt. Nun sind eini­ge von Colet­tes Wer­ken in neu­er deut­scher Über­set­zung wie­der erschie­nen.

Die Welt
Das deut­sche Buch, über das Ame­ri­ka spricht
So groß war lan­ge kein deutsch­spra­chi­ger Schrift­stel­ler mehr in den USA: Dani­el Kehl­manns Roman „Licht­spiel“ wird von ame­ri­ka­ni­schen Medi­en gefei­ert. Auch, weil sich das Land in der Geschich­te eines Oppor­tu­nis­ten wie­der­erkennt.

Die Welt
„Aschen­put­tel zeigt den Weg aus einer Depres­si­on her­aus“
Grimms Mär­chen kön­nen hel­fen, Depres­sio­nen zu hei­len. Davon ist die Biblio­the­ra­peu­tin Irm­gard von Richt­ho­fen über­zeugt. Im Gespräch erzählt sie, was Mär­chen kön­nen und ande­re Geschich­ten nicht – und wel­ches sie bei Mob­bing emp­fiehlt.

Die Welt
„Kannst Du mir nicht – eine ganz ernst­haf­te Bit­te – das Rezept ein­mal schi­cken?“
Wie kein Bio­graf vor ihm leuch­tet Til­mann Lah­me die Homo­se­xua­li­tät von Tho­mas Mann aus. Mit neu­en Quel­len wird deut­lich, dass der Schrift­stel­ler einen frü­hen Ver­trau­ten hat­te. Und wel­che Spu­ren spä­ter ver­wischt wur­den.

Die Welt
„Das Geschlecht­li­che ist ein ent­setz­li­ches Kreuz!“
Tho­mas Manns Leben war über­schat­tet durch sei­nen erbit­ter­ten Kampf gegen den eige­nen Eros. Zum 150. Geburts­tag wird das end­lich ernst genom­men. Wie ein Freund von Tho­mas Mann sich „umpo­len“ ließ und war­um heu­te nur noch weni­ge von „Schlüs­sel­loch-Phi­lo­lo­gie“ spre­chen.

FAZ
Wer sind die Män­ner, die an Kryp­to glau­ben?
Der Schrift­stel­ler Juan S. Guse ist mit Kryp­to-Boys klet­tern gegan­gen: „Tau­send­mal so viel Geld wie jetzt“ erzählt vom Digi­tal­ka­pi­ta­lis­mus, von den U‑40-Män­nern, die ihn vor­an­trei­ben und davon, war­um sie tun, was sie tun.

FAZ
Zur Höl­le soll­te er gehen: Ant­je Rávik Stru­bel und „Der Ein­fluss der Fasa­ne“
Was hat die Jour­na­lis­tin Hel­la Karl mit dem Sui­zid des Thea­ter­in­ten­dan­ten Kai Hoch­werth zu tun? Ant­je Rávik Stru­bel stellt im Gespräch ihr Buch „Der Ein­fluss der Fasa­ne“ vor.

FAZ
Sen­si­bler Künst­ler und poli­ti­scher Akti­vist
Das mensch­li­che Leben in sei­ner gan­zen Fül­le: Tho­mas Mann dach­te sich ein Werk aus, das Huma­ni­tät und Indi­vi­dua­li­tät glei­cher­ma­ßen fei­ert. Es ist das Bes­te, was man lesen kann.

Die Zeit
Der tra­gi­sche Zau­be­rer
Vor 150 Jah­ren wur­de Tho­mas Mann gebo­ren. Til­mann Lah­mes erstaun­li­che Bio­gra­fie bie­tet einen völ­lig neu­en Blick auf Leben und Werk des Lite­ra­tur-Nobel­preis­trä­gers.

Die Pres­se
Der Storch weiß es
Von der Kul­tur­ge­schich­te der Stör­che, einem Kapi­tän, der das Wet­ter liest, und der For­de­rung, Flüs­se als Lebe­we­sen zu betrach­ten.

Die Pres­se
Didi Drob­na schreibt über die schwie­ri­ge Bezie­hung zu ihrem Vater
Auch nach Jah­ren in der neu­en Hei­mat bleibt Deutsch für den Vater fremd: Er wird stumm – und Didi Drob­na zur Ver­mitt­le­rin zwi­schen ihm und der Welt.

Die Pres­se
Das Ruhe­bett in der Höl­le
Joy­ce Carol Oates, die seit Jahr­zehn­ten für den Nobel­preis gehan­delt wird, hat wie­der einen umfang­rei­chen Roman geschrie­ben: „Der Schläch­ter“, der fik­ti­ve Bericht eines Arz­tes im Penn­syl­va­nia des 19. Jahr­hun­derts.

Frank­fur­ter Rund­schau
Immer ele­gan­ter als das Leben
Lang­ge­dich­te und Ver­wand­tes: Nad­ja Küchen­meis­ter und Mari­on Posch­mann, Moni­ka Rinck und Maria Ste­pa­no­va bei den Lyrik­ta­gen Frank­furt.

Der Stan­dard
„Die Null­li­nie“ über den bru­ta­len Kriegs­all­tag in der Ukrai­ne
Der pol­ni­sche Schrift­stel­ler Szc­ze­pan Twar­doch blen­det in dem Roman an die vor­ders­ten Front­ab­schnit­te des Ukrai­ne-Kriegs

Der Stan­dard
Lena Schät­tes Debüt­ro­man über einen fami­li­är ver­erb­ten Teu­fels­kreis
Vater, Toch­ter, Schnaps: Lena Schät­te schreibt in ihrem ers­ten Buch über die Lie­be zu einem schwie­ri­gen Vater und ver­zerr­te Eltern-Bil­der

Die Fur­che
„Was für Men­schen!“
In sei­nem Tage­buch erzählt der rumä­ni­sche Schrift­stel­ler Mihail Sebas­ti­an 1935–1944 von einer zer­klüf­te­ten Welt, in der sich sein Freun­des­kreis faschis­ti­schen Macht­ha­bern andient und dem Juden­hass frönt. Vor 80 Jah­ren war das, klingt aber plötz­lich ver­traut.

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Online seit: 9. Juni 2025

Zuletzt geän­dert: 9. Juni 2025