Presseschau – 5. Mai 2026

Judith Schalansky / KI-Bücher bei Amazon / Witold Gombrowicz / Shelly Kupferberg / Olivier Guez …

Online seit: 5. Mai 2026

NZZ
Achtung, schrottige KI-Bücher!
Wer auf Amazon Bücher kauft, findet eine Flut von minderwertigen KI-Titeln. Schweizer Buchhändler dagegen wollen keinen KI-Schrott verkaufen.

Die Welt
Der autistische Woody tippt „togbhdi nvza“. Seine Mutter übersetzt
Amerikaner sind besessen vom Autismus. Kein Wunder, dass ein Roman von Woody Brown, den Ärzte „geistig zurückgeblieben“ nannten, zum Bestseller wurde. Brown soll vier Sprachen beherrschen. Das Problem: Es gibt nur eine einzige Person, die ihn versteht.

FAZ
Erdbeeren und Bordeaux
Wenn ein Mensch stirbt, stehen wir mit leeren Händen da: Die Zeitschrift „Allmende“ gedenkt ihres langjährigen Herausgebers Hansgeorg Schmidt-Bergmann mit einem Sonderheft.

FAZ
Ein kaum verschlüsselter Bericht über die schwersten Jahre ihres Lebens
War die Sprachlosigkeit ihrer Mutter der Antrieb für Ruth Klüger, selbst über das Überleben in der Schoa zu schreiben? Nun erscheinen die Erzählungen von Alma Hirschel endlich doch noch.

Die Presse
Der Mut der Frauen in der Nazi-Zeit
Der neue Roman von „Isidor“-Autorin Shelly Kupferberg fußt auf wahren Begebenheiten, unter anderem auf der stillen Loyalität der Verwalterin Martha E.

Die Presse
Abgeschnittene Rattenschwänze und schamlose Liebesanfälle in Paris
Wie bringt man einen Matrosen zum Erbrechen? Witold Gombrowicz’ Berliner Tagebuch steckt voller Witz und Leidenschaft.

Frankfurter Rundschau
Vorsicht, es ist nicht ganz die Wahrheit
Christoffer Carlssons Kriminalroman „Hinter dem Nebel“ übers Schreiben, Spionieren und Morden.

Tagesspiegel
Auf der Spur von Claude Monet im Atelier von Elstir
Wie sich Marcel Proust in seinem Werk mit der Malerei auseinandergesetzt und dabei poetologisch Grenzen verschoben hat.

Die Zeit
Der alte Katholizismus will Frankreich zurückhaben
Rechts gegen links? Beim Streit zwischen dem Medienunternehmer Vincent Bolloré und prominenten Schriftstellern geht es vor allem um die Identität des Landes.

Die Zeit
„Die Leserinnen können extrem wütend werden“
Isabelle Herzog ist New-Adult-Bestsellerautorin. In ihrem neuen Buch, »Bookish Game. Schreib oder stirb, Darling«, rechnet sie mit ihrer Branche ab. Ist die wirklich eine solche Hölle?

Süddeutsche Zeitung
Die Frau, die den Irak erfand
Unter den Herren, die einst den Nahen Osten unter sich aufteilten, war Gertrude Bell die einzige Frau. Im Roman „Die Welt in ihren Händen“ entwirft Olivier Guez sie als gebildete Weltreisende, die doch nur das Beste wollte.

Stuttgarter Zeitung
Spannender als jeder Roman – Judith Schalanskys Poetikvorlesung
In „Marmor, Quecksilber, Nebel“ zeigt Judith Schalansky, wie Literatur der entzauberten Welt ihre Geheimnisse zurückerstatten kann.