Presseschau – 4. März 2026

Ernst Jünger / Peter Schneider / Buchhandlungen unter Extremismusverdacht / Liz Moore / Max Frischs Matura …

Online seit: 4. März 2026

NZZ
„Diese unsinnige Liebe ist der grösste Verdienst meiner Existenz“: Ernst Jünger kam in Wehrmachtsuniform zum ersten Kaffee mit Banine
Umm-el-Banine Assadoulaeff verliebt sich 1942 in den deutschen Besatzungsoffizier und Schriftsteller Ernst Jünger. Sie sucht spirituelle Verschmelzung, er wahrt kühle Distanz. Was bleibt, ist ein intimes Protokoll über Manipulation, Verehrung und die Lächerlichkeit der Liebe.

FAZ
Marx im Nacken, die Freiheit vor Augen
Sein „Lenz“ wurde zum Kultbuch all derer, die 1968 in der Revolution das individuelle Glück suchten: Zum Tod des Berliner Schriftstellers Peter Schneider.

FAZ
Die Grüne Insel und ihre Leichen im Keller
Süßer Vogel Jugend und Alkoholprobleme, Missbrauch und uneheliche Schwangerschaften: Colin Walshs Krimidebüt „Kala“ steckt voller Klischees – und überzeugt trotzdem.

FAZ
Extremismusverdacht: Weimer streicht drei Buchhandlungen von Preisliste
Kulturstaatsminister Weimer streicht drei Preisträger des Deutschen Buchhandlungspreises. Zu diesen lägen Erkenntnisse vom Verfassungsschutz vor. Für Extremisten dürfe es kein öffentliches Geld geben. Was steckt dahinter?

Die Presse
Noch nicht genügend: Was uns die Maturaaufsätze der Großen verraten
In der wiederentdeckten Deutsch-Matura von Max Frisch zeigt sich der spätere linke Literat als Wertkonservativer, der vor „geschlechtlichen Exzessen“ warnt. Aber auch die Reifeprüfungen anderer Berühmtheiten überraschen.

Die Presse
„Die Presse“ empfiehlt diese österreichischen Krimis
Endzeit-Thriller, Psychodrama, kuscheliger Gartenkrimi: Diese drei AutorInnen haben uns mit Spannung „Made in Österreich“ überzeugt.

Tagesspiegel
Der empfindsame Rebell: Zum Tod des Schriftstellers Peter Schneider
Er war ein wichtiger Chronist der Achtundsechziger-Bewegung: Jetzt ist der Schriftsteller Peter Schneider, der auch andere deutsche Vergangenheitsschichten erkundete, im Alter von 85 Jahren gestorben.

Frankfurter Rundschau
Nachruf auf Peter Schneider – Wir könnten immer die sein, die sich irren
Zum Tod des Schriftstellers Peter Schneider, der 85 Jahre alt wurde: Ein später, aber dafür ein großer, sehr großer Dank.

Frankfurter Rundschau
Auch wenn es nur kleine Schritte sind
Liz Moores stiller Roman „Der andere Arthur“

Die Zeit
Waren diese Läden zu links?
Eine Jury ehrt im Auftrag von Kulturstaatsminister Wolfram Weimer die besten deutschen Buchhandlungen. Doch dann verschwanden drei Nominierte von der Liste.

Berliner Zeitung
Tod, Liebe und Zerfall
Unser Autor ist unzufrieden mit David Vajdas erstem Roman „Diamanten“. Dennoch ahnt er, dass das Buch bei anderen Lesern höchsten Anklang finden wird. Die Kritik.

Süddeutsche Zeitung
Buchhandlungspreis: „Wir werden gerichtlich gegen den Verfassungsschutz vorgehen“
Der Göttinger Buchladen Rote Straße sollte den Deutschen Buchhandlungspreis bekommen. Doch wegen „verfassungsschutzrelevanter Erkenntnisse“ strich Wolfram Weimer ihn von der Nominierungsliste. Mechthild Röttering, eine der Geschäftsführerinnen, fragt sich, ob sie je erfahren wird, warum.

Süddeutsche Zeitung
Zum Tod von Peter Schneider: „Er wusste um seine vielen Freunde“
Der Schriftsteller verstarb am Dienstagabend nach langer Krankheit. Der Regisseur Volker Schlöndorff erinnert an Schneiders letzte Tage in Berlin und an 50 Jahre Freundschaft.