NZZ
Auf der Karlsbrücke tummeln sich Elche mit phosphoreszierenden Geweihen – Michal Ajvaz’ phantastischer Prag-Roman „Die andere Stadt“
Mit über dreissig Jahren Verspätung erreicht ein Klassiker der tschechischen Postmoderne endlich das deutschsprachige Publikum. Darin begibt sich ein einsamer Held auf die Jagd nach den Geheimnissen einer rätselhaften, surrealen Welt.
Welt
Der Theologe, der junge Menschen mit Lesen erlöst
Studenten lesen keine Literatur mehr – außer bei Justin McDaniel. Der Professor erlöst sie vom Smartphone. Sein Rezept: Ausgerechnet „Bücher, die traurig anfangen, in der Mitte traurig sind und traurig enden“ machen die jungen Leute glücklich und frei.
FAZ
Die Fassadenwelt der Barrister
So klug kann Krimi sein: Die ehemalige Kronanwältin Sally Smith debütiert mit „Der Tote in der Crown Row“. Schon jetzt kann man sich auf die nächsten Teile freuen.
FAZ
Das klingt vor allem sehr kühn
Rassismus, menschliche Hybris, Ausbeutung der Natur: Christoph Nußbaumeders Roman „Das Herz von allem“ verhandelt die großen Themen der Kolonisierung Amerikas. Sprachlich ist er allerdings misslungen.
FAZ
Ein sehr kalter Krieg
Im Mittelpunkt von Kjell Westös Roman „Dämmerung“ über den sogenannten Lapplandkrieg steht eine unwahrscheinliche Liebesgeschichte. Nun erscheint das Meisterwerk der finnlandschwedischen Literatur endlich auf Deutsch.
FAZ
„The Final Score“: Don Winslow ist zurück
Don Winslows »The Final Score« umfasst sechs Storys. Der US-Autor zeigt sich dabei gewohnt erzählfreudig.
Frankfurter Rundschau
Auf dickem Eis
Finsteres Kanada: „Endzeit“, der vierte Ted-Garner-Kriminalroman von Frauke Buchholz.
Der Standard
Schonungslos ausgewogen: Katharina Pragers Karl-Kraus-Buch
Die Karl-Kraus-Spezialistin Katharina Prager führt in einer Biografie gekonnt durch das Leben des Wiener Schriftstellers, Publizisten und Medienkritikers Karl Kraus.
Süddeutsche Zeitung
Wo versteckt sich der Erfolg?
New Adult erobert den Buchmarkt, erwachsene Leser wollen niveauvoll unterhalten werden. Auf welche Ideen die Branche kommt, wenn nichts mehr gewiss ist: ein Besuch beim Aufbau Verlag.
Süddeutsche Zeitung
Angst und Vorurteil
Zwei junge Männer verlieben sich ineinander. Der eine hat muslimische Wurzeln, der andere ist Jude. Ist das Kitsch oder Utopie? „Mo & Moritz“, der neue Jugendroman der österreichischen Autorin Julya Rabinowich, ist jedenfalls: ein Wagnis.
