Presseschau – 23. April 2026

Lite­ra­tur­fest Mün­chen / Kamel Daoud / Mar­kus Orths / Ele­na Ferran­te / Fer­nan­do Aram­bu­ru / Tho­mas Brussig …

NZZ
„Ich habe sie geliebt“, schreibt Fleur Jaeg­gy über ihre Freun­din Inge­borg Bach­mann
Fleur Jaeg­gy beschreibt in «Die letz­ten Tage von Inge­borg», wie sie den tra­gi­schen Tod ihrer Dich­ter­freun­din erleb­te. Und zeich­net eine Freund­schaft zwi­schen uner­füll­ter Lie­be und Men­to­rat.

FAZ
Was die Lite­ra­tur von Pus­sy Riots Pro­tes­ten ler­nen kann
Wenn Kunst poli­tisch wird: Das Mün­che­ner Lite­ra­tur­fest macht die Stadt noch eine Woche lang zur Hei­mat des lite­ra­ri­schen Exils. Und es fin­det viel­fäl­ti­ge Prä­sen­ta­ti­ons­for­men. Nicht nur Mari­ja Aljochi­na von „Pus­sy Riot“ ist zu Gast.

FAZ
Er soll mund­tot gemacht wer­den
Der Autor Kamel Daoud wur­de wegen sei­nes Romans „Huris“ mit dem Prix Gon­court aus­ge­zeich­net, als ers­ter Alge­ri­er. Und nun von einem alge­ri­schen Gericht zu drei Jah­ren Haft ver­ur­teilt.

Frank­fur­ter Rund­schau
Ich fühl­te sei­nen Schmerz
Sät­ze, die ver­flixt oft in Roma­nen vor­kom­men, und eine außer­or­dent­lich durch­ge­knall­te Geschich­te von Mar­kus Orths – der aus sei­ner Lie­be zum Fabu­lie­ren in „Die Enthu­si­as­ten“ wie­der gro­ßes lite­ra­ri­sches Kino macht.

Ber­li­ner Zei­tung
Publi­zie­ren oder unter­ge­hen! Wie die Wis­sen­schaft ihre Glaub­wür­dig­keit ver­liert
For­scher wer­den nur an der Zahl ver­öf­fent­lich­ter Stu­di­en gemes­sen. Ver­la­ge machen rie­si­ge Gewin­ne. Das Wis­sen­schafts­sys­tem gefähr­det sich selbst.

Ber­li­ner Zei­tung
Tho­mas Brussig lässt sich beim Schrei­ben rein­re­den
Der nächs­te Roman von Tho­mas Brussig spielt im Jahr 2084. Er han­delt von einem Mit­tel zum Glück­lich­sein. Der Autor erlaubt schon vor Erschei­nen, dar­über zu dis­ku­tie­ren.

Tages­spie­gel
Nach Eklat und Absa­ge von Comic­fes­ti­val: Neu­start in Angoulê­me mit Frau­en-Duo an der Spit­ze
Miss­ma­nage­ment- und Sexis­mus-Vor­wür­fe haben Euro­pas wich­tigs­tes Comic­fes­ti­val in die Kri­se gestürzt. Nun gibt es eine neue Lei­tung. Doch die bis­he­ri­gen Orga­ni­sa­to­ren gehen dage­gen recht­lich vor.

Der Stan­dard
In Mich­al Tal­los Erzähl­kos­mos hört man das Cha­os slo­wa­kisch rau­schen
Der Pro­sa­band „Alles in Ord­nung, Lie­be über­all“ erzählt von den ver­stö­ren­den Defek­ten unse­rer Zivi­li­sa­ti­on. Gemeint ist nicht nur unser öst­li­ches Nach­bar­land

Stutt­gar­ter Zei­tung
Die Lite­ra­tur­wis­sen­schaft­le­rin ret­te­te Stutt­gar­ter Frau­en­ge­schich­te
Mascha Riepl-Schmidt, eine Exper­tin der Frau­en­ge­schich­te in Stutt­gart, ist ver­stor­ben. Wie die Per­sön­lich­kei­ten, über die sie schrieb, woll­te sie den Mund auf­ma­chen.

Süd­deut­sche Zei­tung
Kei­ne Zei­le darf ver­lo­ren gehen
Wer hin­ter dem Pseud­onym Ele­na Ferran­te steckt und schreibt, ist nach wie vor unbe­kannt. Ihr Essay­band „An den Rän­dern“ ver­rät zumin­dest so viel: Sie ist eine lei­den­schaft­li­che Lese­rin. Vor allem von Büchern gro­ßer Frau­en.

Süd­deut­sche Zei­tung
„Er zer­stört, er ernied­rigt, es macht ihm offen­sicht­lich Spaß, Leu­te spek­ta­ku­lär zu ent­las­sen“
Was kön­nen Lite­ra­ten gegen die neu­en Rech­ten tun? Ein Gespräch mit der fran­zö­si­schen Best­sel­ler­au­torin Vir­gi­nie Despen­tes über die Dis­kurs­ver­schie­bung und die Spal­tung der Gran­de Nati­on, die der rechts­extre­me Mil­li­ar­där Vin­cent Bol­lo­ré auch in ihren Ver­lag getra­gen hat.

Süd­deut­sche Zei­tung
Das eine Mal, als es wirk­lich inter­na­tio­na­le Soli­da­ri­tät gab
Der Jour­na­list Paul Ingen­da­ay erzählt in sei­ner his­to­ri­schen Repor­ta­ge „Ent­schei­dung in Spa­ni­en“ erschüt­ternd, wie Künst­ler aus ganz Euro­pa in den Spa­ni­schen Bür­ger­krieg zogen: Der letz­te Kampf für poli­ti­schen Idea­lis­mus.

Süd­deut­sche Zei­tung
Kann man Kunst bestra­fen?
Wie jeder wei­ner­li­che Jude bin ich der Ansicht, dass ich die­sen Scheiß nicht ver­dient habe: Ein paar Gedan­ken zu Kul­tur­boy­kot­ten.

Süd­deut­sche Zei­tung
Zwei Trot­tel wol­len Ter­ro­ris­ten wer­den
Der spa­ni­sche Schrift­stel­ler Fer­nan­do Aram­bu­ru hat eine schmerz­haf­te Spott-Sati­re über die Eta geschrie­ben. „Fabu­la“ zeigt, was pas­siert, wenn Ideo­lo­gien sich ver­selb­stän­di­gen.

 

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Online seit: 23. April 2026

Zuletzt geän­dert: 23. Apr. 2026