Presseschau – 21. Oktober 2024

Anne App­le­baum erhält Frie­dens­preis des Deut­schen Buch­han­dels / Rober­to Savia­no / Cle­mens Mey­er / Mir­cea Căr­tă­res­cu / Max Gross / Ada D’Adamo / Richard Powers / Ulri­ke Edschmid …

NZZ
„Eine Unver­schämt­heit!“, schimpft Cle­mens Mey­er, weil er den Deut­schen Buch­preis nicht erhal­ten hat. Ande­re sagen: „Ein gekränk­tes männ­li­ches Ego, wie süss“
Am Sonn­tag ging in Frank­furt die Buch­mes­se zu Ende. Den gröss­ten Erfolg dürf­te die neu ein­ge­rich­te­te Hal­le für New-Adult-Lite­ra­tur ver­zeich­net haben. Den gröss­ten Miss­erfolg erlitt nach eige­nem Ermes­sen wohl der Autor Cle­mens Mey­er.

NZZ
In Ita­li­en flo­gen die Fet­zen vor Beginn der Frank­fur­ter Buch­mes­se. Nun tre­ten die Autoren auf wie from­me Läm­mer
Das Gast­land der dies­jäh­ri­gen Buch­mes­se lös­te mit der Aus­wahl für die offi­zi­el­le Dele­ga­ti­on einen hef­ti­gen Streit aus. In Frank­furt hat sich die Streit­lust unter den ita­lie­ni­schen Intel­lek­tu­el­len zur gedie­ge­nen Lan­ge­wei­le ver­flüch­tigt.

FAZ
Am Ende des lega­len Weges
Mit der Pogrom­nacht 1938 kippt die Hand­lung: Ein Gespräch mit dem Schrift­stel­ler Vol­ker Kut­scher über den Abschluss sei­ner Roman­rei­he um Kom­mis­sar Gere­on Rath, die als Vor­la­ge für „Baby­lon Ber­lin“ dien­te.

Die Welt
Juden – so gut ver­steckt, dass selbst der gründ­li­che Deut­sche sie über­sah
In Max Gross’ Roman „Das ver­ges­se­ne Schtetl“ haben Juden in den pol­ni­schen Wäl­dern den Holo­caust über­lebt. War­um aus der Idee, ein jüdi­sches Dorf als „gal­li­sches Dorf“ zu den­ken, ein genia­ler Lese­stoff gewor­den ist.

Die Welt
Die­ses Buch wird von den sie­ben Erz­engeln erzählt
Wie ein Jun­ge aus der Wala­chei zum grau­sa­men Kai­ser von Äthio­pi­en wur­de: In „Theo­do­rus“ erzählt der rumä­ni­sche Lite­ra­tur­star Mir­cea Căr­tă­res­cu eine bio­gra­fi­sche Fan­ta­sie, die vom König Salo­mon bis zum Jüngs­ten Gericht reicht.

Die Welt
„Unse­re ita­lie­ni­sche Gegen­wart ist auch eure Zukunft in Deutsch­land“
Ita­li­en ist Gast­land der Frank­fur­ter Buch­mes­se. Die Regie­rung woll­te den regie­rungs­kri­ti­schen Autor Rober­to Savia­no nicht im offi­zi­el­len Pro­gramm haben. Trotz­dem oder gera­de des­we­gen pil­gern die Fans zu sei­nen Auf­trit­ten.

Tages­spie­gel
Frie­dens­preis für Anne App­le­baum: Pazi­fis­mus nützt nur Putin
Die His­to­ri­ke­rin und Ost­eu­ro­pa-Exper­tin Anne App­le­baum for­dert bei ihrer Dan­kes­re­de die west­li­chen Demo­kra­tien auf, der Ukrai­ne mit allen Mit­teln zum Sieg zu ver­hel­fen.

Tages­spie­gel
„Ein Para­dox, das ich nicht auf­lö­sen kann“: Wie die Anar­chis­tin Pau­la Ben-Guri­on zur Gat­tin eines Staats­grün­ders wur­de
Ste­phan Abar­ba­nell hat ein hoch­ak­tu­el­les Buch über die Frau von David Ben-Guri­on, den Grün­der des Staa­tes Isra­el, geschrie­ben: „Pau­la oder Die sie­ben Far­ben der Ein­sam­keit“.

Die Pres­se
Ada D’Adamo: Abschied von Toch­ter Daria
Die Ita­lie­ne­rin Ada D’Adamo erzählt in die­sem preis­ge­krön­ten Roman vom Leben mit ihrer behin­der­ten Toch­ter. Scho­nungs­los, ehr­lich – und vol­ler Poe­sie.

Die Pres­se
Richard Powers schreibt über das Meer und einen magi­schen Angel­ha­ken
Der US-ame­ri­ka­ni­sche Autor Richard Powers lässt in sei­nem Roman „Das gro­ße Spiel“ die Geschich­te von vier Men­schen und einer Insel im Pazi­fik zusam­men­lau­fen. Eine loh­nen­de Lek­tü­re.

Die Zeit
Was heißt denn ein „Sieg“ der Ukrai­ne?
Bei der Frie­dens­preis­ver­lei­hung redet die Publi­zis­tin Anne App­le­baum den Deut­schen in Bezug auf die Ukrai­ne ins Gewis­sen. Doch mit­un­ter macht sie es sich zu leicht.

Die Zeit
„Ich repa­rie­re Leben“
Ein Besuch bei Ulri­ke Edschmid, deren Roma­ne Kunst­wer­ke der Zuwen­dung sind, so auch der neue über die wil­de Sub­kul­tur der Sieb­zi­ger­jah­re.

Stutt­gar­ter Zei­tung
Frie­dens­preis­trä­ge­rin kri­ti­siert Pazi­fis­mus um jeden Preis
Anne App­le­baum nimmt den Frie­dens­preis des Deut­schen Buch­han­dels ent­ge­gen. Den Ruf nach „Nie wie­der Krieg“ sieht sie kri­tisch. Die wah­re Leh­re aus der deut­schen Geschich­te müs­se eine ande­re sein.

Stutt­gar­ter Zei­tung
Savia­nos „Rache“ auf der Buch­mes­se
Ehren­gast Ita­li­en nahm den regie­rungs­kri­ti­schen Autor Rober­to Savia­no nicht mit in sei­ne offi­zi­el­le Dele­ga­ti­on zur Buch­mes­se. Er kam trotz­dem – und bekräf­tigt sei­ne Kri­tik an der rech­ten Regie­rung.

 

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Online seit: 21. Okto­ber 2024

Zuletzt geän­dert: 21. Okt. 2024