NZZ
David Wojnarowicz zeichnet ein Amerika der verlorenen Unschuld, ein Amerika der Strichjungen und Prostituierten der 1990er Jahre
Der amerikanische Schriftsteller David Wojnarowicz hat in «Waterfront Journals» ein nüchternes Sittenbild von Sex, Gewalt und Repression entworfen.
Die Welt
„Der König hat nur einen einzigen Mann, und das ist seine Frau“
Marie Antoinette war Hassfigur und Sexsymbol. Und das erste prominente moderne Opfer eines „Regime Change“. Wie wenig der Einzelne zählt, wenn es zum zivilisatorischen Bruch kommt, zeigt jetzt ein erschütterndes Dokument, das auch zum Nachdenken über unsere Zeit anregt.
Die Welt
Die Liebe der Indianer zum Strukturalismus
Pynchon, Gaddis, Calvino, Perec – in diese Liga postmoderner Klassiker gehört auch der Argentinier César Aira mit seinem Roman „Der Hase“. Er nimmt die koloniale Epoche seines Landes aufs Korn. Ein hochironisches Lesevergnügen.
Die Welt
Das feiern wir im neuen Literaturjahr
Lesen Sie hier, welche Dichter und Denker 2026 gefeiert werden. Neben berühmten Namen ist auch ein Nazi-Philosoph dabei, ein Vogelprediger und ein Wiener Arzt, der uns beibrachte, dass wir vom Sex nicht (nur) träumen sollen.
FAZ
Das war ein Feuersturm, wie es in der Natur keinen gibt
Da verlieren Menschen jedes Gefühl für die Realität: Zu einem Satz über den Bombenkrieg aus Hinrich von Haarens Roman „Wildnis“.
Von Alexander Kluge
FAZ
Die Warnung aus der Kaffeetasse
Für ihre intensiven Porträts wird die Literatur von Gerda Blees hochgeschätzt. Nun erscheinen auch die frühen Erzählungen der niederländischen Erfolgsautorin auf Deutsch, „Sommerwasserlinsen“ heißt der Band.
FAZ
Und nicht nach dem Westen schielen
Wiederentdeckung nach mehr als fünfzig Jahren: Gerti Tetzners Roman „Karen W.“ erzählt von der DDR ohne kapitalistisches Gegenmodell.
FAZ
Viel Getöse um Gekröse
Auf den Philippinen kommt alles anders als erwartet: In Karl-Heinz Otts höchst gelungener Reise- und Theatergroteske „Die Heilung von Luzon“ bemerkt ein ehemals erfolgsverwöhnter Regisseur nicht, wie es um ihn steht.
Die Presse
Die dunkle Seite des American Dream
Die „Waterfront Journals“ von David Wojnarowicz geben heftige Einblicke in die USA der 1970er- und 1980er-Jahre.
Die Presse
Trump verwendet lieber Filzstifte
Kafka nutzte ihn für seine Notizen, Warlam Schalamow bei der Forstarbeit. Der vielseitige Schauspieler und Autor Hanns Zischler erzählt die Geschichte des Bleistifts und porträtiert diesen als unverwüstliches Schreibgerät.
Die Presse
Ein Imker lehrt uns sprechen
Der Dichter Peter Pessl arbeitet seit Jahrzehnten an einem eigengesetzlichen und rätselhaften sprachlichen Kosmos. Mit seinem neuen Buch „Dieser seltsame Salamander selbst“ steht er im Zenit seines Schaffens.
Die Presse
Die „Zeit der Oligarchen“ von Aldous Huxley war jahrzehntelang verschollen – es ist eine prophetische Schrift
Der 1946 erschienene Essay ist eine Kampfansage an die Über-Macht einer Elite.
Tagesspiegel
Zehn wichtige Bücher, die 2026 erscheinen: Von Judith Hermann über Sophie Passmann bis Monika Maron
Die Literatur schwingt sich auch im neuen Jahr zu Höchstleistungen auf. Ein Ausblick auf neue Romane und Bücher, die in den nächsten Monaten von sich reden machen werden.
Tagesspiegel
Kampfbomber über Paris und neue Formen des Schönen
Der letzte Band von Marcel Prousts „Recherche“ ist ein Roman über den Krieg und wie dieser insbesondere die obere Gesellschaftsschicht durcheinandergewirbelt hat.
Die Zeit
Seine Majestät
Herman Melvilles legendärer Büromensch Bartleby – er ist ein Held unserer Zeit.
Frankfurter Rundschau
Weiter als Weltreiche
„Der Tag vor der Revolution“: 25 Science-Fiction-Storys von Ursula K. Le Guin sind ein Füllhorn an Fantasie.
Frankfurter Rundschau
Die Zaunspringerin
Zum 80. Geburtstag blickt Ilma Rakusa auf eine Welt im Chaos – den Blick für das Zarte und Feine hat sie indessen nie verloren.
Frankfurter Rundschau
Niemand ist restlos unschuldig
Jo Nesbøs vertrackter, nuancierter Kriminalroman „Minnesota“.
Frankfurter Rundschau
… fand er sich in seinem Bett zu Franz Kafka verwandelt
Frank Witzel präsentiert 80 Texte ohne Gattungsbezeichnung. Die komplexen Strukturen verbinden Philosophie, Satire und existenzialistische Gedanken.
Süddeutsche Zeitung
Erste in der Ich-Klasse
Sie schrieb das erfolgreichste Debüt seit der „Blechtrommel“ und machte ihren Verleger reich – später wurde bei Brigitte Schwaiger eine Borderline-Störung diagnostiziert, sie galt als schwierig, wurde vergessen. Jetzt ist ihre Wiederentdeckung in voller Blüte, endlich!
