Presseschau – 19. März 2026

Katerina Poladjan gewinnt Preis der Leipziger Buchmesse / Lukas Rietzschel / Thomas Hettche / Gianna Lange …

Online seit: 19. März 2026

NZZ
„Foucault war mit seinem glattrasierten Schädel der König der Geisteswissenschaften – und ist bis heute unerreicht“
Der emeritierte Stanford-Professor Hans Ulrich Gumbrecht schaut auf sein Leben als transatlantischer Intellektueller zurück. Im grossen NZZ-Gespräch erklärt er, wie Geisteswissenschafter zu Stars werden konnten – und wieso er fast nie ein Buch zu Ende gelesen hat.

NZZ
Martin Walser besass ein Haus am Bodensee. Friedrich Dürrenmatt und Max Frisch fuhren mit ihren Jaguar-Wagen um die Wette – heute können immer weniger Schriftsteller vom Schreiben leben
Während einige wenige Autoren Millionen verdienen, sinken die Einkommen der meisten. Der Fall Christoph Poschenrieder zeigt, wie prekär ein Beruf geworden ist, der einst Wohlstand versprach.

Die Welt
Maximilian Krahs 600-Seiten-Coaching für den orientierungslosen Jungeuropäer
Maximilian Krah ist von der Leipziger Buchmesse ausgeladen worden. Der AfD-Politiker wollte dort aus seinem Roman „Die Reise nach Europa“ vortragen. Lesen kann man den aber auch so. Und was drinsteht, ist beziehungsreich.

Die Welt
Und dann erklärt Wolfram Weimer das „Habermas-Verfahren“
Showdown in Leipzig: Seit Wochen bringt Kulturstaatsminister Wolfram Weimer die Buchbranche gegen sich auf. Jetzt musste er vor ihr auftreten. Es gab Buh-Rufe – und eine überraschende Ermahnung von Sachsens Ministerpräsident.

Die Welt
Gegen die „große Gereiztheit“ stellt die Literatur das Spielerische
Bei den Preisen der Leipziger Buchmesse dominieren die historischen Stoffe. Erzählt wird von Krieg, Flucht und den seelischen Folgen der Totalitarismen. Die Belletristiksiegerin Katerina Poladjan beschwor als Gegengift die Utopie des Erzählens.

Die Welt
Wenn Männer kaum noch Bücher lesen, liegt das daran, dass es keine Deightons mehr gibt
Der Brite Len Deighton wurde zum Bestsellerautor mit Spionageromanen und Sachbüchern über den Krieg. Jetzt ist er mit 97 gestorben – als einer der letzten seiner Art.

FAZ
Familie heißt doch nicht, dass man sich kennt
Wo bleiben all die Bookfluencer? Gianna Langes Debütroman „Und dann springen wir“ verdient Aufmerksamkeit.

Wer darf hier was noch sagen? Sind die Bücher auch alle auf Linie? Hier kommt die Suada des F.A.S.-Feuilletons mit dem Branchengossip zur Leipziger Buchmesse.

FAZ
Wider den fortschreitenden Uhrzeigersinn
Cocteau und andere lassen grüßen: Mirko Bonnés neuer Gedichtband „Wege durch Spiegel“.

FAZ
Das Kind der Großmutter
Oliwia Hälterlein verordnet der postmigrantischen Literatur mit dem Roman „Wir Töchter“ eine feministische Radikalkur.

FAZ
Wie aktuell ist Thomas Manns Zauberberg?
Thomas Manns „Zauberberg“ bleibt ein Publikumsliebling. Beim Roman-Herzog-Institut in München zeigt sich, warum die Deutschen „ihren“ Mann so gerne lesen – das hat nicht nur inhaltliche Gründe.

Die Presse
24 Gipfel des Vorleseglücks: Ein neuer Kanon für alle, die Kinderbücher unendlich lieben
Viele Kinderbücher, die Zeug zum Klassiker haben, bleiben heute Geheimtipps. Was soll man also heute wirklich gemeinsam lesen, an Neuem und jung Gebliebenem?

Frankfurter Rundschau
Weimer wird bei der Buchmesse ausgebuht: Deutliche Töne
Das kommt dann doch nicht so oft vor: Staatsminister Wolfram Weimer wird bei der Eröffnung der Leipziger Buchmesse nicht nur kritisiert, sondern konsequent ausgebuht.

Frankfurter Rundschau
Frauen, die höflich sind
„Keine besonderen Auffälligkeiten“, Sophie Sumburanes Roman über den letzten Serienmörder der DDR.

Tagesspiegel
Im Zickzackkurs durch Raum und Zeit
Die Schriftstellerin Sara Barquinero erzählt in ihrem Debütroman „Ich werde allein sein und ohne Party“ vom jugendlichen Herumirren im Spanien der neunziger Jahre.

Tagesspiegel
Man kann ihr auch im Alter nicht entrinnen
Thomas Hettche erweist sich in seinem neuen Roman als sensibler Kartograf der Liebe in späten Jahren und erzeugt dabei eine flirrende Intensität.

Tagesspiegel
Schreiben trans Autoren besser über Sex, Kae Tempest?
In seinem zweiten Roman „Ein Leben lang gesucht“ erzählt der Londoner Autor von der Rückkehr und einem Aufbruch einer queeren Hauptfigur. Ein Gespräch über Schmerz, Spitznamen und Sexszenen.

Süddeutsche Zeitung
Wir, die Nachgeborenen
Lukas Rietzschel gilt schon länger als Stimme des Ostens in Literatur und Theater. In seinem neuen Roman „Sanditz“ steigert er sich zu großer Erzählkunst. Anruf bei einem Skeptiker, der den Hype noch nicht glauben will.

Süddeutsche Zeitung
Weiter schreiben in der Ferne
Wenn Schriftsteller fliehen müssen, lassen sie auch ihre Sprache, ihre Inspirationsquellen und ihr Netzwerk zurück. Wie kann das Schreiben im Exil trotzdem funktionieren? Zum Beispiel im Tandem mit Judith Hermann oder Saša Stanišić.

Süddeutsche Zeitung
Wir, die Nachgeborenen
Lukas Rietzschel gilt schon länger als Stimme des Ostens in Literatur und Theater. In seinem neuen Roman „Sanditz“ steigert er sich zu großer Erzählkunst.

Süddeutsche Zeitung
Preis der Leipziger Buchmesse geht an Katerina Poladjan
Sie gewinnt mit „Goldstrand“ in der Kategorie Belletristik. Die weiteren Auszeichnungen in den Kategorien Sachbuch und Übersetzung bekommen Marie-Janine Calic und Manfred Gmeiner.

Süddeutsche Zeitung
Weiter schreiben in der Ferne
Wenn Schriftsteller fliehen müssen, lassen sie auch ihre Sprache, ihre Inspirationsquellen und ihr Netzwerk zurück. Wie kann das Schreiben im Exil trotzdem funktionieren?

Die Zeit
Preis der Leipziger Buchmesse geht an Katerina Poladjan
Für ihren Roman „Goldstrand“ hat Katerina Poladjan den Preis der Leipziger Buchmesse gewonnen. 2022 hatte sie bereits auf der Shortlist gestanden.