Presseschau – 17. Mai 2021

Zum Tod des Dich­ters Said / Albert Camus und Maria Casa­rès / Rahel Varn­ha­gen / Lana Bastašić / Juli Zeh / Was ist aus dem „Lite­ra­ri­schen Quar­tett“ gewor­den? / Charles Bau­de­lai­re / Fati­ma Daas / Ling Ma / Mary Gaits­kill …

FAZ
Grenz­über­win­der woll­te er sein
Nach Deutsch­land kam er aus Zorn über sein Land, aber hier wur­de er zu einem der wich­tigs­ten Ver­mitt­ler der ira­ni­schen Kul­tur. Nun ist der Dich­ter SAID in Mün­chen gestor­ben.

FAZ
Lese­kreis Lock­down-Kri­tik (Pay­wall)
Was ist nur aus dem „Lite­ra­ri­schen Quar­tett“ gewor­den? Die tra­di­ti­ons­rei­che Bücher­sen­dung fällt unter Thea Dorn vor allem mit der Aus­wahl sei­ner Gäs­te auf.

FAZ
Charles Bau­de­lai­re: „Ohne Titel“
Er woll­te den Ruhm, nicht den Skan­dal. Doch mit den „Blu­men des Bösen“ wur­de er zum Inbe­griff des Poè­te mau­dit, des ver­fem­ten Dich­ters.

FAZ
Der ewi­ge Luft­kör­per
In der Pan­de­mie erweist sich eine Über­le­gung Dan­tes aus der „Com­me­dia“ als beson­ders ermu­ti­gend: das Kom­mu­ni­ka­ti­ons­prin­zip über den „Luft­kör­per“.

Die Welt
„Ich brau­che Dei­nen lan­gen Kör­per“ (Pay­wall)
Albert Camus galt als Inbe­griff des Man­nes, dem alles Gefüh­li­ge fremd ist. Der Brief­wech­sel mit sei­ner Gelieb­ten Maria Casa­rès zeigt einen ganz ande­ren Camus.

Tages­spie­gel
Scham und Selbst­hass
Die Kunst der Ver­schleie­rung einer homo­se­xu­el­len Frau in einer ara­bi­schen Fami­lie: Fati­ma Daas’ mit­rei­ßen­der Debüt­ro­man „Die jüngs­te Toch­ter“.

Tages­spie­gel
Der Kapi­ta­lis­mus ist die Pan­de­mie
„New York Ghost“ erzähl­te schon 2018 bril­lant vom Leben im pan­de­mi­schen Cha­os. Dann wur­de das Debüt von Ling Ma von der Wirk­lich­keit ein­ge­holt.

Tages­spie­gel
Mit einem Sexis­ten befreun­det
Mary Gaits­kill ver­sucht in „Das ist Lust“, der MeToo-Debat­te Kom­ple­xi­tät zu geben. Das gelingt ihr mit ihrer weib­li­chen Figur, nicht jedoch der männ­li­chen.

Tages­spie­gel
Im eis­kal­ten Was­ser der Erin­ne­rung
Lana Bastašić erzählt in ihrem packen­den Debüt­ro­man „Fang den Hasen“ von einer inten­si­ven Mäd­chen-Freund­schaft in Bos­ni­en.

Der Stan­dard
Deutsch-ira­ni­scher Dich­ter Said gestor­ben
In Mün­chen hat­te der Autor sein Exil gefun­den, in der deut­schen Spra­che sei­ne Hei­mat.

Die Zeit
Ein Blitz ging durch ihn hin­durch (Pay­wall)
In dem gera­de erschie­ne­nen Brief­wech­sel zwi­schen Albert Camus und Maria Casa­rès ist der fran­zö­si­sche Schrift­stel­ler als Lie­ben­der zu ent­de­cken.

Die Zeit
Zu viel Fan­ta­sie ist gefähr­lich
Die Erzähl­bän­de von Asja Bak­ić und Rum­e­na Buža­rovs­ka zei­gen Frau­en in den Straf­ko­lo­nien des Patri­ar­chats: in trost­lo­sen Ehen oder gleich im Welt­all.

NZZ
Solo­thurn ist über­all. Über die erquick­li­chen Vor­zü­ge von gestream­ten Lite­ra­tur­ta­gen (Pay­wall)
Man ist ja in die­sen Zei­ten der Pan­de­mie schon dank­bar, wenn Fes­ti­vals wenigs­tens online statt­fin­den. Aber die Not hat für ein­mal auch ihr Gutes.

Süd­deut­sche Zei­tung
Im dop­pel­ten Exil
Der Dich­ter SAID war eine prä­gen­den Stim­me der deut­schen Ein­wan­de­rer­li­te­ra­tur. Er kri­ti­sier­te Iran, ver­herr­lich­te aber auch den Wes­ten nicht.

Süd­deut­sche Zei­tung
Darf ich die­se Geschich­te erzäh­len? (Pay­wall)
Schrift­stel­le­rin Lena Gore­lik hat ihre Fami­li­en­ge­schich­te erzählt. Ein Gespräch über Fremd­sein und Ankom­men, Iden­ti­tät und Scham.

Frank­fur­ter Rund­schau
„Kann ein Frau­en­zim­mer dafür, wenn es auch ein Mensch ist?“
Zum 250. Geburts­tag von Rahel Varn­ha­gen: Ein Besuch bei der gro­ßen Ber­li­ner Salo­niè­re.

Frank­fur­ter Rund­schau
Der Dra­chen­schwanz des 11. Sep­tem­ber
Amy Wald­mans über­zeu­gen­der Afgha­ni­stan-Roman „Das fer­ne Feu­er“ beschreibt die ver­zwei­fel­te Lage im Land und die ver­hee­ren­de Selbst­täu­schung des Wes­tens.

Frank­fur­ter Rund­schau
Weg­sa­cken in Bra­cken
Juli Zeh schickt die Wer­be­tex­te­rin Dora von Ber­lin ins Bran­den­bur­gi­sche zu den Nazis, wo es anschei­nend immer noch ange­neh­mer ist als bei ihrem Freund.

Stutt­gar­ter Zei­tung
Dich­ter der Lie­be und des Exils (Pay­wall)
Aus sei­ner Liai­son mit der Spra­che ist ein viel­ge­stal­tes Werk her­vor­ge­gan­gen. Über­ra­schend ist der ira­nisch-deut­sche Dich­ter Said in Mün­chen gestor­ben.

Stutt­gar­ter Zei­tung
Alte Meis­ter, Ölma­gna­ten und Sadis­ten (Pay­wall)
In sei­nem Roman „Otmars Söh­ne“ ver­knüpft Peter Buwalda einen ver­schol­le­nen Sona­ten­satz Beet­ho­vens mit gesell­schaft­li­chen und sexu­el­len Macht­ver­hält­nis­sen.

—> Pres­se­schau als News­let­ter abon­nie­ren

* * *

Online seit: 17. Mai 2021

Zuletzt geän­dert: 17. Mai 2021