Presseschau – 13. März 2026

Dana Grigorcea / Lukas Rietzschel / Siri Hustvedt / Judith Holofernes / Thomas Hettche / Birgit Birnbacher …

Online seit: 13. März 2026

NZZ
In den vierziger Jahren wurde Los Angeles zum Zentrum deutschsprachiger Kultur. Doch bald gerieten die Emigranten erneut unter politischen Verdacht
Erst flohen sie vor den Nazis in die USA, dann vor den Kommunistenjägern zurück nach Europa. Der Autor Jan Jekal erzählt davon in seinem hervorragenden neuen Buch «Paranoia in Hollywood».

NZZ
„Literatur rettet uns“, sagt Dana Grigorcea
Die preisgekrönte Autorin Dana Grigorcea hat mit «Tanzende Frau, blauer Hahn» einen Roman über die Wendezeit in der rumänischen Prärie geschrieben. Gespräch über ein Lebensgefühl zwischen Verlust und Aufbruch.

Die Welt
„AfD oder Wölfe, alles andere wird schwierig“
Wie kein anderer Autor seiner Generation bietet Lukas Rietzschel literarische Qualität in einer jungen ostdeutschen Perspektive. Auch sein neuer Roman spielt an der polnischen Grenze.

Die Welt
„Wir lebten beide in den Seiten von Büchern“
Was ist bei Schriftstellerpaaren anders als bei allen anderen Paaren? Das kann man jetzt bei Siri Hustvedt nachlesen. Sie erinnert sich an 43 Jahre, die alle Klischees widerlegten.

Die Welt
„Die KI sieht uns so, wie Freud es sich gewünscht hätte – nackt“
Sind Chatbots nur raffinierte Papageien? Der Philosoph Markus Gabriel behauptet: Die KI weiß bereits, was uns wirklich wichtig ist – und stellt uns eine einzige Frage, an der sich die Zukunft der Menschheit entscheidet.

FAZ
Europa lebt noch – zumindest im Kaffeehaus
Robert Menasse hat die EU-Prosa erfunden und übt sich weiter darin: Für „Die Lebensentscheidung“ wählt er die Form der Novelle – und zeigt darin meisterlich die Geistestiefe eines sterbenden Idealisten.

FAZ
Übertrieben zu nett
Judith Holofernes erzählt in „Hummelhirn“ von einer Kindheit zwischen Träumerei und Lebensunfähigkeit, Anderssein und dem dringenden Bedürfnis, nicht aus dem Rahmen zu fallen.

FAZ
Bücher schreiben? Das kann doch auch eine KI!
Yascha Mounk behauptet, dank ChatGPT könnten die Geisteswissenschaften schon bald automatisiert werden. Ganz besonders gilt das für seine Bücher.

FAZ
Chemieverpestet und ipadverseucht
Aus dem Titel winkt das DDR-Sandmännchen: Kerstin Hensels Band „Abendgruß“ enthält zwei lange, subtile Erzählungen. Über dieser Prosa liegt eine große, heitere Schwere.

FAZ
Hände, die nicht schreiben sollten
Nur Männer dürfen zornig oder lüstern schauen: Jegana Dschabbarowa erzählt in ihrem ersten Roman vom Aufwachsen in einer erzkonservativen aserbaidschanischen Familie in Russland.

FAZ
Was die Romane über das zwanzigste Jahrhundert sagen
Edwin Frank erzählt das zwanzigste Jahrhundert in dreißig Romanen. Seine Auswahl ist subjektiv, aber nicht willkürlich. Und sein Buch ist so rasant erzählt, dass es selbst zum Roman wird.

Die Presse
„die mauern werden erodieren“
Maria Marggraf lässt in ihren Gedichten Pflanzen, Tiere und Gewässer sprechen. Flüsse treten aus ihren Ufern und Räume werden wie durch Zauberhand weiter und größer.

Die Presse
Der Boys Club im Großraumbüro
Mercedes Spannagel begleitet eine Autoingenieurin durch den Arbeitsalltag. Das ist erschöpfend und auch unterhaltsam: Wer fährt zuerst alles gegen die Wand?

Die Presse
Lebhafte Kinder werden heute sofort pathologisiert
Schnell wird ein Kind heute ­pathologisiert, wenn es unruhig ist. Birgit Birnbacher schreibt in ihrem Roman von einer Mutter, die als Kind selbst lebhaft war, und deren Sohn, bei dem ADHS diagnostiziert wird. Der therapeutische Druck ist hoch.

Die Presse
Wir wollen die Toten in unser Leben zurückhaben – Siri Hustvedt erinnert sich an ihren verstorbenen Ehemann Paul Auster
Zwischen Schmerz und Dankbarkeit: Siri Hustvedt erinnert sich an ihren verstorbenen Ehemann Paul Auster und erzählt schonungslos von Höhen und Tiefen ihrer Beziehung.

Frankfurter Rundschau
In der Nähe des Krieges daheim
Eine kleine Ukraine-Bibliothek (77): Iryna Fingerovas Roman „Zugwind“ erzählt von einer quirligen Heldin in schrecklich aufgemischter Welt.

Frankfurter Rundschau
Die brillante Mathematikerin, die als Voltaires Geliebte übersehen wurde: Die Königin der Wissenschaften
Erstmals erscheint eine umfassende und fundierte Biographie der großen französischen Intellektuellen Émilie du Châtelet

Der Standard
Hey, ein Mensch! Logo zeichnet Bücher aus, die nicht von KI stammen
Auch in Großbritannien gibt es künftig den Hinweis, der in den USA schon in Gebrauch ist. Hierzulande existieren neue Musterverträge zum brennenden Thema.

Süddeutsche Zeitung
Zehn Bücher, die den Frühling schöner machen
Großartige Debüts, ein bisschen Sex und die Formel für ein besseres Leben: Lese-Empfehlungen für die ersten warmen Sonnenstrahlen.

Süddeutsche Zeitung
Rettung in einem Satz
Wir haben Autoren um ein persönliches Motto gebeten: als Geheimwaffe gegen Wirrnis und mentale Überlastung.

Die Zeit
Es ist, was es ist
Thomas Hettche erkundet in seinem Roman das Lieben. Und er verrät uns tatsächlich, worauf es dabei ankommt.

Die Zeit
„Er möchte als Geist zurückkehren“
Knapp ein Jahr nach dem Tod ihres Mannes Paul Auster hat sie ein Buch über die Trauer und die Liebe geschrieben. Ein Besuch bei Siri Hustvedt in New York