NZZ
Die Flucht der Bärin
Im Erzählband „Die Flucht der Bärin“ lässt Joanna Bator ihre Figuren durch eine Landschaft aus Verlust und Horror irren.
NZZ
Die Möglichkeit der Freiheit
Wojciech Kuczoks Roman „Lethargie“ ist eine Parabel auf die polnische Gesellschaft und ein bissig-böses Lesevergnügen.
NZZ
Der konservative Revolutionär: Jean-Jacques Rousseau wurde gefeiert, verehrt, gehasst und verfolgt. Seine Bücher galten als brandgefährlich
Jean-Jacques Rousseau sehnte sich nach dem ursprünglichen Paradies, obwohl er wusste, dass kein Weg dahin führt. Volker Reinhardt schildert das Leben des Philosophen, Dichters und Aussteigers mit allen Widersprüchen.
Die Welt
„Ich möchte Begriffe wie ‚konservativ‘ oder ‚Abendland‘ nicht aufgeben“
Michael Triegel ließ sich 2014 katholisch taufen. Bei einem Treffen erzählt er, welche Bücher ihn zum Maler, Italienfan und Katholiken werden ließen.
Die Welt
„Wir haben angefangen, den Interessenausgleich durch die Nazikeule zu ersetzen“
In ihren Romanen gibt Juli Zeh der gern ignorierten Landbevölkerung eine Stimme. Besuch bei einer, die sehr gut erklären kann, wie aus der Parteien- eine Systemverdrossenheit wird.
Die Welt
„Zivilisationen verschwinden. Es ist der Normalfall“
Michel Houellebecq, ewiger Provokateur und einer der größten Schriftsteller unserer Zeit, ist wieder da. Im Gespräch verrät er, wieso er Freiheit für eine Illusion hält.
Die Welt
Großvater war mit der Waffen-SS in Polen – die Familie schweigt
Judith Hermann erfuhr erst spät, dass der Vater ihrer Mutter im Zweiten Weltkrieg als SS-Mann im polnischen Radom stationiert war.
Die Welt
Wenn Kinder vor Lessing und Schiller geschützt werden sollen
Die Sprache soll gesäubert werden von allem, was als unsensibel gilt. Auch in der Literatur. „Bettler werden Fürstenbrüder“ ist nicht mehr gendergerecht. Warum man Schüler damit einer einmaligen Chance beraubt.
Die Welt
Der Exorzist vom Rand der Welt
Lange hoffte António Lobo Antunes auf den Nobelpreis, doch dann bekam ihn ein Landsmann. Die Gespenster der Kolonialzeit und der faschistischen Diktatur ließen den portugiesische Schriftsteller nie los. Nun ist er im Alter von 83 Jahren gestorben.
FAZ
Silke Scheuermann: „Liebe, Roboter 1“
Das Sonett als letzte Bastion einer Menschlichkeit, die weiß, dass sie bald durch einen Algorithmus ersetzt werden könnte: Diese Verse sprechen über das Bedürfnis nach Beziehungen im Zeitalter der Maschinen.
FAZ
Wir von der Generation Sinnlos
Als ich auf die Bücher dieses Schriftstellers stieß, lernte ich, über die DDR zu erzählen: Durs Grünbeins Dankesrede zum Erich-Loest-Preis.
FAZ
„Ich kriege Zustände bei diesen Zuständen“
Nach acht Jahren kehrt das Känguru zurück. Im Interview erklärt Marc-Uwe Kling, warum die Welt seine Buchfigur braucht, wie Überreichtum die Demokratie gefährdet – und warum er Jens Spahn vor Gericht sehen will.
FAZ
Er gab seine fünf Kinder ins Findelhaus
Bisweilen schien er süchtig nach Selbstanklage, Kniefall und Buße, und seine berühmteste Idee stammte von einem Freund: Volker Reinhardt zeigt den Philosophen Jean-Jacques Rousseau als Bündel von Widersprüchen.
FAZ
Du musst nur die Fahrtrichtung ändern
Du musst nur die Fahrtrichtung ändern. Einmal die falsche Ausfahrt genommen, und schon ist alles anders: Eine Frau fährt in Esther Schüttpelz’ Roman „Grüne Welle“ einen Tag lang übers Land.
FAZ
An Goethes Roman präzisierte er sein Denken
Recht, Schicksal, Erlösung, Hoffnung: Walter Benjamins Essay „Goethes Wahlverwandtschaften“ erscheint nun in der material- und kommentarreichen „Kritischen Ausgabe“ seiner Werke.
FAZ
Was einer sieht, der dreieinhalb Minuten tot war
1993 war Péter Nádas nach einem Herzinfarkt für kurze Zeit klinisch tot. Jetzt legt der Schriftsteller Fotografien vor, die seine Obsession mit Licht und Schatten bis an die metaphysische Grenze treiben.
Die Presse
Julia Wolf, Curtis Sittenfeld: So geht „Mittelalter“ bei Frauen
Die Deutsche Julia Wolf und die Amerikanerin Curtis Sittenfeld haben jeweils grandiose Kurzgeschichten über Frauen geschrieben.
Die Presse
Spectrum Lyrik: Tove Ditlevsen
Vor 50 Jahren starb die dänische Autorin Tove Ditlevsen. Heute wird sie im deutschsprachigen Raum wieder entdeckt.
Die Presse
Diese Herren sind dem Opium verfallen
Fleur Jaeggy wurde von Ingeborg Bachmann in Rom zum Schreiben animiert. Hierzulande ist sie noch ein Geheimtipp.
Die Presse
Endlich sind die Männer einmal die Musen
Zwischen Einsamkeit und Schöpfungswillen: In Verena Stauffers Roman „Strahlen“ sucht eine Malerin nach Inspiration und einer Muse.
Die Presse
Bruder und Schwester schlafen in Totenbetten – der sprachgewaltige neue Roman von Josef Winkler
Josef Winkler erzählt in „Das Glück ist ein Engel mit ernstem Gesicht“ von seiner Schwester, die wie er in den Augen des Vaters als lebensuntüchtig galt. Sprachgewaltig ruft er dabei alle Themen seines Œuvres noch einmal auf.
Die Presse
Eine Freundinnenhölle in Tokio
Auf jeder Seite gruselt es einen mehr. Asako Yuzukis Roman „Tokyo Girls Club“ handelt von den Schattenseiten einsamer Menschen, die dringend Freunde brauchen.
Die Presse
Eine Gans lebt das Leben eines Schwans
Zhang Yueran ist eine der bekanntesten literarischen Stimmen ihrer Generation in China. Mit ihrem Roman „Schwanentage“ wirft sie einen Blick auf die Hackordnung der Gesellschaft.
Frankfurter Rundschau
Will sie weg? Ist er ein Lump?
Ohne rote Ampel muss sie weiter, immer weiter: Esther Schüttpelz’ intensiver und kühler Beziehungsroman „Grüne Welle“.
Frankfurter Rundschau
Nachruf auf Peter Schneider – Wir könnten immer die sein, die sich irren
Nachruf auf Peter Schneider – Wir könnten immer die sein, die sich irren.
Frankfurter Rundschau
Ein Lebensende
Robert Menasse: „Eine Lebensentscheidung“
Berliner Zeitung
Thomas Reschke ist tot, ein großer Vermittler der russischen Literatur
Er brachte Bulgakow, Sostschenko, Jewtuschenko und andere zu den deutschen Lesern. Thomas Reschke arbeitete als Lektor und übersetzte zunächst nebenbei.
Die Zeit
So schön kann es enden
Robert Menasses Novelle „Die Lebensentscheidung“ kreist um den Tod als letztes Projekt.
Der Standard
Barbi Marković: „Angepasst bin ich schon gar nicht!“
Für „Stehlen, Schimpfen, Spielen“ wird die Autorin am 15. März mit dem Helena-Adler-Preis für rebellische Literatur ausgezeichnet. Ein Gespräch über Angst als Motor und Mut als Strategie, über Boxtraining, Spielregeln und Langeweile.
Der Standard
„Iris“: Laura Freudenthalers neuer Roman über Hexenprozesse und Geschlechtergewalt
Laura Freudenthalers neuer Roman „Iris“ folgt einer Schriftstellerin, die zu Hexenprozessen recherchiert und sich gleichzeitig selbst von Gewalt betören lässt
Süddeutsche Zeitung
„Wir halten diese Art der Gesinnungsprüfung für vollkommen inakzeptabel“
Wolfram Weimer verteidigt sein Vorgehen gehen drei linke Buchhandlungen als Kampf gegen den Extremismus. Ein Gespräch mit Sebastian Guggolz, Chef des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, darüber, ob ein Boykott des Buchhandlungspreises die richtige Lösung ist.
Süddeutsche Zeitung
Auf Wiedersehen, Patrick Bateman
Wenn es eines gibt, was wir Teenagern in Zeiten von Andrew Tate und Donald Trump nahebringen sollten, dann ist es Empathie. Umso betrüblicher, dass vor allem junge Männer kaum noch Romane lesen.
Süddeutsche Zeitung
„Schmerz ist eine entscheidende Energiequelle“
Kae Tempest hat mit „Ein Leben lang gesucht“ einen Roman übers Trans-Sein geschrieben, der universell und trostreich über die Liebe erzählt. Dabei gelingen dem Rapper und Schriftsteller einige der schönsten Sexszenen, die jemals geschrieben wurden.
