NZZ
„Ich kann nicht singen, aber ich liebe Chansons“: Michel Houellebecq veröffentlicht ein Album. Es geht – Überraschung – um Bürgerkrieg und Weltuntergang
Nach einem Intermezzo als Pornodarsteller versucht sich der französische Skandalschriftsteller als Sänger. Eigentlich ist es ein Comeback, erste Kritiken sind ermutigend.
NZZ
Die Wiederentdeckung der Multikultur – der Danziger Stefan Chwin ist Autor, Wissenschafter, Zeichner und vieles mehr
Seine vielschichtigen Romane machten in der zweiten Hälfte der neunziger Jahre Furore, dann kam der Danziger Stefan Chwin dem deutschsprachigen Publikum abhanden. So blieben die vielen Talente des heute 76-jährigen Autors verborgen. Porträt eines Vergessenen.
NZZ
Arnold Gehlen war ein Ex-Nazi, konservativ und autoritär – doch sein Denken hilft, die Gegenwart besser zu verstehen
In Arnold Gehlens Denken stecke „das Instrumentarium des Faschismus“, schrieb Theodor W. Adorno. Trotzdem suchten Intellektuelle nach dem Krieg das Gespräch mit ihm. Heute vor fünfzig Jahren ist Gehlen gestorben.
Die Welt
Der Comic, mit dem man versteht, warum Linke dem Ayatollah halfen
Im Iran werden junge Menschen ermordet, weil sie einen Regimewechsel wollen. So war es auch vor fünf Jahrzehnten. Die Graphic Novel „Persepolis“, die die Verwirrungen der Islamischen Revolution zeigt, wurde zum Sofortklassiker. Warum sich das Wiederlesen lohnt.
FAZ
Zwischen den Zeilen lauert der Abgrund
Molly Keanes „Das gute Benehmen“ erzählt vom Niedergang einer Familie. Mit so viel Boshaftigkeit und Drastik, dass man von einem Horrorroman sprechen müsste.
FAZ
Vom Nutzen der Verzettelung
Im Bibliothekswesen wird ein altbewährtes Hilfsmittel infrage gestellt: der Zettelkatalog. Hier kann man lesen, was es daran zu verteidigen gilt.
FAZ
Da zeigt sich eine Hoffnung am Firmament
Einen spektakulären Aufhänger hat Magdalena Schrefels Roman „Das Blaue vom Himmel“ zu bieten: Die Klimakrise wird endlich ernsthaft angegangen. Doch sein wahres Thema sind die Grautöne einer Familie.
FAZ
Sonja vom Brocke: „6:59“
Hier wird mit der gebotenen Kühle Äußerstes verhandelt: Ein Gedicht über Versehrungen und Abgründe, dunkel, oszillierend und von anziehender Leuchtkraft.
Die Presse
Was passiert, wenn die Fabrik zum Lebensmittelpunkt wird
Waschmaschinen-Echsen, Nutrias und schwarze Kormorane: „Die Fabrik“ von Hiroko Oyamada ist ein seltsamer Ort – die Mitarbeiter wissen gar nicht, was hier überhaupt produziert wird. Eine unheimliche Parabel auf unsere Arbeitswelt.
Die Presse
Als Schüsse vor der libyschen Botschaft fielen: Hisham Matar erzählt vom Leben im Exil
Hisham Matars Roman „Meine Freunde“ ist tiefgreifende Reflexion über Vertreibung, Flucht und Exil.
Die Presse
Warum unsere Gegenwart kein Paradies ist, erzählt Dorota Masłowska in ihrem neuen Roman
Dorota Masłowska erzählt in ihrem Roman „Im Paradies“ von der Misere der Gegenwart, hoffnungslosen Sehnsüchten und lässt eine Frau, der es reicht, als Godzilla wüten.
Berliner Zeitung
Autor schwärmt von Berlin: „Egal wo man ist, die Ringbahn ist immer am Horizont“
Mit „Gestirne“ legt Alexander Schnickmann seinen neuen Gedichtband vor. Es geht um die unergründlichen Weiten des Kosmos – und die irdischen Umtriebe in Berlin.
Tagesspiegel
„Einer der wichtigsten Comic-Künstler im deutschsprachigen Raum“: Nicolas Mahler ist e.o.plauen-Preisträger 2026
Alle drei Jahre ehrt die e.o.plauen-Gesellschaft einen deutschsprachigen Comicschaffenden in Erinnerung an Erich Ohser („Vater und Sohn“). Im September wird der Preis an Nicolas Mahler überreicht.
Der Standard
Leïla Slimanis neuer Roman „Trag das Feuer weiter“ ist eine Hommage an Vater
Im Abschluss ihrer Familientrilogie würdigt die marokkanisch-französische Starautorin auch die Frauen ihres Landes
Der Standard
„Wir müssen wahre Sätze finden“: Gespräche mit Ingeborg Bachmann
Im Juni wäre die Schriftstellerin Ingeborg Bachmann 100 Jahre alt. Ein Buch versammelt nun Gespräche mit der Autorin aus drei Jahrzehnten
Süddeutsche Zeitung
Diese verdammten Lichtblicke in düsteren Zeiten
Treffen sich ein Literaturwissenschaftler und ein jüdischer Schriftsteller: Es könnte so einfach sein, miteinander klarzukommen. Wäre da nicht das Zwischenmenschliche.
Süddeutsche Zeitung
Lest Marie Luise Kaschnitz, sofort
Vor 125 Jahren wurde die Dichterin und Schriftstellerin Marie Luise Kaschnitz geboren. Ihr Werk ist nicht mehr präsent – dabei wären ihr Duktus der Klarheit, ihre Gabe der Beobachtung heute aktueller denn je.
