NZZ
Überlebende und Gezeichnete: Dimitré Dinev macht aus Europas Geschichte des 20. Jahrhunderts einen finster-farbenfrohen Karneval
Die Welt besteht aus Überlebenden und Gezeichneten: Der Roman „Zeit der Mutigen“ des bulgarischen Autors Dimitré Dinev ist eine wilde Mischung aus Schelmenroman, mythologischem Raunen und historischen Fakten.
Die Welt
Nach Auschwitz konnte er nicht mehr so leben wie andere Leute
Der Holocaust-Überlebende Imre Kertész schrieb mit „Kaddisch für ein nicht geborenes Kind“ einen der bedeutendsten Romane des 20. Jahrhunderts. Das Großartig-Niederschmetternde dieses Buches liegt in der Erkenntnis, dass sich vom Vernichtungslager nur in der radikalen Negation erzählen lässt.
FAZ
Der Ruf, Dinge gern zu verändern, eilt ihm voraus
Frankfurts Buchmesse steht vor großen Problemen. Jetzt tritt der langjährige Direktor Juergen Boos ab. Auf ihn folgt der Carlsen-Verleger Joachim Kaufmann. Wird jetzt alles anders?
FAZ
Die schwarzen Löcher des Alltags
Der Philosoph Bernhard Waldenfels war eine der prägnantesten Stimmen der Phänomenologie. Er öffnete die Augen für das, was vom eingespurten Alltag verdeckt wird. Jetzt ist er im Alter von 91 Jahren verstorben.
Berliner Zeitung
„Blindes Vertrauen“: Der Berliner Bürstenmacher, der Juden versteckte
Eine Graphic Novel erinnert an Otto Weidt aus der Rosenthaler Straße in Berlin. Der Zeichner Niels Schröder sagt, die Geschichte selbst gab die Dramaturgie vor.
Die Zeit
Ein Land ohne Sonne
Andrej Platonow gehörte zu den Mutigsten in Stalins Diktatur. Nun erscheinen seine Erzählungen über das brutal verrückte Sowjetreich in einer neuen Übersetzung.
Der Standard
Zum Tod der Lyrikerin und Filmemacherin Emily Artmann
Emily Griseldis Artmann, die Tochter von H. C. Artmann und Rosa Pock, ist in Wien verstorben. Sie wurde 50 Jahre alt
Süddeutsche Zeitung
Die Macht der Lyrik
Was nützen Gedichte angesichts Tausender Toter in der Ukraine und in Gaza? Das Kölner Festival „Poetica“ beschwört Dichtung als ein Mittel der Weltgestaltung.
Süddeutsche Zeitung
Das Würstchen der Wahrheit
Der Dramatiker und Autor Wolfram Lotz wird von seinen Fans geradezu kultisch verehrt, dabei juckt ihn der Kulturbetrieb kaum. Um über sein neues Buch „Träume in Europa“ zu sprechen, öffnet er aber doch die Tür zu seiner Leipziger Plattenbauwohnung.
