Presseschau – 17. Januar 2026

Ham­sun bei Hit­ler / Felix Phil­ipp Ingold / Pas­cal Mer­cier / Annet­te Pehnt / Nora Gom­rin­ger / Kras­se Klas­si­ker …

NZZ
Die gros­sen Fra­gen des Lebens: Pas­cal Mer­cier erzählt von Men­schen, die sich nicht ent­schei­den kön­nen
Vor zwei Jah­ren ist Pas­cal Mer­cier ali­as Peter Bie­ri gestor­ben. In sei­nem Nach­lass fan­den sich fünf Erzäh­lun­gen: Geschich­ten über Zeit, Erin­ne­rung und die Fra­ge, wie man wird, was man ist.

Die Welt
Als der Nobel­preis­trä­ger zu Hit­ler flog
Im Juni 1943 bricht Knut Ham­sun zu einer Rei­se nach Nazi-Deutsch­land auf. Ein spon­ta­ner Besuch auf dem Ober­salz­berg endet im Fias­ko.

FAZ
Was so pas­siert, Punkt für Punkt
„Mini­ma­le Geschich­ten“: Die Ich-Erzäh­ler­fi­gu­ren von Annet­te Pehnt hal­ten sich an fata­lis­tisch selbst­ge­wähl­te Regeln, fast als wäre das Leben nur ein Kin­der­spiel.

FAZ
„Ich wer­de ein­fach leben und schau­en“
Andris Kal­no­zols Thea­ter­stü­cke wer­den in Riga am Natio­nal­thea­ter gespielt. Sein ers­ter Roman „Kalen­der“ ist so fein und schräg erzählt, dass man nicht auf­hö­ren kann zu lesen.

FAZ
Das Kreuz­wort­rät­sel vom Kreu­zes­ruhm
Aus Por­träts ent­steht eine unter­ge­gan­ge­ne Welt: Felix Phil­ipp Ingold erzählt in sei­ner gran­dio­sen Kul­tur­ge­schich­te des rus­si­schen Exils in Paris von Dich­tern, Phi­lo­so­phen, Ideo­lo­gen, Musi­kern und einem Massen­mörder.

FAZ
Nie Mit­läu­fer, nie Starr­sin­ni­ger
Kein Acht­und­sech­zi­ger, kein Alt­lin­ker, aber ein Dich­ter, der sei­ne eige­ne Vor­stel­lung von Wider­stand und Soli­da­ri­tät in gro­ßer Spra­che gestal­tet hat: Ein Nach­ruf auf Her­mann Peter Piwitt

FAZ
Implo­si­on einer Ehe
Bodo Kirch­hoffs neu­er Roman hat einen lan­gen Titel: „Nah­auf­nah­men einer Frau, die sich ent­fernt“. Er hat auch eine umfang­rei­che Hand­lung – und zahl­rei­che Ent­täu­schun­gen zu bie­ten

FAZ
„Ich habe Angst, mich zu lang­wei­len“
Marie Antoi­net­te blieb acht Jah­re kin­der­los und such­te ver­geb­lich nach Freun­den am Hof. Ihre inne­re Lee­re betäub­te sie mit Luxus. Die Auf­zeich­nun­gen ihrer Kam­mer­frau zei­gen eine Köni­gin als tra­gi­sche Figur.

FAZ
Schrei­ben­de Kat­zen
Die wun­der­ba­ren Brie­fe von Elsa Moran­te an Schrift­stel­ler­freun­din­nen und Künst­ler ver­ra­ten viel über die Untie­fen von Ita­li­ens Lite­ra­tur­be­trieb. Und eini­ges über die gro­ße Lie­be der Schrifts­stel­le­rin zu Kat­zen.

Frank­fur­ter Rund­schau
Unter stän­di­ger Bedroh­nung
Klei­ne Ukrai­ne-Biblio­thek (75): Die Antho­lo­gie „Geteil­ter Hori­zont. Die Zukunft der Ukrai­ne“.

Frank­fur­ter Rund­schau
Was mit Pau­la und Nero geschah
Nora Gom­rin­gers erstaun­li­ches Mut­ter­buch „Am Meer­schwein übt das Kind den Tod“. Von Cor­ne­lia Geiß­ler.

Die Pres­se
War­um sie ihre jüdi­sche Iden­ti­tät ver­schlei­ern muss­ten: Yulia Mar­fu­to­va über den Umgang mit der Sowjet­zeit
War­um spre­chen die­se Mäu­se nicht rus­sisch? Und war­um darf man ihnen nicht alles glau­ben? Yulia Mar­fu­to­vas Roman lässt zuneh­mend erns­te und schwe­re The­men anklin­gen, ohne sei­ne Leich­tig­keit zu ver­lie­ren.

Die Pres­se
Das steht im Abschieds­buch von Juli­an Bar­nes
Juli­an Bar­nes hat mit „Abschied(e)“ ein tief­grün­di­ges und amü­san­tes Buch geschrie­ben. Er behaup­tet, es sei sein letz­tes.

Die Pres­se
So hat die Finanz­welt einen Vater rui­niert: Leï­la Sli­ma­ni trägt Wut und Zorn wei­ter
In „Trag das Feu­er wei­ter“ lässt Leï­la Sli­ma­ni ihre Prot­ago­nis­tin nach Marok­ko, in das Land ihrer Kind­heit, zurück­keh­ren. Ein ­Roman, der von der Zer­ris­sen­heit zwi­schen Frei­heit und Tra­di­ti­on erzählt.

Die Pres­se
Möch­ten Sie her­aus­fin­den, ob Ihr Groß­va­ter bei der SS war? Kathe­ri­na Bra­schel erzählt ein ver­ges­se­nes Kapi­tel Geschich­te
Manch­mal reicht ein Wort, und die eige­ne Erin­ne­rung lässt einen nicht mehr los: In ihrem Roman­de­büt „Heim holen“ erzählt ­Kathe­ri­na Bra­schel von einem dunk­len Geheim­nis in der Ver­gan­gen­heit. Es könn­te auch unse­re Geschich­te sein.

Die Pres­se
Kin­der mit lan­gen Mär­schen abge­här­tet – als Colom­be Schneck begriff, was im Heim geschah
Colom­be Schneck demon­tiert im Roman „Lügen im Para­dies“ ihre Kind­heits­er­in­ne­run­gen.

Tages­spie­gel
„Es ist ja nicht so, dass der gan­ze Osten nur schweigt oder grollt“
Mar­ko Mar­tin wur­de in Sach­sen gebo­ren und sagt: Das DDR-Regime hat einen Man­gel an Selbst­ver­trau­en gezüch­tet, der bis heu­te nach­wirkt. Er setzt auf die, die sich Hass und Des­in­for­ma­ti­on ent­ge­gen­stel­len.

Die Zeit
Lasst den Klas­si­kern ihre Krass­heit
Selbst Gym­na­si­as­ten sol­len jetzt Goe­the und Schil­ler nur noch in ein­fa­cher Spra­che lesen. Das ver­kennt das Wesen von Lite­ra­tur – passt aber bes­tens in die Gegen­wart.

Der Stan­dard
Col­leen Hoo­vers neu­es Buch über eine Best­sel­ler­au­torin: Sucht kei­ne Par­al­le­len!
Der New-Romance-Star ver­öf­fent­lich­te soeben nach drei Jah­ren Pau­se „Woman Down“ und mach­te zudem kürz­lich eine Krebs­er­kran­kung öffent­lich

Süd­deut­sche Zei­tung
„Ein­mal sah ich den Tod die Trep­pe hoch­kom­men“
Der Autor Her­mann Peter Piwitt schrieb Meis­ter­wer­ke einer aufs schmerz­haft Wesent­li­che kon­zen­trier­ten Erzähl­kunst. Jetzt ist er im Alter von 90 Jah­ren gestor­ben.

Süd­deut­sche Zei­tung
Blut und Scho­ko­la­de
Kin­der­ar­beit auf Kakao­plan­ta­gen gibt es heu­te noch: Zwei Brü­der ler­nen in Tara Sul­li­vans „The Bit­ter Side of Sweet“ von einer Neu­en auf der Farm den Wider­stand. Ein Roman, der über Selbst­ver­ständ­li­ches neu nach­den­ken lässt.

 

* * *

Online seit: 18. Janu­ar 2026

Zuletzt geän­dert: 18. Jan. 2026