NZZ
Körperlichkeit als Ersatzsprache: David Szalay hat eine subtile Tragikomödie der Männlichkeit geschaffen
Die Handlung des preisgekrönten Romans „Flesh“ ist wie mit der Bodycam abgefilmt. Und István, der Held der Geschichte, irgendetwas zwischen Hohlkopf und wortkargem Philosophen.
NZZ
Hälfte eines Frauenlebens – die Isländerin Audur Ava Olafsdottir entwirft eine Utopie der Nähe
Audur Ava Olafsdottirs Roman «Eden» handelt von der Möglichkeit, in der Mitte des Lebens sich selbst neu zu erfinden.
Die Welt
„Weltmarktführer für Bücher auf Podien“ – aber nicht mehr lange
Deutsche Städte haben Opern, Theater, Museen – und seit 40 Jahren auch Literaturhäuser. 1986 eröffnete das erste seiner Art. Warum die Institution aus vielen Städten nicht wegzudenken ist – und trotzdem in der Krise steckt.
FAZ
Das Auto als Mobil der Versuchung
Zwei fesselnde Geschichten, die Jahrzehnte trennen, haben eine interessante Gemeinsamkeit: Tessa Hadleys neuer altmodischer Roman „Die Party“ und Brigid Brophys moderner Klassiker „Der Schneeball“.
FAZ
Fernschach mit falschen Fischen
Wie eine Fata Morgana: Der Roman „Die leuchtende Reuse“ stand vor dreißig Jahren am Beginn von Christopher Eckers Werk. Nun legt er ihn überarbeitet vor. Von seiner Rätselhaftigkeit hat das Buch nichts eingebüßt.
Berliner Zeitung
„Longreads“ mit Helene Hegemann: Über das Leben reden
Die zweite Staffel dieser Literatursendung in der ARD-Mediathek dreht sich auch um Bücher. Aber es geht mehr ums Leben und um Orte im Osten wie Bitterfeld und Wolfen. Die Kritik.
Frankfurter Rundschau
Wer hat sich das bloß wieder ausgedacht?
Anna Prizkaus antitherapeutischer Roman „Frauen im Sanatorium“.
Die Zeit
„Das ganze Land ist in Angst“
Die venezolanische Autorin Karina Sainz Borgo verfolgt die Geschehnisse in ihrer Heimat von Spanien aus. Hier spricht sie darüber, was sie nun erwartet – und befürchtet.
Der Standard
Helena-Adler-Preis für rebellische Literatur 2026 geht an Barbi Marković
Die Auszeichnung ist mit 7777 Euro dotiert und wird der in Belgrad geborenen Autorin am 15. März im Literaturhaus Salzburg verliehen
Der Standard
Maria Lazars Kurzgeschichten erstmals in Buchform erschienen
31 Erzählungen der wiederentdeckten Wiener Autorin versammeln im neuen DVB-Band ein Figurenpanorama mit Weltkriegsahnung und Geschick zum Absurden.
Süddeutsche Zeitung
Depressionen, Revolutionen und zügelloser Sex
Die türkische Schriftstellerin Tezer Özlü starb 1986 mit nur 42 Jahren. Jetzt wird ihr Werk groß wiederentdeckt. Es ist nicht weniger als moderne europäische Literatur.
Süddeutsche Zeitung
Der weise Mann von Montagnola
Am Ende seines Lebens schrieb Hermann Hesse keine Romane mehr, sondern nur noch Briefe. In denen jedoch entfaltet sich ein ganzes Epochenbild.
Süddeutsche Zeitung
Atemlähmende Wirklichkeit
Auf knapp 1400 Seiten handelt Helmuth Kiesel mit feinem zeithistorischen Gespür die Literaturgeschichte der Nazi-Jahre ab. „Schreiben in finsteren Zeiten“ ist ein Monument.
