Presseschau – 11. November 2025

Vom Zau­ber der ver­schwun­de­nen Wör­ter / Dimit­ré Dinev / David Sza­lay / Saman­ta Schweb­lin / Sal­man Rush­die / Anna Seg­hers / Mile­na Michi­ko Flašar …

Die Welt
War­um jun­ge Frau­en in Süd­ko­rea so trau­rig sind
Woher wis­sen die jun­gen Frau­en, dass das Rea­le nicht mehr ver­läss­lich ist? Und war­um sind sie so unge­rührt von allem? In ihren Sto­rys erzählt die Schrift­stel­le­rin Lee Yuri von unzu­ver­läs­si­gen Kör­pern und skur­ri­len Ver­wand­lun­gen.

Die Welt
„Jun­ge Jour­na­lis­ten von heu­te inter­es­sie­ren sich näm­lich gar nicht fürs Schrei­ben“
Ist coo­ler Jour­na­lis­mus auf Papier ein Fall fürs Muse­um? Und kam seit damals kei­ne Avant­gar­de mehr? Eri­ka Tho­m­al­las „Oral Histo­ry des Pop­jour­na­lis­mus“ hat Akteu­re von damals befragt – auch nach denen von heu­te.

Die Welt
Vom Zau­ber der ver­schwun­de­nen Wör­ter
„Lost Places“ sind ein Kult – „Lost Words“ müs­sen es drin­gend wer­den. Denn alte Wör­ter sind eine Ver­bin­dung mit Bedürf­nis­sen, Lebens­wel­ten, Träu­men und Gefüh­len von Men­schen, die vor uns gelebt haben. Mit jedem stirbt ein Stück kul­tu­rel­les Gedächt­nis.

FAZ
David Sza­lay erhält Boo­ker-Preis 2025
Knapp und prä­zi­se, fes­selnd und hyp­no­tisch – so beschreibt der Boo­ker-Preis den Gewin­ner-Roman „Fle­sh“ von David Sza­lay. Der Autor war nicht zum ers­ten Mal nomi­niert.

Frank­fur­ter Rund­schau
Der Jun­ge, der ein Pferd sein woll­te
Die argen­ti­ni­sche Autorin Saman­ta Schweb­lin erzählt in ihren Kurz­ge­schich­ten von psy­chi­schen Kri­sen und Fami­li­en­ge­heim­nis­sen im pri­va­ten All­tag.

Frank­fur­ter Rund­schau
Das Tun und das Las­sen
Der bri­tisch-ame­ri­ka­ni­sche Autor ver­öf­fent­licht mit dem Erzäh­lungs­band nach dem Atten­tat ein neu­es Werk, das Tod und Frei­heit the­ma­ti­siert.

Tages­spie­gel
„Auf Cha­mis­sos Spu­ren“: Viel­fäl­ti­ges Pro­jekt über das Ber­lin des Dich­ters und Natur­kund­lers
Der Lite­ra­tur-Salon Pots­da­mer Stra­ße lädt zu Kiez-Ver­an­stal­tun­gen, mit denen sich die Wie­der­ent­de­ckung Adel­bert von Cha­mis­sos fort­setzt. Auch sein Grab wur­de restau­riert.

Die Zeit
„Soll ich im Stil­len ver­blu­ten?“
Anna Seg­hers ist die viel­leicht wich­tigs­te deut­sche Autorin des 20. Jahr­hun­derts. Jetzt erschei­nen 470 bis­lang unbe­kann­te Brie­fe an ihren spä­te­ren Mann László Rad­vá­nyi – eine lite­ra­ri­sche Sen­sa­ti­on.

Die Zeit
Unver­wech­sel­bar ein­zeln
Der Erzie­hungs­wis­sen­schaft­ler und Phi­lo­soph Micha Brum­lik war ein Intel­lek­tu­el­ler, wie es zu jeder Zeit nur weni­ge gibt. Nun ist er mit 78 Jah­ren gestor­ben.

Die Zeit
Tony Sopra­no ist sein Psy­cho­lo­ge
Zu Weih­nach­ten besucht man Fami­lie? Der Autor Thors­ten Nagel­schmidt guckt lie­ber alle 86 Fol­gen der „Sopra­nos“ und schreibt drü­ber. Ist der Mafia-Clan die bes­se­re Wahl?

Die Zeit
David Sza­lay gewinnt Boo­ker Pri­ze
Der Schrift­stel­ler David Sza­lay erhält den wich­tigs­ten Lite­ra­tur­preis Groß­bri­tan­ni­ens. Sein Roman „Fle­sh“ setz­te sich gegen fünf Kon­kur­ren­ten durch.

Die Zeit
Bun­des­prä­si­dent bit­tet Alge­ri­en um Begna­di­gung von Boua­lem San­sal
Frank-Wal­ter Stein­mei­er for­dert Alge­ri­ens Prä­si­dent Teb­boune auf, Schrift­stel­ler Boua­lem San­sal aus dem Gefäng­nis zu ent­las­sen. Er bie­te San­sal Schutz in Deutsch­land an.

Die Pres­se
So ist der Roman, der den Öster­rei­chi­schen Buch­preis gewon­nen hat
In „Zeit der Muti­gen“, sei­nem ers­ten Roman seit mehr als zehn Jah­ren, taucht Dimit­ré Dinev in die Geschich­te einer ver­zweig­ten Fami­lie ein und erzählt von uralten Flüs­sen, Wider­stand in har­ten Zei­ten und der Lie­be. Die Jury des Öster­rei­chi­schen Buch­prei­ses befand: „Ein huma­nis­ti­sches Monu­ment von einem Buch.“

Die Pres­se
Männ­li­ches Begeh­ren ohne Tabus: So bril­lant ist der Roman des neu­en Boo­ker-Preis­trä­gers David Sza­lay
Der Roman „Fle­sh“ („Was nicht gesagt wer­den kann“) des unga­risch-bri­ti­schen Autors David Sza­lay, der in Wien lebt, hebt sich von der der­zei­ti­gen Lite­ra­tur­pro­duk­ti­on ab und ist ein Befrei­ungs­schlag für das Erzäh­len.

Der Stan­dard
Boo­ker-Preis nach Öster­reich: Auch Dua Lipa ist Fan von David Sza­lay
Der Kana­di­er mit unga­ri­schen Wur­zeln wohnt in Wien und wur­de in Lon­don für „Was nicht gesagt wer­den kann“ aus­ge­zeich­net. Die Arbeit am Buch war for­dernd

Der Stan­dard
Dimit­ré Dinev gewinnt für 1100-Sei­ten-Opus Öster­rei­chi­schen Buch­preis
Am Mon­tag wur­de zum Auf­takt der Buch-Wien-Woche die Aus­zeich­nung zum zehn­ten Mal ver­lie­hen. Den Debüt­preis erhielt Miri­am Untert­hi­ner

Der Stan­dard
Lei­ter der Buch Wien: „Das Live-Erleb­nis zieht wahn­sin­nig“
Von Mitt­woch bis Sonn­tag sperrt die größ­te hei­mi­sche Buch­mes­se wie­der ihre Tore auf. Patrick Zöh­rer ver­ant­wor­tet sie mit Erfolg – trotz Kri­sen­stim­mung in der Bran­che

Der Stan­dard
Mile­na Michi­ko Flašar erzählt neun „japa­ni­sche Geschich­ten“
In „Der Hase im Mond“ berich­tet die öster­rei­chisch-japa­ni­sche Autorin von „Durch­schnitts­men­schen“ und Fest­ge­fah­re­nen. Die Figu­ren eint ihre Unglaub­wür­dig­keit

Der Stan­dard
Ser­gej Lebe­dew erforscht in „Die Beschüt­ze­rin“ ver­dräng­te Geschich­te
Der jüngs­te Roman des rus­si­schen Autors ist eine Art lite­ra­ri­sche Gra­bungs­expe­di­ti­on und Teu­fels­aus­trei­bung, aus­staf­fiert mit Kas­ka­den der Selbst­re­fle­xi­on

 

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Online seit: 11. Novem­ber 2025

Zuletzt geän­dert: 12. Nov. 2025