Presseschau – 21. Oktober 2025

W. H. Auden schreibt sei­nem Call­boy / Gott­fried Benn schreibt an sei­ne Toch­ter / J. M. G. Le Clé­zio / Arund­ha­ti Roy / Andre­as Pflü­ger / Ian McE­wan …

NZZ
Ian McE­wans Wun­der­tü­te: Der Roman «Was wir wis­sen kön­nen» wirft einen Blick aus dem Jahr 2119 auf unse­re Gegen­wart
Kli­ma­wan­del, Ehe­kri­sen, ver­schol­le­ne Meis­ter­wer­ke: Das neue Buch des bri­ti­schen Star­au­tors spricht vie­le The­men an. Zu vie­le.

FAZ
Wie Hein­rich Mann trotz Lite­ra­tur­agent schei­ter­te
Im ame­ri­ka­ni­schen Exil konn­te der Schrift­stel­ler kein Buch ver­öf­fent­li­chen – auch wenn der hol­län­di­sche Ver­mitt­ler Bar­thold Flees sein Bes­tes gab.

Die Welt
Der per­fek­te Thril­ler kommt aus Deutsch­land
Andre­as Pflü­ger war einer der bes­ten deut­schen Dreh­buch­au­to­ren, bevor er kei­ne Lust mehr auf die Gän­ge­lung durch öffent­lich-recht­li­che Redak­tio­nen hat­te. Jetzt ist er Suhr­kamps Thril­ler-Gott und gilt als John le Car­rés Stell­ver­tre­ter auf Erden.

Die Welt
„Ich ver­bit­te mir freund­lichst je wie­der ein Geschenk von dir“
Nach dem Tod sei­ner Frau gab Gott­fried Benn sei­ne Toch­ter zu sei­ner Gelieb­ten nach Däne­mark in Pfle­ge. Nele Benn wur­de spä­ter eine der wich­tigs­ten Jour­na­lis­tin­nen des Lan­des. Die Kor­re­spon­denz mit ihrem Vater zeigt jetzt, was des­sen Kunst oft ver­barg.

Die Welt
„Ich begann, öffent­li­che Ange­le­gen­hei­ten extrem per­sön­lich zu neh­men“
Mit ihrem Best­sel­ler „Der Gott der klei­nen Din­ge“ wur­de Arund­ha­ti Roy berühmt. Nun erzählt die indi­sche Schrift­stel­le­rin von ihrer Mut­ter. Mary Roy war eine berühm­te Bil­dungs­pio­nie­rin, doch pri­vat lei­der ein Dra­che. Wie sie dar­un­ter litt.

Die Zeit
Lite­ra­tur­haus-Chef wegen Aus­la­dung von Michel Fried­man frei­ge­stellt
Die kon­tro­ver­se Aus­la­dung von Michel Fried­man im Klüt­zer Lite­ra­tur­haus wirkt wei­ter nach. Nach dem Rück­tritt des Bür­ger­meis­ters muss der Lei­ter des Lite­ra­tur­hau­ses gehen.

Die Pres­se
Kor­re­spon­denz ent­deckt: W. H. Auden hat­te einen Wie­ner Lieb­ha­ber
Durch Zufall kam die Öster­rei­chi­sche Aka­de­mie der Wis­sen­schaf­ten an rund 100 bis­her unbe­kann­te Brie­fe zwi­schen dem berühm­ten Autor und einem Öster­rei­cher namens Hugo, ein Wie­ner „Call­boy“.

Süd­deut­sche Zei­tung
Der ers­te rich­tig gute Film über Kaf­ka
Er lei­det, er schreibt, er lacht: Agnieszka Hol­land zeigt in „Franz K.“, dass sie den Schrift­stel­ler offen­bar wirk­lich ver­stan­den hat.

Süd­deut­sche Zei­tung
Im Sound einer Unicef-Spen­den­bro­schü­re
Der Lite­ra­tur­no­bel­preis­trä­ger J. M. G. Le Clé­zio berich­tet in sei­ner Geschich­ten­samm­lung „Neu­es von den Uner­wünsch­ten“ herz­zer­rei­ßend vom Unrecht der Welt. Das ist schön – solan­ge man kei­ne lite­ra­tur­kri­ti­schen Maß­stä­be anlegt.

 

 

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Online seit: 21. Okto­ber 2025

Zuletzt geän­dert: 22. Okt. 2025