Presseschau – 7. Juli 2025

Bach­mann & Böll / Nata­scha Gangl / Scz­ce­pan Twar­doch / Ilja Tro­ja­now / Kim Hye­so­on / Sebas­ti­an Bar­ry / Gabri­el Josi­po­vici / Navid Ker­ma­ni / Ruth Zyl­ber­man …

NZZ
49 Tage in der Zwi­schen­welt: Kim Hye­so­on über­wäl­tigt mit Gedich­ten über das tra­gi­sche Fähr­un­glück der „Sewol“ an der Süd­küs­te von Süd­ko­rea
254 korea­ni­sche Schü­le­rin­nen und Schü­ler fan­den 2014 den Tod, als eine Insel-Fäh­re ken­ter­te und sank. Die Lyri­ke­rin Kim Hye­so­on hat die­ses Unglück nicht mehr los­ge­las­sen. In einem erschüt­tern­den Gedicht­band „Auto­bio­gra­phie des Todes“ erhebt sie Kla­ge und Ankla­ge.

NZZ
„Man fragt sich: Was wol­len die? Dass das Land vor die Hun­de geht?“
Die Schrift­stel­le­rin Moni­ka Maron ist eine unüber­hör­ba­re Stim­me im deut­schen Dis­kurs. Sie ist über­zeugt: Macht die Bun­des­re­gie­rung so wei­ter, wird die AfD auch im Wes­ten noch grös­ser. Im Gespräch erklärt sie, wes­halb man sagen dür­fen muss, was man denkt.

Die Welt
Wenn die Roy­al Navy an alte Grö­ße anknüp­fen will, braucht sie Hero­en wie Nel­son
See­schlach­ten schei­nen einer längst ver­gan­ge­nen Epo­che anzu­ge­hö­ren. Doch rüs­tet auch die Mari­ne welt­weit auf, etwa mit U‑Booten. Ein his­to­ri­scher Roman von Bar­ry Uns­worth erzählt vom zwei­deu­ti­gen Hel­den­tum, das einen gro­ßen Flot­ten­kom­man­deur aus­macht.

FAZ
Mit Droh­nen für die Frei­heit Euro­pas
Am Ber­li­ner Gor­ki Thea­ter dis­ku­tier­ten Schrift­stel­ler über die Demo­kra­tie in Ost­eu­ro­pa. Der pol­ni­sche Schrift­stel­ler Szc­ze­pan Twar­doch erklär­te, Schrei­ben sei für ihn nicht mehr genug. Er habe für die ukrai­ni­sche Armee Droh­nen gekauft.

FAZ
Das Gale­ris­ten­paar König kämpft gegen einen Roman
Der Gale­rist Johann König und sei­ne Frau woll­ten einen Roman von Chris­toph Peters ver­bie­ten las­sen, weil sie sich in ihrem Per­sön­lich­keits­recht ver­letzt sahen. Sie schei­ter­ten. Jetzt gehen sie vors Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt.

FAZ
Ein Exper­te für iri­sche Gewalt­ge­schich­te
Zur erzähl­ten Wirk­lich­keit gehört bei ihm, Ver­dräng­tes und Ver­schwie­ge­nes her­vor­tre­ten zu las­sen: Dem iri­schen Schrift­stel­ler Sebas­ti­an Bar­ry zum sieb­zigs­ten Geburts­tag.

FAZ
Ein euro­päi­scher Jude mit ägyp­ti­schen Ver­bin­dun­gen
Sei­ne lite­ra­ri­schen Zeit­ge­nos­sen haben ihm nichts zu bie­ten. Für Gabri­el Josi­po­vici zäh­len Proust, Kaf­ka und T. S. Eli­ot. Ein Besuch bei dem bri­ti­schen Schrift­stel­ler in Lewes.

Die Zeit
Raus aus einem ver­lo­re­nen Land
Wie Inge­borg Bach­mann und Hein­rich Böll ver­rei­sen.

Die Zeit
Wer ist hier zivi­li­siert?
1904 luden die USA Indi­ge­ne von den Phil­ip­pi­nen ein – um sie zur Schau zu stel­len. Wie das war, ver­wan­delt die Autorin Can­dy Gour­lay in einen fes­seln­den Jugend­ro­man.

Süd­deut­sche Zei­tung
Was für ein Leben
Die Geschich­te der Ada Black­jack, die als Ein­zi­ge eine Expe­di­ti­on auf die Wran­gel­in­sel über­leb­te, unter den Men­schen daheim aber noch ein­sa­mer war, als in der Ark­tis, für Kin­der erzählt und gezeich­net von Isa­bel Pin.

Süd­deut­sche Zei­tung
„Unser Büro wird prak­tisch jede Woche demo­liert“
Was pas­siert, wenn man in Vučićs Ser­bi­en eine Lite­ra­tur­ver­an­stal­tung orga­ni­siert? Ein Gespräch mit dem Direk­tor des Bel­gra­der „Krokodil“-Festivals Vla­di­mir Arse­ni­je­vić über bra­chia­le Sabo­ta­ge­ak­te und Ein­schüch­te­run­gen.

Tages­spie­gel
„Der Wes­ten löst sich vor unse­ren Augen auf“
Der Frie­dens­preis­trä­ger Navid Ker­ma­ni hol­te zum Fest­akt des Lite­ra­tur­fes­ti­vals die Rea­li­tät Ost­afri­kas in das Oran­ge­rie­schloss – und mach­te deut­lich, dass sich auch unse­re eige­ne gera­de grund­le­gend ändert.

Der Stan­dard
„Unse­re Hal­tung zum Rausch ist nicht geklärt“
In sei­nem neu­en Buch „Ein Glas vol­ler Zeit“ geht es Ilja Tro­ja­now um die kul­tur­ge­schicht­li­che Bedeu­tung des Wei­nes und unser Ver­hält­nis zum Rausch. Ein Gespräch mit einem Wein­lieb­ha­ber

Der Stan­dard
„Wenn ich den Dia­lekt ver­ges­se, ver­lie­re ich viel“
Sie geht hin­aus, um Bäche und Men­schen auf­zu­neh­men, formt dar­aus ihre Tex­te. Die Autorin Nata­scha Gangl über ihre Arbeits­wei­se, Dia­lekt und die Qua­li­tät von Sprech­tex­ten

Die Fur­che
Geheim­nis­se eines Hau­ses
Ruth Zyl­ber­man ver­folgt mit ihrem Buch „Rue Saint-Maur 209“ die fas­zi­nie­ren­de Geschich­te eines Hau­ses bis ins 18. Jahr­hun­dert zurück.

 

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Online seit: 7. Juli 2025

Zuletzt geän­dert: 7. Juli 2025