Presseschau – 19. August 2024

Arno Gei­ger / Bar­ba­ra Zeman / Jona­than Fran­zen / Micha­el Köhl­mei­er / Zora del Buo­no / Ulla Len­ze / Jaros­lav Rudiš / Isa­bel­le Lehn / Maren Kames / Danie­la Kri­en / Kurt Palm / Bern­hard Aich­ner / Dolo­res Pra­to / David Wag­ner / Rein­hard Kai­ser-Mühle­cker …

FAZ
Als könn­te die Luft spre­chen
Im Zwi­schen­reich: Ulla Len­zes Roman „Das Wohl­be­fin­den“ führt zu den Lun­gen­heil­stät­ten Beelitz und folgt einer medi­al begab­ten Pati­en­tin samt Ver­wandt­schaft durch ein Jahr­hun­dert.

FAZ
Die toten Dich­ter
Was pas­siert, wenn man eine Nacht am Grab von Edu­ard Möri­ke ver­bringt? Man schreibt eine Dan­kes­re­de, die eigent­lich eher eine Erzäh­lung ist. Auch die Geis­ter von Her­mann Hes­se, Franz Kaf­ka und ande­ren spu­ken dar­in her­um. Von Jaros­lav Rudiš

FAZ
Sie ist Täte­rin und Opfer zugleich
In „Die Spie­le­rin“ erzählt Isa­bel­le Lehn von einer Buch­hal­te­rin der Mafia, die sich die Regeln einer Welt der Män­ner und des Kapi­ta­lis­mus zu Nut­ze macht. Was hat die Leip­zi­ger Autorin an die­sem Stoff gereizt? Ein Inter­view.

Die Welt
Die­se alte deut­sche Lie­be zum Okkul­ten und Geis­ter­haf­ten
Nach innen geht der geheim­nis­vol­le Weg: Um 1900 waren spi­ri­tis­ti­sche Sit­zun­gen und eso­te­ri­sche Vor­trä­ge in Ber­lin der letz­te Schrei. In die­ser Welt erzählt Ulla Len­ze die Geschich­te zwei­er Frau­en, die der Sehn­sucht nach dem Irra­tio­na­len ver­fal­len, aber auch von ihr pro­fi­tie­ren.

Die Pres­se
Der neue Arno Gei­ger: Ein Kai­ser nimmt Reiß­aus
Arno Gei­ger gewährt Karl V., Kai­ser des Hei­li­gen Römi­schen Rei­ches, eine letz­te Rei­se ans Meer und in die Tie­fe sei­ner Jah­re, ohne Hof­staat, ohne Bür­de der Geschich­te, vol­ler Aben­teu­er und erstaun­li­cher Erkennt­nis­se. Ist das ein his­to­ri­scher Roman? Ja und nein.

Die Pres­se
Wir sind doch alle irgend­wie psy­cho­tisch
Man möch­te Bar­ba­ra Zem­ans „Betei­geu­ze“ gleich wie­der von vor­ne begin­nen, wenn man die letz­te Sei­te gele­sen hat. Wor­an das liegt? Am The­ma – das lang­sa­me Rut­schen in eine Psy­cho­se? An der über­ra­schen­den Spra­che? Am dop­pel­ten Boden?

Die Pres­se
Aus­ge­mer­gelt und die Füße vol­ler Bla­sen
Walt Whit­mans Auf­zeich­nun­gen aus dem Ame­ri­ka­ni­schen Bür­ger­krieg sind in dem auto­bio­gra­fi­schen Band „Beson­de­re Tage“ erst­mals in deut­scher Spra­che erschie­nen.

Die Pres­se
Maren Kames erzählt von einem Hasen, der ein vor­lau­ter Weg­ge­fähr­te ist
Maren Kames ver­han­delt in „Hasen­pro­sa“ den Zustand des Her­zens in einer bru­ta­len Welt.

Die Pres­se
Ein Roman über städ­ti­sche Ein­sam­keit in Ber­lin
Sven Pfi­zen­mai­ers „Schwät­zer“ ist ein zwi­schen Rea­li­tät und Fan­ta­sie oszil­lie­ren­der Roman über städ­ti­sche Ein­sam­keit und das Ende der Club­kul­tur.

Die Pres­se
Auf der Suche nach der Wahr­heit
In „So ist das nie pas­siert“ skiz­ziert Sarah Eas­ter Coll­ins das Leben einer Fami­lie vor und nach dem Ver­schwin­den der Toch­ter. Unge­wöhn­lich und span­nend.

Frank­fur­ter Rund­schau
„Dan­ke Gott für Jona­than Fran­zen“: Best­sel­ler­au­tor wird 65
Mit „Kor­rek­tu­ren“ und „Frei­heit“ schrieb sich Jona­than Fran­zen in den Schrift­stel­ler-Olymp. Jetzt wird der nicht unum­strit­te­ne US-Autor 65 Jah­re alt – und woll­te eigent­lich eine Tri­lo­gie schrei­ben.

Frank­fur­ter Rund­schau
Selbst den Gei­gen kann man nicht mehr trau­en
Das War­ten, das War­nen, das Jam­mern, die Wut: Micha­el Köhl­mei­er blickt im Lyrik­band „Im Lan­de Uz“ mit lako­ni­scher Prä­zi­si­on und sati­ri­scher Schlag­kraft auf die Gegen­wart.

Frank­fur­ter Rund­schau
Bot­schaf­ten aus einem ande­ren Land
Wenn klu­ge und ein biss­chen eit­le Män­ner plau­dern: Dem Tübin­ger Den­ker-Ter­zett Wal­ter Jens, Ernst Bloch und Hans May­er hat Gert Ueding ein anre­gen­des Buch gewid­met.

Frank­fur­ter Rund­schau
„Ich rede­te viel, aber ich hat­te kei­ne Spra­che für mei­ne wirk­li­chen Gefüh­le“
Bene­dict Wells woll­te eine Pau­se machen – und hat bei der Gele­gen­heit ein Buch über sei­nen lan­gen, von Zwei­feln gepflas­ter­ten Weg zum erfolg­rei­chen Schrift­stel­ler­da­sein geschrie­ben.

Frank­fur­ter Rund­schau
Ich bin ein armer Cow­boy und weiß, ich habe falsch gehan­delt
Ein Wes­tern, eine Road Novel, eine Aven­ti­ure mit dem Pri­vat­mann und ehe­ma­li­gen Kai­ser Karl V. – Arno Gei­ger über­rascht mit dem his­to­ri­schen Roman „Rei­se nach Lare­do“.

Tages­spie­gel
Zora del Buo­nos Buch „Sei­net­we­gen“: Lasst uns über Defor­ma­tio­nen spre­chen
Kurz nach ihrer Geburt starb der Vater der Schrift­stel­le­rin bei einem Auto­un­fall. Nun hat sie sich auf die Suche nach dem Schul­di­gen bege­ben und ein hell­sich­ti­ges Buch dar­über geschrie­ben.

Tages­spie­gel
Wie es ist, ein Kind zu ver­lie­ren
Nied­rig­schwel­li­ge The­ra­pie­stun­de: Die Leip­zi­ger Schrift­stel­le­rin Danie­la Kri­en erzählt von den ver­schlun­ge­nen Wegen, die im Leben zu gehen sind, mit­samt allen Schick­sals­schlä­gen.

Der Stan­dard
Kurt Palm über eine Kind­heit zwi­schen Sulz und Hos­tie
In sei­nem Roman „Tro­cke­nes Feld“ schreibt der Autor und Regis­seur erst­mals über die Geschich­te sei­ner Fami­lie und die Kind­heit auf dem Land. Ein Vor­ab­druck.

Der Stan­dard
„Ich mag Men­schen, auch wenn sie mir nichts abkau­fen“
Der Tiro­ler Bern­hard Aich­ner ist einer bekann­tes­ten deutsch­spra­chi­gen Thril­ler­au­toren. Ein Gespräch über über sei­nen Roman und den „geils­ten“ Beruf der Welt.

Der Stan­dard
Der Autor Tho­mas Saut­ner über Künst­li­che Intel­li­genz und Lite­ra­tur
Vom Zau­ber des Frei­raums: war­um die KI kei­ne Roma­ne mag und nie­mand Roma­ne lesen soll­te, der genau so blei­ben möch­te, wie er ist.

Der Stan­dard
Arno Gei­gers Roman über Kai­ser Karl V. ver­mischt His­to­rie und Mär­chen
In „Rei­se nach Lare­do“ wird Karl V. als sinn­su­chen­der Ex-Kai­ser durch die spa­ni­schen Lan­de geschickt. Der Herr­scher über ein Welt­reich als Schaum­schlä­ger.

Süd­deut­sche Zei­tung
Der Zau­ber der klei­nen Din­ge
Mit jahr­zehn­te­lan­ger Ver­zö­ge­rung erscheint das Lebens­werk der ita­lie­ni­schen Schrift­stel­le­rin Dolo­res Pra­to jetzt auf Deutsch. Ein monu­men­ta­ler Roman.

Süd­deut­sche Zei­tung
Pri­vi­le­giert und dis­kri­mi­niert
Ein Leben, so gla­mou­rös und ambi­va­lent wie das der tür­kisch-arme­ni­schen Poli­ti­ke­rin „Ver­kin“ muss gera­de­zu zum Roman wer­den. Dass sich der deut­sche Schrift­stel­ler David Wag­ner von die­sem Stoff nicht über­wäl­ti­gen lässt, ist ein Kunst­stück.

Die Fur­che
Der Roman zu den US-Wah­len
Der Roman zu den Wah­len die­ses Herbsts erschien 1920 in den USA, heißt „Main Street“ und wur­de vom ers­ten ame­ri­ka­ni­schen Lite­ra­tur­no­bel­preis­trä­ger, Sin­clair Lewis, geschrie­ben. Der zeit­ge­nös­si­sche Erfolg war gewal­tig, ein Bestehen als zeit­lo­ser Klas­si­ker war dem Buch nicht ver­gönnt. Zu Unrecht.

Die Fur­che
Ein teuf­li­scher Plan: Rein­hard Kai­ser-Mühle­ckers Roman „Bren­nen­de Fel­der“
Mehr­deu­ti­ge Figu­ren und Span­nung: Mit dem Roman „Bren­nen­de Fel­der“ setzt Rein­hard Kai­ser-Mühle­cker gekonnt sei­ne Fami­li­en­sa­ga fort.

 

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Online seit: 19. August 2024

Zuletzt geän­dert: 19. Aug. 2024