Presseschau – 3. Juni 2024

Franz Kaf­ka / Kam­pa kauft Dör­le­mann / Her­ta Mül­ler / Mathi­as Énard / Jen­ny Erpen­beck / Resi­li­enz durch Lite­ra­tur / Alhierd Bachare­vič / John Burn­si­de / James Joy­ce ver­sus künst­li­che Intel­li­genz …

NZZ
Franz Kaf­ka schrieb mit der Hand des Taschen­spie­lers
Vor hun­dert Jah­ren starb der Schrift­stel­ler. Er war ein Vir­tuo­se distan­zier­ter Welt­an­eig­nung, der der Nach­welt para­do­xer­wei­se immer noch als ver­quäl­ter Stu­ben­ho­cker gilt.

Die Welt
Wel­che Figur im Werk von Franz Kaf­ka fas­zi­niert am meis­ten?
Richard Ford liebt Gre­gor Samsa, Vik­tor Jero­fe­jew fei­ert Frie­da aus dem „Schloss“ und Tere­sa Prä­au­er einen Zom­bie auf dem Pferd: Wir haben 19 Schrift­stel­ler gebe­ten, eine Figur aus Kaf­kas Büchern vor­zu­stel­len. Hier gibt es Kaf­ka ganz kon­kret.

Die Welt
„Sex war für alle angst­be­haf­tet. Kaf­ka plag­te ein zusätz­li­ches Pro­blem“
Rei­ner Stach ist der welt­weit füh­ren­de Kaf­ka-Bio­graf. Sei­ne 2000 Sei­ten-Bio­gra­fie lief als ARD-Serie – und wird sogar in Chi­na gele­sen. Im Inter­view ver­rät er, in wel­chen Kaf­ka-Tex­ten die Komik regiert. Und er spricht über Kaf­kas Sexu­al­angst.

Die Welt
„Sie hat­ten Doras Hand­schrift noch nie gese­hen“
Wem gehört Kaf­ka – und war­um gehört er auch nach Isra­el? Ben­ja­min Bal­int weiß alles über die wahr­schein­lich auf­re­gends­te Gerichts­ver­hand­lung, die es je um einen Schrift­stel­ler und sein Werk gab. Doch in die­sem Jahr­hun­dert­pro­zess ging es um mehr als um beschrie­be­nes Papier.

Die Welt
Das Geheim­nis von Kaf­kas Grab
Prag war mal eine zwei­spra­chi­ge Metro­po­le. Doch was ist von die­sem Erbe geblie­ben? Auf dem jüdi­schen Fried­hof ist die alte Welt noch anschau­lich. Und der ein­zi­ge deut­sche Ver­le­ger im heu­ti­gen Prag hat gleich meh­re­re Geheim­tipps

FAZ
Ich kann mir die Welt ohne Isra­el nicht vor­stel­len
Die Hamas hat mit ihrem Ter­ror nicht nur Isra­el in einen Krieg gezwun­gen, in dem es schul­dig wird. Sie orches­triert auch mit Erfolg unse­re Gefüh­le. Die Nobel­preis­trä­ge­rin Her­ta Mül­ler zum 7. Okto­ber und sei­nen Fol­gen.

FAZ
Zwei Letz­te Wil­len
Kaf­ka befahl sei­nem Freund Max Brod in zwei Brie­fen, alle unver­öf­fent­lich­ten Schrif­ten zu ver­bren­nen – Brod folg­te dem nicht. End­lich kann die berühm­te Wei­sung an den Ori­gi­nal-Hand­schrif­ten über­prüft wer­den. Ein Gast­bei­trag.

FAZ
Der zeit­lo­se Schrift­stel­ler
Franz Kaf­ka starb am 3. Juni 1924.In den Drei­ßi­ger­jah­ren hat­te die Welt ihn lesen gelernt, seit­her bemüht sie sich, ihn zu ver­ste­hen. Und die Lite­ra­tur steht in sei­nem Schat­ten.

Frank­fur­ter Rund­schau
Irgend­wo ist immer Krieg, irgend­wo ist immer Lie­be
Der Fran­zo­se Mathi­as Énard erzählt in „Tanz des Ver­rats“ eine nicht nur deutsch-deut­sche Geschich­te.

Frank­fur­ter Rund­schau
Kam­pa kauft Dör­le­mann
Der Schwei­zer Ver­lag, zu dem auch Schöff­ling & Co. gehört, baut sei­ne klei­ne, aber sehr fei­ne Stel­lung wei­ter aus.

Tages­spie­gel
An Euro­pa führt kein Weg vor­bei: Neue Bücher für den Früh­som­mer
Von Alex Rüh­le über Hans Platz­gu­mer, Lea Sin­ger und Seh­naz Dost bis zu Hank Zer­bo­lesch: fünf lesens­wer­te Bücher aus den aktu­el­len Ver­lags­pro­gram­men.

Tages­spie­gel
„Die Demo­kra­tie ver­tei­digt man, indem man die bes­se­ren Visio­nen ent­wi­ckelt“
Lukas Rietz­schel hat ein Thea­ter­stück über die Ober­bür­ger­meis­ter­wahl 2019 in Gör­litz geschrie­ben. Ein Gespräch über das Gespenst AfD, Pro­test­wäh­ler und den Ver­trau­ens­ver­lust in die Volks­par­tei­en.

Tages­spie­gel
„Man kann zwar alles sagen, aber es bewirkt oft nichts mehr“
Die Schrift­stel­le­rin Jen­ny Erpen­beck gilt als Chro­nis­tin von Umbrü­chen – per­sön­li­chen und poli­ti­schen. Über das Schwei­gen als Last der Nach­wen­de­ge­nera­ti­on und die Mie­ten in Ber­lin.

Tages­spie­gel
Resi­li­enz durch Lite­ra­tur: Ein Besuch beim Arse­nal-Buch­fes­ti­val in Kiew
Die zwei­te Kriegs­aus­ga­be des Kie­wer Buch­fes­ti­vals fand wie­der im Vor­kriegs­for­mat statt. War­um Bücher und Kul­tur die gebeu­tel­ten Ukrai­ner stär­ken.

Die Zeit
Unüber­trof­fen selt­sam
Heu­te vor 100 Jah­ren ist Franz Kaf­ka gestor­ben. War­um soll aus­ge­rech­net sein Werk so häu­fig mit KI fort­ge­setzt wer­den? Eini­ge Ant­wor­ten lie­fert das Hör­spiel „Kaf*KI“.

Der Stan­dard
Sein letz­ter Kampf oder Wie Kaf­ka die Büro­kra­tie bis ins Grab ver­folg­te
Die Über­füh­rung der Lei­che des berühm­ten Schrift­stel­lers nach sei­nem Tod am 3. Juni 1924 von Wien nach Prag war beglei­tet von büro­kra­ti­schen Eigen­tüm­lich­kei­ten.

Der Stan­dard
Zsol­nay ist hun­dert: Vier Roman­ciers über ihren Ver­lag
Wie kam Mir­cea Căr­tă­res­cu zu Zsol­nay? War­um denkt Franz Schuh an Putin, wenn er den Ver­lag besucht? Wohin schickt Lisa Eck­hart ihren Roman? War­um fühlt sich Bir­git Birn­ba­cher wie im Gewächs­haus?

Der Stan­dard
Vien­na, Vien­na! Wie wich­tig Wien für die Moder­ne war
Der bri­ti­sche Jour­na­list Richard Cockett beschreibt in sei­nem vor­erst auf Eng­lisch erschie­ne­nen Buch „Vien­na“ die kul­tu­rel­le Bedeu­tung Wiens für die moder­nen Welt.

Der Stan­dard
„Euro­pas Hun­de“ im Auf­stand gegen das rus­si­sche Impe­ri­um
In sei­nem monu­men­ta­len Buch beschwört der bela­rus­si­sche Schrift­stel­ler Alhierd Bachare­vič mit Punk, Poe­sie und Pro­sa Wider­stands­wil­len und Wach­heit.

Der Stan­dard
Mit Andrzej Bob­kow­ski die Sehn­sucht nach der Welt ent­de­cken
Mit dem Buch „Hin­ter dem Wen­de­kreis“ von Andrzej Bob­kow­ski ist ein gro­ßer Unbe­kann­ter der Lite­ra­tur, pol­ni­scher Kos­mo­po­lit und wich­ti­ger Euro­pä­er zu ent­de­cken.

Stutt­gar­ter Zei­tung
Die Wun­de Kaf­ka
Vor hun­dert Jah­ren starb Franz Kaf­ka. Sei­ne lite­ra­ri­sche Erkun­dung der mensch­li­chen Ver­letz­bar­keit ist in der kri­sen­ge­zeich­ne­ten Gegen­wart aktu­el­ler denn je.

Süd­deut­sche Zei­tung
Beob­ach­ter der Fins­ter­nis
John Burn­si­de war ein poli­ti­scher Dich­ter, der in sei­nem Werk immer wie­der zu sei­ner eige­nen düs­te­ren Jugend zurück­kehr­te.

Süd­deut­sche Zei­tung
James Joy­ce ver­sus künst­li­che Intel­li­genz: Kapie­ren und kopie­ren
Er habe die künst­li­che Intel­li­genz allein mit lite­ra­ri­schen Mit­teln vor­weg­ge­nom­men, sagt man über James Joy­ce. Kann es die KI heu­te mit die­sem Genie auf­neh­men? Es irgend­wann erset­zen? Ein Pra­xis­test.

Süd­deut­sche Zei­tung
Wir sind’s
Fried­rich Ani hat ein Gedicht geschrie­ben, es heißt „Wir sind’s“.

—> Pres­se­schau als News­let­ter abon­nie­ren

* * *

Online seit: 3. Juni 2024

Zuletzt geän­dert: 4. Juni 2024