Die Hymnen der Hyäne

Intel­li­gen­te Schub­um­kehr: Über Doro­thy Par­kers Gedich­te. Von Nora Gom­rin­ger

Neben einer ordent­li­chen Haus­apotheke besaß mei­ne Mut­ter eine aus­ge­zeich­ne­te Biblio­thek. Zu einer Sor­ge des Lei­bes – so ihre Über­zeu­gung – gesell­te sich zwei­fels­frei und all­zu oft zeit­gleich eine Sor­ge des Geis­tes. Mit beson­de­ren „Krank­hei­ten“ wie unglück­li­chen Ver­liebt­hei­ten kam die­se Medi­zin: eine Por­ti­on Milch­reis und Gedich­te von Doro­thy Par­ker. Das hat­te in mei­nem Fall zwei Fol­gen. Eine recht frü­he Des­il­lu­sio­nie­rung in Bezie­hungs­din­gen und ein Figur­pro­blem. Doro­thy Par­ker war Mut­ters Vade­me­cum für die Wehen des Her­zens. Daher kann ich sagen, dass mein hei­ßes Blut