Überwiegend ernst gemeint

Die Auto­ma­ti­sche Lite­ra­tur­kri­tik. Von Kath­rin Pas­sig
Katrin Passig in Klagenfurt beim Wettlesen um den Ingeborg-Bachmann-Preis

Kat­rin Pas­sig in Kla­gen­furt 2006. (© Ange­la Lei­nen)

„Alle kla­gen über schlech­te Lite­ra­tur, aber nie­mand bemüht sich um kon­struk­ti­ve Kri­tik und nach­voll­zieh­ba­re Bewer­tungs­kri­te­ri­en. Jeden­falls nie­mand außer uns.“ So begann der Bei­trag im Blog „Rie­sen­ma­schi­ne“, mit dem bei den Tagen der deutsch­spra­chi­gen Lite­ra­tur 2008 der „Auto­ma­ti­sche Lite­ra­tur­kri­tik-Preis der Rie­sen­ma­schi­ne“ ange­kün­digt wur­de. Der Preis ist seit­dem sechs­mal ver­lie­hen wor­den: an Til­man Ramm­stedt, Karl-Gus­tav Ruch, Doro­thee Elmi­ger, Linus Reich­lin, Mat­thi­as Nawrat und Roman Ehr­lich. Die Preis­trä­ger wur­den mit Hil­fe einer Lis­te von Plus- und Minus­punk­ten ermit­telt, auf der die Hel­fer und Hel­fe­rin­nen des Kri­tik­au­to­ma­ten nur anzu­kreu­zen brau­chen, ob im Text Nage­tie­re vor­kom­men (Plus­punkt) oder das Autoren­por­trät Groß­auf­nah­men gehen­der Füße ent­hält (Minus­punkt). (1)

Die Vor­ge­schich­te des Prei­ses beginnt um das Jahr 2000 her­um. Ich besuch­te damals