Präauer streamt: Jede Menge Cuteness (bei Amélie et. al.)

Von Tere­sa Prä­au­er

Heu­te ertra­ge ich das kaum noch. Foto: „Le fabu­leux destin d’Amélie Pou­lain“

Im Stie­gen­haus des Alt­baus, in dem ich woh­ne, wer­den Post­kar­ten, die ihren Bestim­mungs­ort nicht gefun­den haben, gut sicht­bar für alle auf der obe­ren Abla­ge­flä­che der Brief­käs­ten auf­ge­stellt, ein biss­chen wie Votiv­ga­ben auf einem Kir­chen­al­tar. Mir tut dann immer leid, was damit pas­siert: näm­lich nichts. Sie ste­hen dort her­um und war­ten und wer­den nach ein paar Tagen vom Rei­ni­gungs­per­so­nal im Alt­pa­pier ent­sorgt.

Ich tra­ge mei­ne Schrift­stel­le­rin­nen­klei­dung, tags­über Jog­ging­ho­se, Bril­len mit dicken Glä­sern und zum Dutt hoch­ge­zwir­bel­tes Haar, abends, zum Aus­ge­hen, Tweed­sak­ko und abge­wetz­te Cord­ho­sen.

Ich aber bin Schrift­stel­le­rin. Ich habe Zeit. Mei­ne Auf­ga­be ist es, den klei­nen Din­gen, die am Ran­de sind, mei­ne Auf­merk­sam­keit zu wid­men, so stand es jeden­falls in der Berufs­be­schrei­bung. Ich hal­te mich selbst­ver­ständ­lich dar­an. Ich tra­ge