Ich saß im Affencafé und las Viktor Schklowski

Von Mar­cel Bey­er

Vik­tor Schklow­ski ist ein Autor der Schnee­sät­ze. Seit drei­ßig Jah­ren, scheint mir, zitie­re ich Schnee­sät­ze von Vik­tor Schklow­ski, und seit drei­ßig Jah­ren ent­de­cke ich immer neue Schnee­sät­ze in sei­nem Werk. Sie haben mich nach Hel­sin­ki beglei­tet, nach Nowo­si­birsk, nach New York. Nach Sankt Peters­burg. Manch­mal glau­be ich, mein Leben lie­ße sich ent­lang sei­ner Schnee­sät­ze nach­er­zäh­len.

Auch wenn er ein­mal ange­merkt hat, mit dem Schrei­ben eines Buches begin­ne er stets im Früh­ling, ist Vik­tor Schklow­ski – gebo­ren im Janu­ar 1893, gestor­ben im Dezem­ber 1984 – doch ein Win­ter­mensch. In Sen­ti­men­ta­le Rei­se schreibt er über