Er erfüllte seine Aufgabe

Phil­ip K. Dick, gele­sen von Emma­nu­el Car­rè­re. Von Lorenz Lan­gen­eg­ger

Im Gegen­satz zu ande­ren Autorin­nen und Autoren, die mir wich­tig sind, kann ich mich nicht erin­nern, wie ich zum ers­ten Mal mit Phil­ip K. Dick in Berüh­rung kam, wer mich dar­auf hin­wies oder was ich zuerst las. Eine Erzäh­lung oder einen Roman? Viel­leicht sogar sei­nen berühm­tes­ten, der wegen des erfolg­rei­chen Films unter ande­rem Titel ver­kauft wur­de, was ich schon damals, ich ging noch zur Schu­le, unmög­lich fand. Der Ori­gi­nal­ti­tel war viel­leicht etwas umständ­lich, aber wun­der­schön, weil er nicht nur den Roman, son­dern die gan­ze Welt erfass­te, in der die Geschich­te spiel­te. Viel­leicht wür­de sie einst auch mei­ne Welt sein, oder sie war es schon, wenn ich dem Buch glau­ben durf­te, das im Jahr 1992 spiel­te, in einer Zukunft, die seit kur­zem Ver­gan­gen­heit war: Do Andro­ids Dream of Elec­tric Sheep?

Dick hat­te wei­te­re Hal­lu­zi­na­tio­nen, er sah Bil­der aus dem anti­ken Rom und war über­zeugt, dass er zwei par­al­le­le Leben führ­te, eines als er selbst und ein zwei­tes als Apos­tel Tho­mas im ers­ten Jahr­hun­dert nach Chris­tus.

Ich war ein Teen­ager und ver­stand wenig von der Welt, aber so viel hat­te ich ver­stan­den, dass ich kein Drauf­gän­ger und Aben­teu­rer war und der ein­zi­ge Weg, die Welt zu ent­de­cken, über Geschich­ten füh­ren wür­de. Die letz­ten Jah­re hat­te ich