Presseschau – 9. Dezember 2025

Romain Gary / John Ban­ville / Hel­ga Schu­bert / László Kraszn­ahor­kai / Fer­idun Zai­mo­g­lu / Hu Anyan / Josef Škvor­ecký …

NZZ
Romain Gary hat einen Kriegs­ro­man mit einem erstaun­li­chen Hang zum Schö­nen, Wah­ren und Guten ver­fasst
„Euro­päi­sche Erzie­hung“, das Roman­de­büt des fran­zö­si­schen Schrift­stel­lers, han­delt vom Krieg in sei­ner Bru­ta­li­tät und Absur­di­tät. Es ist heu­te wie­der aktu­ell.

NZZ
Wie­der ein­mal geht es um Leben oder Tod in Vene­dig. John Ban­ville ver­öf­fent­licht einen raf­fi­nier­ten Roman
Der Ire John Ban­ville macht einen gren­zen­los bos­haf­ten Vene­dig-Has­ser zur Haupt­fi­gur sei­nes neu­en Romans. Das ist ein gross­ar­ti­ges Ver­gnü­gen.

Die Welt
Erst lern­te sie Gebe­te, dann Punk – heu­te hat sie Hoff­nung
Pat­ti Smith erzählt ihr Leben: Sie wächst bei Zeu­gen Jeho­vas auf, doch als ein Kir­chen­äl­tes­ter ihr sagt, im Reich Got­tes sei für Kunst kein Platz, bricht sie aus. Jetzt erklärt die Sän­ge­rin, war­um Lie­be manch­mal nur eine Ther­mos­kan­ne braucht.

FAZ
Eine Frau mit Zuver­sicht
Im Licht: Hel­ga Schu­bert schil­dert in „Luft zum Leben“ prä­gen­de Lebens­über­gän­ge. Ihr Buch ent­hält bis­lang unver­öf­fent­lich­te Tex­te.

FAZ
Für­sorg­li­cher Ein­griff in die Kunst­werkse­lig­keit
Seit sech­zig Jah­ren schreibt der Ger­ma­nist Wulf Sege­brecht Lite­ra­tur­kri­ti­ken für die Frank­fur­ter All­ge­mei­ne. Für die Frank­fur­ter Antho­lo­gie hat er zahl­lo­se Gedich­te inter­pre­tiert. Heu­te wird er neun­zig Jah­re alt.

FAZ
Der gute Geist von good old Mar­bach
Er hat alle Sta­tio­nen des lite­ra­ri­schen Lebens durch­lau­fen und war in allen bril­lant: Zum neun­zigs­ten Geburts­tag des Lite­ra­tur­wis­sen­schaft­lers und ‑lieb­ha­bers Fried­rich Pfäff­lin.

Frank­fur­ter Rund­schau
Der König von Ungarn
Der Mon­arch, die Rechts­extre­mis­ten und ein klei­ner Hund: László Kraszn­ahor­kais wil­der Roman „Zsöm­le ist weg“ erscheint auf Deutsch heu­te punkt­ge­nau zur Nobel­preis­ver­lei­hung am Mitt­woch.

Frank­fur­ter Rund­schau
„Machen wir uns nichts vor: Die Wie­der­ver­ei­ni­gung ist schief­ge­gan­gen“
Der Schrift­stel­ler Peter Schnei­der über West-Ber­lin als „Insel der Glück­li­chen“, den Umgang mit der AfD und sei­nen neu­en Roman „Die Frau an der Bus­hal­te­stel­le“. Ein Inter­view von Cor­ne­lia Geiß­ler.

Die Zeit
Das ist hier doch nicht Nord­ko­rea
Wie Fer­idun Zai­mo­g­lu um sei­nen Vater trau­ert, und war­um die post­mi­gran­ti­sche Lite­ra­tur Käse ist. Ein Besuch in Kiel

Ber­li­ner Zei­tung
„Was blei­bet aber. Schrift­stel­ler in der DDR“ – eine Lite­ra­tur­ge­schich­te von Klaus Bel­lin
Der lebens­lan­ge Lite­ra­tur­ent­de­cker Klaus Bel­lin wird am Diens­tag 90 Jah­re alt. Sei­ne Lite­ra­tur­ge­schich­te zeigt: Vie­le der vor­ge­stell­ten Autoren wur­den im Wes­ten kaum gele­sen.

Ber­li­ner Zei­tung
Augen­öff­nen­de Lite­ra­tur aus der Arbeits­welt: „Ich fah­re Pake­te aus in Peking“
Anstren­gen­der Job, mie­se Bezah­lung, kaf­ka­es­ke Büro­kra­tie: Hu Anyan erzählt in sei­nem Buch von einer Arbeit, die es über­all gibt. Die Buch­kri­tik.

Die Pres­se
Der Chef­inspek­tor lei­det sehr
Josef Škvor­ecký hat mit dem Chef­inspek­tor Borův­ka den Pro­to­ty­pen des melan­cho­li­schen Ermitt­lers erschaf­fen.

Süd­deut­sche Zei­tung
Was bringt die­se Art der poli­ti­schen Hygie­ne?
In Wien steht ein Anti­quar vor Gericht, der Nazi­li­te­ra­tur aus einem Nach­lass anbot, in Ber­lin fliegt die „Biblio­thek des Kon­ser­va­tis­mus“ aus einem Ver­band. Dabei wäre viel­leicht bes­ser, die bösen Bücher zu stu­die­ren.

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Zuletzt geän­dert: 9. Dez. 2025