Presseschau – 8. März 2026

Jean-Jac­ques Rous­se­au / Juli Zeh / Michel Hou­el­le­becq / Péter Nádas / Vere­na Stauf­fer / Josef Wink­ler / Esther Schütt­pelz …

NZZ
Die Flucht der Bärin
Im Erzähl­band „Die Flucht der Bärin“ lässt Joan­na Bator ihre Figu­ren durch eine Land­schaft aus Ver­lust und Hor­ror irren.

NZZ
Die Mög­lich­keit der Frei­heit
Wojciech Kuc­zoks Roman „Lethar­gie“ ist eine Para­bel auf die pol­ni­sche Gesell­schaft und ein bis­sig-böses Lese­ver­gnü­gen.

NZZ
Der kon­ser­va­ti­ve Revo­lu­tio­när: Jean-Jac­ques Rous­se­au wur­de gefei­ert, ver­ehrt, gehasst und ver­folgt. Sei­ne Bücher gal­ten als brand­ge­fähr­lich
Jean-Jac­ques Rous­se­au sehn­te sich nach dem ursprüng­li­chen Para­dies, obwohl er wuss­te, dass kein Weg dahin führt. Vol­ker Rein­hardt schil­dert das Leben des Phi­lo­so­phen, Dich­ters und Aus­stei­gers mit allen Wider­sprü­chen.

Die Welt
„Ich möch­te Begrif­fe wie ‚kon­ser­va­tiv‘ oder ‚Abend­land‘ nicht auf­ge­ben“
Micha­el Trie­gel ließ sich 2014 katho­lisch tau­fen. Bei einem Tref­fen erzählt er, wel­che Bücher ihn zum Maler, Ita­li­en­fan und Katho­li­ken wer­den lie­ßen.

Die Welt
„Wir haben ange­fan­gen, den Inter­es­sen­aus­gleich durch die Nazi­keu­le zu erset­zen“
In ihren Roma­nen gibt Juli Zeh der gern igno­rier­ten Land­be­völ­ke­rung eine Stim­me. Besuch bei einer, die sehr gut erklä­ren kann, wie aus der Par­tei­en- eine Sys­tem­ver­dros­sen­heit wird.

Die Welt
„Zivi­li­sa­tio­nen ver­schwin­den. Es ist der Nor­mal­fall“
Michel Hou­el­le­becq, ewi­ger Pro­vo­ka­teur und einer der größ­ten Schrift­stel­ler unse­rer Zeit, ist wie­der da. Im Gespräch ver­rät er, wie­so er Frei­heit für eine Illu­si­on hält.

Die Welt
Groß­va­ter war mit der Waf­fen-SS in Polen – die Fami­lie schweigt
Judith Her­mann erfuhr erst spät, dass der Vater ihrer Mut­ter im Zwei­ten Welt­krieg als SS-Mann im pol­ni­schen Radom sta­tio­niert war.

Die Welt
Wenn Kin­der vor Les­sing und Schil­ler geschützt wer­den sol­len
Die Spra­che soll gesäu­bert wer­den von allem, was als unsen­si­bel gilt. Auch in der Lite­ra­tur. „Bett­ler wer­den Fürs­ten­brü­der“ ist nicht mehr gen­der­ge­recht. War­um man Schü­ler damit einer ein­ma­li­gen Chan­ce beraubt.

Die Welt
Der Exor­zist vom Rand der Welt
Lan­ge hoff­te Antó­nio Lobo Antu­nes auf den Nobel­preis, doch dann bekam ihn ein Lands­mann. Die Gespens­ter der Kolo­ni­al­zeit und der faschis­ti­schen Dik­ta­tur lie­ßen den por­tu­gie­si­sche Schrift­stel­ler nie los. Nun ist er im Alter von 83 Jah­ren gestor­ben.

FAZ
Sil­ke Scheu­er­mann: „Lie­be, Robo­ter 1“
Das Sonett als letz­te Bas­ti­on einer Mensch­lich­keit, die weiß, dass sie bald durch einen Algo­rith­mus ersetzt wer­den könn­te: Die­se Ver­se spre­chen über das Bedürf­nis nach Bezie­hun­gen im Zeit­al­ter der Maschi­nen.

FAZ
Wir von der Gene­ra­ti­on Sinn­los
Als ich auf die Bücher die­ses Schrift­stel­lers stieß, lern­te ich, über die DDR zu erzäh­len: Durs Grün­beins Dan­kes­re­de zum Erich-Loest-Preis.

FAZ
„Ich krie­ge Zustän­de bei die­sen Zustän­den“
Nach acht Jah­ren kehrt das Kän­gu­ru zurück. Im Inter­view erklärt Marc-Uwe Kling, war­um die Welt sei­ne Buch­fi­gur braucht, wie Über­reich­tum die Demo­kra­tie gefähr­det – und war­um er Jens Spahn vor Gericht sehen will.

FAZ
Er gab sei­ne fünf Kin­der ins Fin­del­haus
Bis­wei­len schien er süch­tig nach Selbst­an­kla­ge, Knie­fall und Buße, und sei­ne berühm­tes­te Idee stamm­te von einem Freund: Vol­ker Rein­hardt zeigt den Phi­lo­so­phen Jean-Jac­ques Rous­se­au als Bün­del von Wider­sprü­chen.

FAZ
Du musst nur die Fahrt­rich­tung ändern 
Du musst nur die Fahrt­rich­tung ändern. Ein­mal die fal­sche Aus­fahrt genom­men, und schon ist alles anders: Eine Frau fährt in Esther Schütt­pelz’ Roman „Grü­ne Wel­le“ einen Tag lang übers Land.

FAZ
An Goe­thes Roman prä­zi­sier­te er sein Den­ken
Recht, Schick­sal, Erlö­sung, Hoff­nung: Wal­ter Ben­ja­mins Essay „Goe­thes Wahl­ver­wandt­schaf­ten“ erscheint nun in der mate­ri­al- und kom­men­tar­rei­chen „Kri­ti­schen Aus­ga­be“ sei­ner Wer­ke.

FAZ
Was einer sieht, der drei­ein­halb Minu­ten tot war
1993 war Péter Nádas nach einem Herz­in­farkt für kur­ze Zeit kli­nisch tot. Jetzt legt der Schrift­stel­ler Foto­gra­fien vor, die sei­ne Obses­si­on mit Licht und Schat­ten bis an die meta­phy­si­sche Gren­ze trei­ben.

Die Pres­se
Julia Wolf, Cur­tis Sit­ten­feld: So geht „Mit­tel­al­ter“ bei Frau­en
Die Deut­sche Julia Wolf und die Ame­ri­ka­ne­rin Cur­tis Sit­ten­feld haben jeweils gran­dio­se Kurz­ge­schich­ten über Frau­en geschrie­ben.

Die Pres­se
Spec­trum Lyrik: Tove Dit­lev­sen
Vor 50 Jah­ren starb die däni­sche Autorin Tove Dit­lev­sen. Heu­te wird sie im deutsch­spra­chi­gen Raum wie­der ent­deckt.

Die Pres­se
Die­se Her­ren sind dem Opi­um ver­fal­len
Fleur Jaeg­gy wur­de von Inge­borg Bach­mann in Rom zum Schrei­ben ani­miert. Hier­zu­lan­de ist sie noch ein Geheim­tipp.

Die Pres­se
End­lich sind die Män­ner ein­mal die Musen
Zwi­schen Ein­sam­keit und Schöp­fungs­wil­len: In Vere­na Stauf­fers Roman „Strah­len“ sucht eine ­Male­rin nach Inspi­ra­ti­on und ­einer Muse.

Die Pres­se
Bru­der und Schwes­ter schla­fen in Toten­bet­ten – der sprach­ge­wal­ti­ge neue Roman von Josef Wink­ler
Josef Wink­ler erzählt in „Das Glück ist ein Engel mit erns­tem Gesicht“ von sei­ner Schwes­ter, die wie er in den Augen des ­Vaters als lebens­un­tüch­tig galt. Sprach­ge­wal­tig ruft er dabei alle The­men sei­nes Œuvres noch ein­mal auf.

Die Pres­se
Eine Freun­din­nen­höl­le in Tokio
Auf jeder Sei­te gru­selt es einen mehr. Asa­ko Yuzu­kis Roman „Tokyo Girls Club“ han­delt von den Schat­ten­sei­ten ein­sa­mer Men­schen, die drin­gend Freun­de brau­chen.

Die Pres­se
Eine Gans lebt das Leben eines Schwans
Zhang Yuer­an ist eine der bekann­tes­ten lite­ra­ri­schen Stim­men ihrer Gene­ra­ti­on in Chi­na. Mit ihrem Roman „Schwa­nen­ta­ge“ wirft sie einen Blick auf die Hack­ord­nung der Gesell­schaft.

Frank­fur­ter Rund­schau
Will sie weg? Ist er ein Lump?
Ohne rote Ampel muss sie wei­ter, immer wei­ter: Esther Schütt­pelz’ inten­si­ver und küh­ler Bezie­hungs­ro­man „Grü­ne Wel­le“.

Frank­fur­ter Rund­schau
Nach­ruf auf Peter Schnei­der – Wir könn­ten immer die sein, die sich irren
Nach­ruf auf Peter Schnei­der – Wir könn­ten immer die sein, die sich irren.

Frank­fur­ter Rund­schau
Ein Lebens­en­de
Robert Men­as­se: „Eine Lebens­ent­schei­dung“

Ber­li­ner Zei­tung
Tho­mas Resch­ke ist tot, ein gro­ßer Ver­mitt­ler der rus­si­schen Lite­ra­tur
Er brach­te Bul­ga­kow, Sost­schen­ko, Jew­tu­schen­ko und ande­re zu den deut­schen Lesern. Tho­mas Resch­ke arbei­te­te als Lek­tor und über­setz­te zunächst neben­bei.

Die Zeit
So schön kann es enden
Robert Men­as­ses Novel­le „Die Lebens­ent­schei­dung“ kreist um den Tod als letz­tes Pro­jekt.

Der Stan­dard
Bar­bi Mar­ko­vić: „Ange­passt bin ich schon gar nicht!“
Für „Steh­len, Schimp­fen, Spie­len“ wird die Autorin am 15. März mit dem Hele­na-Adler-Preis für rebel­li­sche Lite­ra­tur aus­ge­zeich­net. Ein Gespräch über Angst als Motor und Mut als Stra­te­gie, über Box­trai­ning, Spiel­re­geln und Lan­ge­wei­le.

Der Stan­dard
„Iris“: Lau­ra Freu­den­tha­lers neu­er Roman über Hexen­pro­zes­se und Geschlech­ter­ge­walt
Lau­ra Freu­den­tha­lers neu­er Roman „Iris“ folgt einer Schrift­stel­le­rin, die zu Hexen­pro­zes­sen recher­chiert und sich gleich­zei­tig selbst von Gewalt betö­ren lässt

Süd­deut­sche Zei­tung
„Wir hal­ten die­se Art der Gesin­nungs­prü­fung für voll­kom­men inak­zep­ta­bel“
Wolf­ram Wei­mer ver­tei­digt sein Vor­ge­hen gehen drei lin­ke Buch­hand­lun­gen als Kampf gegen den Extre­mis­mus. Ein Gespräch mit Sebas­ti­an Gug­golz, Chef des Bör­sen­ver­eins des Deut­schen Buch­han­dels, dar­über, ob ein Boy­kott des Buch­hand­lungs­prei­ses die rich­ti­ge Lösung ist.

Süd­deut­sche Zei­tung
Auf Wie­der­se­hen, Patrick Bate­man
Wenn es eines gibt, was wir Teen­agern in Zei­ten von Andrew Tate und Donald Trump nahe­brin­gen soll­ten, dann ist es Empa­thie. Umso betrüb­li­cher, dass vor allem jun­ge Män­ner kaum noch Roma­ne lesen.

Süd­deut­sche Zei­tung
„Schmerz ist eine ent­schei­den­de Ener­gie­quel­le“
Kae Tem­pest hat mit „Ein Leben lang gesucht“ einen Roman übers Trans-Sein geschrie­ben, der uni­ver­sell und trost­reich über die Lie­be erzählt. Dabei gelin­gen dem Rap­per und Schrift­stel­ler eini­ge der schöns­ten Sex­sze­nen, die jemals geschrie­ben wur­den.

 

 

 

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Online seit: 8. März 2026

Zuletzt geän­dert: 8. März 2026