Presseschau – 8. Juli 2026

Tade­usz Borow­ski / Navid Ker­ma­ni / Kate Cho­pin / Danie­la Dröscher / Feli­ci­tas Hop­pe / Mag­gie O’Farrell …

NZZ
Mehr als Wind ist in Ausch­witz nicht zu erhof­fen – gros­se und ergrei­fen­de Audio-Kunst um die neu ent­deck­ten Gedich­te von Tade­usz Borow­ski
Auch Tade­usz Borow­ski kann­te Ausch­witz. Der von Imre Ker­té­sz hoch­ge­schätz­te Pole, der 1951 mit knapp 29 Jah­ren Hand an sich leg­te, war auf Deutsch bis­her nur als Pro­sa­au­tor prä­sent. Nun lie­gen in dem ein­drucks­vol­len «Hör­spiel-Ora­to­ri­um» Gedich­te von ihm vor.

Die Welt
Sein Freund Erich Käst­ner lieb­te ihn, die Nazis hat­ten Angst vor ihm
Wal­ter Trier wur­de welt­be­rühmt für sei­ne Illus­tra­tio­nen der Bücher von Erich Käst­ner. Aber er war viel mehr. Jetzt erschei­nen sei­ne poli­ti­schen Zeich­nun­gen. Und man begeg­net einem mes­ser­scharf um sich bli­cken­den Humo­ris­ten mit mit­füh­len­dem Blick.

Die Welt
„Gefühlt ist die gro­ße Zeit von Köln seit tau­send bis zwei­tau­send Jah­ren vor­bei“
Köln­has­ser gibt es vie­le. In Navid Ker­ma­nis „Lie­bes­er­klä­rung“ an die Stadt wer­den sie para­do­xer­wei­se eine Men­ge Argu­men­te für ihre Ver­ach­tung fin­den. Fragt sich, woher die typi­sche Köl­ner Nei­gung zu ergrif­fe­ner Selbst­fei­er kommt.

FAZ
Von einer Braut, die vor die Hun­de geht
Ein Ehe­ro­man, der 1899 alles infra­ge stell­te, was man damals von Frau­en erwar­te­te. Und die Autorin selbst war auch unkon­ven­tio­nell: Kate Cho­pins „The Awa­ke­ning“ – Teil 25 der F.A.Z.-Serie „Ame­ri­ka, wie es im Buche steht“.

FAZ
Gezählt, nicht erzählt
„41515 Wör­ter“ ist das Pro­sa­de­büt der Per­for­mance­künst­le­rin Vera Mar­ty­n­ov. Es wirft eini­ge Fra­gen auf, auch was die Über­set­zung aus dem Rus­si­schen betrifft.

FAZ
Kaput­te Vor­bil­der
Wie ein jun­ger Mann einen „Grup­pe 47“-Schriftsteller ken­nen­lernt, der sich als ganz schö­ner Unsym­path erweist: In „Böll kam nicht bis Trois­dorf“ rech­net Andre­as Fischer mit einem ver­korks­ten Men­tor ab. Der aber nicht Böll ist.

FAZ
Hier muss man nicht dem intel­lek­tu­el­len Popanz genü­gen
Höchst­per­sön­li­che Bli­cke auf zwei all­ge­mein belieb­te Phä­no­me­ne: Mit Danie­la Dröschers Essay über „Spre­chen“ und dem von Feli­ci­tas Hop­pe über „Rei­sen“ wird die erfolg­rei­che Buch­rei­he „Han­ser Leben“ abge­schlos­sen.

Frank­fur­ter Rund­schau
Da liegt der gro­ße Hund begra­ben
„Land“, Mag­gie O’Farrells Roman aus der iri­schen Geschich­te.

Die Pres­se
Malachy Tall­acks neu­er Roman: Schrul­li­ge Män­ner am Meer
Der schot­ti­sche Nor­den wird in „Der Oze­an so wild und weit“ zum Kraft­platz für Men­schen, die Ruhe und Ein­sam­keit suchen.

 

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Online seit: 7. Juli 2026

Zuletzt geän­dert: 8. Juli 2026