Presseschau – 8. Dezember 2025

László Kraszn­ahor­kais Stock­hol­mer Nobel­preis­re­de / Die lite­ra­ri­schen High­lights des Jah­res / Aldous Hux­ley / Got­tes­be­wei­se …

NZZ
Das Ver­lan­gen nach Lie­be, die Lust am Erzäh­len und die nach­hal­len­de Ver­gan­gen­heit. Die lite­ra­ri­schen High­lights die­ses Jah­res
Doro­thee Elmi­ger räumt rei­hen­wei­se Prei­se ab, Nelio Bie­der­mann ist der neue Stern am lite­ra­ri­schen Him­mel, und Sal­man Rush­die erzählt wie einst Sche­he­ra­za­de: Die­se Bücher erreg­ten 2025 Auf­se­hen.

NZZ
Vor acht­zig Jah­ren warn­te Aldous Hux­ley vor einer Welt, in der weni­ge über vie­le herr­schen und die Poli­tik vom Recht des Stär­ke­ren bestimmt wird
Die düs­te­re Uto­pie «Schö­ne neue Welt» mach­te Aldous Hux­ley berühmt. Unmit­tel­bar nach dem Krieg schrieb der bri­ti­sche Autor einen Essay über Wis­sen­schaft, Frei­heit und Frie­den. Und nahm die Gegen­wart vor­weg.

NZZ
„Geteil­ter Hori­zont. Die Zukunft der Ukrai­ne“ zeigt, was ein bru­ta­ler Krieg selbst der tap­fers­ten Gesell­schaft antut
Die schreck­li­che All­ge­gen­wart des Krie­ges – eine Antho­lo­gie zum rus­si­schen Gross­an­griff leuch­tet tief in die ukrai­ni­sche See­le.

FAZ
Sein Leben ist nicht denk­bar ohne Schrei­ben
Wel­cher Rie­se soll­te gegen die­sen Ehr­geiz ankom­men? Zum acht­zigs­ten Geburts­tag des iri­schen Schrift­stel­lers John Ban­ville.

FAZ
Wir alle sind rat­los gegen­über dem Alter
Gefühls­wel­ten eines Men­schen, wenn es auf das Ende zugeht: In ihrem Roman „Die spä­ten Tage“ beschreibt Nata­scha Wodin, die an die­sem Mon­tag acht­zig wird, auch das Glück spä­ter Lie­be.

FAZ
Gefällt euch etwa euer Skla­ven­da­sein?
1946 warn­te der Schrift­stel­ler Aldous Hux­ley vor einer Welt, die von Tech-Olig­ar­chen beherrscht wird. Nun liegt sein Essay auch auf Deutsch vor. Sind sei­ne Befürch­tun­gen wahr gewor­den?

FAZ
Robert Wal­ser: „Schnee“
Schwe­ben, Sin­ken, Ver­ge­hen: Die­ses Gedicht han­delt von jenem Stoff­ge­misch, das die Welt ver­än­dert, indem es sich ihr anschmiegt.

FAZ
Auf der Kon­fe­renz der kleins­ten Staa­ten der Welt
Ful­mi­nan­ter Abschied von einem gro­ßen euro­päi­schen Erzäh­ler: „Wenn der König stirbt“ von David Alba­ha­ri ist ein rät­sel­haf­ter Roman, der in asso­zia­ti­ver Wei­se auf die Welt­ge­schich­te zielt.

FAZ
Ein fri­scher Ver­such, die Exis­tenz Got­tes zu bewei­sen
Wegen Pro­tes­ten von Stu­den­ten wur­de Sebas­ti­an Ost­rit­schs Vor­trag an der Hoch­schu­le für Phi­lo­so­phie in Mün­chen abge­sagt. In sei­nem Buch ver­sucht er, die Exis­tenz des christ­li­chen Got­tes zu bewei­sen. Gelingt ihm das?

FAZ
Ich las­se Sie köp­fen, Frau Rich­te­rin
Die­ser Tage erhält László Kraszn­ahor­kai den Lite­ra­tur­no­bel­preis. Zugleich erscheint sein neu­er Roman „Zsöm­le ist weg“, der mit leich­ter Hand von ver­wirr­ten Köp­fen unse­rer Zeit erzählt: vom selbst­er­nann­ten König der Ungarn und sei­nen Anhän­gern.

Die Welt
„Ihre Erin­ne­run­gen deck­ten sich nicht mit mei­nen“
Ruth Klü­ger wur­de von den Nazis als Elf­jäh­ri­ge ins KZ depor­tiert, über­leb­te und schrieb dar­über ein wich­ti­ges Buch. Jetzt sind die Ausch­witz-Erin­ne­run­gen ihrer Mut­ter auf­ge­taucht. Hat die Toch­ter die Publi­ka­ti­on ver­hin­dert?

Die Welt
Und dann hat die Fee erst ein­mal schmut­zi­gen Sex – Was bra­ve Töch­ter gera­de lesen
Ver­ant­wor­tungs­vol­le Eltern freu­en sich, wenn ihre Kin­der Bücher lesen. Doch auch, was drin­steht, soll­te sie inter­es­sie­ren.

Die Welt
„Bon­jour, Herr Teu­fel, lass uns reden!“
Er hat dem Isla­mis­mus den Kampf ange­sagt: Fast ein Jahr saß Boua­lem San­sal in einem alge­ri­schen Gefäng­nis.

Die Welt
„Du musst dein Leben ändern“
Ril­ke war der deut­sche Dich­ter aus Prag, der erst in Paris zu sei­ner Voll­endung fand. Sein Werk zeigt uns eine Welt, in der die Psy­che noch besun­gen statt the­ra­piert wur­de. Beson­ders eine Kind­heits­er­fah­rung war prä­gend.

Die Pres­se
Die Ess­stö­rung lässt dem Leben kei­nen Platz
Eli­sa­beth Papes Debüt­ro­man „Hal­be Por­ti­on“ ist leicht zu kon­su­mie­ren, liegt aber schwer im Magen.

Die Pres­se
In der Zukunft liest man wie­der Zei­tung
Mit „La Bel­la Vita“ been­det Sibyl­le Berg ihre Tri­lo­gie der Welt­ab­rech­nung – und bringt tat­säch­lich den Mut zur Uto­pie auf.

Die Pres­se
Ver­ne­bel­te Palaz­zi und mys­te­riö­se Gra­fen – John Ban­ville schei­tert kra­chend an sei­nem Vene­dig-Roman
John Ban­ville wagt sich in sei­nem Roman „Schat­ten der Gon­deln“ mit einem zwei­fel­haf­ten Prot­ago­nis­ten an das viel­be­schrie­be­ne Vene­dig her­an. Es wird reich­lich mys­te­ri­ös. Aber wozu das alles?

Die Pres­se
Sex ist ver­bo­ten in die­ser Ehe
In Say­a­ka Mura­tas neu­em Roman „Schwin­den­de Welt“ gibt es kei­ne Inti­mi­tä­ten zwi­schen Ehe­leu­ten, die Repro­duk­ti­on ist gänz­lich von der Sexua­li­tät abge­kop­pelt. Man­che Men­schen haben aber noch „unge­bühr­li­che“ Wün­sche in die­ser Dys­to­pie.

Frank­fur­ter Rund­schau
Der Geschmack der Trau­er
Zum 35. Todes­tag des Schrift­stel­lers Horst Bie­nek, des­sen ästhe­tisch wie poli­tisch bedeut­sa­mes Werk der­zeit zu Unrecht in Ver­ges­sen­heit gerät.

Frank­fur­ter Rund­schau
Sich ins Freie schrei­ben
Der Schrift­stel­le­rin Sig­rid Damm zum Geburts­tag

Die Zeit
„Viel­leicht sind Wor­te doch noch nütz­lich“
Die Israe­lin Aye­let Gun­dar-Gos­hen ist Schrift­stel­le­rin und Psy­cho­lo­gin. Seit dem 7. Okto­ber 2023 sieht sie sich in bei­den Rol­len gefragt. Ein Gespräch

Tages­spie­gel
Von Engeln, mensch­li­cher Wür­de und Rebel­li­on: László Kraszn­ahor­kais Stock­hol­mer Nobel­preis­re­de
Sei­ne Hoff­nungs­vor­rä­te sei­en auf­ge­braucht, sagt der unga­ri­sche Lite­ra­tur­no­bel­preis­trä­ger. In einem raf­fi­nier­ten Text führt der erfah­re­ne Apo­ka­lyp­ti­ker vor, wie sich ohne Hoff­nung mit eini­gen Umwe­gen den­noch sinn­voll über die Hoff­nung spre­chen lässt.

Tages­spie­gel
Mit dem Gesicht einer Elfe
Die Autorin Vir­gi­nia Woolf und ihr Mann Leo­nard hat­ten einen Affen. Die US-Schrift­stel­le­rin Sig­rid Nunez erzählt in ihrem wie­der­ver­öf­fent­lich­ten Roman „Mitz, das Pin­sel­äff­chen“ von dem Tier.

Der Stan­dard
Woo­dy Allens ers­ter Roman nimmt #MeToo ins Visier
„What’s with Baum?“ erzählt von einem typi­schen New Yor­ker Stadt­neu­ro­ti­ker, dem vor­ge­wor­fen wird, er sei einer Frau zu nahe gekom­men.

Der Stan­dard
Fami­lie, Lie­be, Tod. Emma­nu­el Car­rè­res Fami­li­en­epos „Kolk­ho­ze“
Emma­nu­el Car­rè­re legt mit sei­nem unlängst in Frank­reich erschie­ne­nen Roman „Kolk­ho­ze“ ein Buch vor, in dem auch die eine oder ande­re Geis­tes- und Polit­grö­ße auf­tritt

Süd­deut­sche Zei­tung
Das Arsch­ge­weih der Lite­ra­tur
Sie woll­ten schon immer Spie­gel-Best­sel­ler-Autor wer­den? Kein Pro­blem: Alles, was Sie brau­chen, ist eine mit­tel­gu­te Idee und ein paar Tau­send Euro. Über den Ver­fall eines kul­tu­rel­len Sta­tus­sym­bols.

Süd­deut­sche Zei­tung
„Schen­ke Gemein­sam­zeit!“
Die Wer­bung weiß, was es die­ses Jahr zu Weih­nach­ten geben soll: „Wie­der-Momen­te“ und Gebrauch­tes, das heißt jetzt „pre-loved“. Wer wird sich dar­über freu­en?

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Online seit: 8. Dezem­ber 2025

Zuletzt geän­dert: 9. Dez. 2025