Presseschau – 7. Juli 2026

Szc­ze­pan Twar­doch / Dome­ni­co Mül­len­sie­fen über Wil­li Bre­del / Miros­lav Hlau­co / Ron­ja von Rön­ne / Haru­ki Mura­ka­mi / Andrew O’Hagan / Lucy Steed / Rachel Joy­ce …

NZZ
Wo Wun­der an der Tages­ord­nung sind – Miros­lav Hlau­co beschwört eine fried­li­che, vor­mo­der­ne Welt
In sei­nem Roman „Pfings­ten“ por­trä­tiert der Tsche­che Miros­lav Hlau­co mit Witz und Ver­ve eine Berg­ge­mein­de, die sich dem tech­ni­schen Fort­schritt am liebs­ten ver­wei­gern wür­de. Sei­ne rück­wärts­ge­wand­te Uto­pie ver­zich­tet ganz auf Tra­gik.

NZZ
Er ver­leg­te Tru­man Capo­te und Phil­ip Roth – und ret­te­te Joy­ces „Ulys­ses“ davor, als por­no­gra­fi­scher Schund gecan­celt zu wer­den
Ben­nett Cerf bau­te mit Ran­dom House einen der erfolg­reichs­ten Ver­la­ge der USA auf. Eine neue Bio­gra­fie zeigt Cerfs Leben zwi­schen lite­ra­ri­schen Welt­stars, Hol­ly­wood-Diven und dem Kampf für die Frei­heit des Wor­tes.

Die Welt
Wie man die Welt umse­gelt – auf einem Stau­see
Ein Berg­mann im Ruhe­stand will etwas erle­ben – und lan­det in gleich drei Aben­teu­ern. Der neue Roman von Szc­ze­pan Twar­doch star­tet harm­los – und endet im Jahr 2031: Im „Volks­staat“ Polen wird Kanz­ler Tino Chrup­al­la emp­fan­gen.

Die Welt
Eine der furcht­lo­ses­ten jun­gen Schrift­stel­le­rin­nen
Ori­gi­nell, cool und ohne Tabus: Ron­ja von Rön­ne erzählt von Lie­be als Hoch­sta­pe­lei, Lügen­ge­bäu­de und Kon­strukt. „Alles Lie­be“ ist ihr bis­lang bes­ter Roman. Denn er traut sich so eini­ges.

Die Welt
Frei­heit, die er mein­te
Richard Her­zin­ger war lang­jäh­ri­ger WELT-Autor – und als Publi­zist eine unver­wech­sel­ba­re Stim­me. Jetzt erschei­nen sei­ne gesam­mel­ten Essays als Buch. Deut­lich wird, wie sehr er fehlt.

FAZ
Kei­ne Gefühls­du­se­lei im Gedicht!
Die­ses Buch war jahr­zehn­te­lang in Arbeit, und noch auf dem Ster­be­la­ger feil­te Walt Whit­man 1891 dar­an. Sei­ne Gedicht­samm­lung „Gras­blät­ter“ ist die Unab­hän­gig­keits­er­klä­rung der ame­ri­ka­ni­schen Lyrik – der 24. Teil der F.A.Z.-Serie „Ame­ri­ka, wie es im Buche steht“.

FAZ
Wahr­heit blen­det ganz all­mäh­lich
Emi­ly Dick­in­son wur­de mit der 1890, also erst nach ihrem Tod erschie­ne­nen Aus­ga­be ihrer nim­mer­mü­den Dich­te­rin­nen­tä­tig­keit berühmt – der 23. Teil der F.A.Z.-Serie „Ame­ri­ka, wie es im Buche steht“.

FAZ
Mikro­plas­tik in der Men­thol-Höh­le
Das Pro­s­a­no­va-Fes­ti­val in Hil­des­heim sucht in die­sem Jahr nach den Ursprün­gen der Spra­che, kom­bi­niert Text, Tanz und Ton und übt rege Kri­tik am Lite­ra­tur­be­trieb.

Die Pres­se
Lucy Steeds Roman „The Artist“: Kunst und Lie­be in der Pro­vence
Die bri­ti­sche Autorin räum­te mit ihrem lesens­wer­ten Debüt „The Artist“ über die Lie­be im Schat­ten eines domi­nie­ren­den Malers zahl­rei­che Prei­se ab.

Die Pres­se
Rachel Joy­ces neu­er Roman „Som­mer­haus“: Der Vater war Gott
Enge Bin­dung oder Co-Abhän­gig­keit? Die bri­ti­sche Best­sel­ler-Autorin lässt nach dem Tod des Vaters ver­schie­de­ne Rea­li­tä­ten auf­ein­an­der­pral­len.

Frank­fur­ter Rund­schau
Mehr von allem
Andrew O’Hagans Roman über die Jugend und das Ster­ben.

Frank­fur­ter Rund­schau
Schrift­stel­ler Oli­ver Bot­ti­ni: „Der Kri­mi­nal­ro­man ist ein tol­les Gen­re, um gro­ße gesell­schaft­li­che The­men zu erzäh­len“
Oli­ver Bot­ti­ni über die Ent­ste­hung sei­nes Cum-Ex-Romans und die Grün­de, aus denen Finanz­ver­bre­chen nicht ent­schie­de­ner ver­folgt wer­den. Ein Inter­view von Syl­via Stau­de

Ber­li­ner Zei­tung
Eines Som­mers in Neu­bran­den­burg: Wie „Eddi“ in ein Zeit­loch gerät
Andre­as Mar­tin Wid­mann schickt sei­ne Hel­din aufs plat­te Land Meck­len­burg-Vor­pom­merns – und lässt sie dort bin­nen drei Tagen Erfah­run­gen machen, die ihr Leben ver­än­dern.

Ber­li­ner Zei­tung
Dome­ni­co Mül­len­sie­fen, was sagt Ihnen Wil­li Bre­del heu­te?
Der Schrift­stel­ler Wil­li Bre­del gehör­te zum Kanon der frü­hen DDR-Lite­ra­tur. Wie liest man heu­te einen Roman von ihm, der als Reak­ti­on auf die Nazi­dik­ta­tur ent­stand?

Die Zeit
Fin­de den Feh­ler
Soll man künst­li­che Intel­li­genz benut­zen, um künst­li­che Intel­li­genz als Autorin von Tex­ten zu ent­lar­ven? Das kann nicht lan­ge gut gehen.

Der Stan­dard
Die O‑Töne brin­gen wie­der Lesun­gen ins MQ: Von Eli­as Hirschl bis Eva Men­as­se
Jeden Don­ners­tag im Juli und August war­ten ab die­ser Woche bei kos­ten­lo­sem Ein­tritt wie­der alt­be­kann­te Stars sowie Neu­ent­de­ckun­gen des Bücher­jah­res

Der Stan­dard
Erich-Fried-Preis 2026 geht an Fis­ton Mwanza Muji­la
Der in Graz leben­de Autor wird für sein „viel­zün­gi­ges Reper­toire an Gedich­ten, Roma­nen, Thea­ter­tex­ten, Libret­ti, Essays, Reden und Her­aus­ga­ben“ geehrt

Der Stan­dard
Wie Rachel Khongs Roman „Real Ame­ri­cans“ Ame­ri­kas DNA ent­schlüs­selt
Drei Gene­ra­tio­nen, zwei Fami­li­en, ein schick­sal­haf­tes Gen­ex­pe­ri­ment: Die Autorin erzählt vom Wett­lauf um Macht, Pri­vi­le­gi­en und Zuge­hö­rig­keit

Süd­deut­sche Zei­tung
Ach schau, eine Frau
In Japan ist der neue Roman von Haru­ki Mura­ka­mi erschie­nen und die Fans ste­hen Schlan­ge vor Toki­os Buch­lä­den. Die radi­ka­le Neue­rung: eine weib­li­che Erzähl­stim­me. Reicht das schon zum Meis­ter­werk?

 

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Online seit: 7. Juli 2026

Zuletzt geän­dert: 7. Juli 2026