Presseschau – 6. Oktober 2026

Nach­ru­fe auf Jef­frey Archer / H. G. Adler / Leo­nard Woolf / Tere­sa Prä­au­er / Dmit­ry Gluk­hovs­ky / Chris­toph Hein / Geor­ge Saun­ders / Annet­te Min­gels / Peter Kurz­eck / Irvi­ne Welsh …

NZZ
Der „lie­bens­wür­di­ge Schur­ke“ mit der blü­hen­den Phan­ta­sie: Der Best­sel­ler­au­tor Jef­frey Archer ist 86-jäh­rig gestor­ben
Jef­frey Archer erfand Dut­zen­de Geschich­ten für sei­ne Leser – und bis­wei­len auch über sich selbst. Sei­ne Bücher ver­kauf­ten sich mehr als 300 Mil­lio­nen Mal.

Die Welt
Alle waren froh, nicht alles zu wis­sen
H. G. Adler über­leb­te Ausch­witz. Jetzt erscheint sein berühm­tes Buch „Der ver­wal­te­te Mensch“ neu. The­se: Der Holo­caust ver­lief „in bar­ba­risch zivi­ler Ord­nung“: so ordent­lich all­täg­lich, dass es vie­len leicht­fiel, dar­über hin­weg­zu­se­hen.

FAZ
Wer ver­dient den Lite­ra­tur­no­bel­preis? Sie­ben Vor­schlä­ge
Am Don­ners­tag ver­kün­det die Schwe­di­sche Aka­de­mie den Lite­ra­tur­no­bel­preis. Wir hät­te sie­ben Vor­schlä­ge, vom zurück­ge­zo­gen leben­den Gerald Mur­nane bis zum Dau­er­pro­vo­ka­teur Michel Hou­el­le­becq.

FAZ
Es war trau­rig, fast zum Ver­rückt­wer­den
Sei­ne Kolo­ni­al­kol­le­gen ver­fass­ten schreck­li­che Gedich­te über Elfen. Leo­nard Woolf aber schrieb prä­zis beob­ach­te­te Erin­ne­run­gen auf: „Sie­ben Jah­re in Cey­lon“.

FAZ
Vor wem auch immer sie Angst haben
Jess Wal­ter schaut mit dem Roman „So weit weg“ tief in die ame­ri­ka­ni­sche See­le und fin­det dort Ris­se, die gan­ze Fami­li­en spal­ten. Auch Kin­des­ent­füh­rung gehört zum Pro­gramm.

FAZ
Das sind die wich­tigs­ten Roma­ne zur Buch­mes­se
Von der kasa­chi­schen Step­pe über Prag und New York bis nach Cey­lon, dazu eine Trä­nen­kun­de für Fort­ge­schrit­te­ne: Fünf Emp­feh­lun­gen aus unse­rer Lite­ra­tur­bei­la­ge zur Frank­fur­ter Buch­mes­se. Die Über­sicht.

FAZ
Eine Fla­sche Trä­nen, bit­te!
„Nie mehr wei­nen“, kann das wirk­lich ein Lebens­ziel sein? Die öster­rei­chi­sche Schrift­stel­le­rin Tere­sa Prä­au­er lie­fert eine Trä­nen­kun­de für Fort­ge­schrit­te­ne.

FAZ
Russ­lands ers­ter Roman über den Ukrai­ne­krieg
Der Exil­rus­se Dmit­ry Gluk­hovs­ky stellt sei­nen kriegs­kri­ti­schen Roman „Regis­trie­rung“ gra­tis ins Netz. Über Inhalt und Moti­va­ti­on strei­ten sei­ne Lands­leu­te in der Hei­mat und im Aus­land hef­tig.

FAZ
Best­sel­ler­au­tor Jef­frey Archer gestor­ben
Er saß im Unter‑, im Ober­haus und im Gefäng­nis. Sein ers­ter Best­sel­ler ret­te­te ihn vor dem Bank­rott. Am Mon­tag ist der bri­ti­sche Schrift­stel­ler und Poli­ti­ker Jef­frey Archer gestor­ben.

FAZ
Gangs­ter und Gale­ris­ten spie­len das­sel­be Spiel
Col­son Whit­ehead lässt das schil­lern­de, bru­ta­le New York der Acht­zi­ger­jah­re auf­er­ste­hen. Die Stadt ver­drängt ihre Bewoh­ner und erfin­det sich neu. „Cool Machi­ne“ ist der ful­mi­nan­te Abschluss sei­ner Har­lem-Tri­lo­gie.

Frank­fur­ter Rund­schau
Die Macht­lo­sen und ihre Köni­gin
„Ter­ri­to­ri­um“: Sabri­na Janesch schil­dert die Vor­ge­schich­te der Anne­xi­on Hawai­is durch die USA. Von Chris­ti­ne Schnei­der

Frank­fur­ter Rund­schau
Klü­ger ist nur der Teu­fel
„Geschich­ten einer alten Schach­tel“: Chris­toph Hein erzählt Mär­chen – ganz schön gewieft.

Frank­fur­ter Rund­schau
Der Wahn­sinn da drau­ßen
Geor­ge Saun­ders führt in sei­nem Roman „Nacht­wa­che“ erneut ins Bar­do – und zur Kli­ma­ka­ta­stro­phe.

Frank­fur­ter Rund­schau
Sophie will wie­der da sein
Was Frau­en aus ihrem Leben machen: Annet­te Min­gels’ so inten­si­ver wie über­zeu­gen­der Roman „Evas Toch­ter“.

Frank­fur­ter Rund­schau
Ehe alles zu spät ist
Peter Grain­gers tief­grün­di­ger Kri­mi­nal­ro­man „Gna­de vor Recht“.

Frank­fur­ter Rund­schau
Glaub kei­nem, der sagt, es gäbe etwas ande­res
„Cool Machi­ne“: New York City bleibt der Held im wil­den, lebens­zu­ge­wand­ten Abschluss von Col­son Whit­eheads Har­lem-Tri­lo­gie.

Tages­spie­gel
„Immer war­tet man auf einen Som­mer, der nicht ver­geht“: Neu­es aus dem Nach­lass des Erin­ne­rungs­welt­meis­ters Peter Kurz­eck
Ein Dos­sier mit frü­hen Tex­ten in der Lite­ra­tur­zeit­schrift „Schreib­heft“, zwei Frank­reich-Erzäh­lun­gen und am Ende die Erkennt­nis: Man kann nie zu viel Peter Kurz­eck lesen.

Die Pres­se
„Chat GPT ist ein spei­chel­le­cken­der Psy­cho­path“
Der bri­ti­sche Schrift­stel­ler Irvi­ne Welsh kam zum 30-jäh­ri­gen Jubi­lä­um des Films „Train­spot­ting“ ins Wie­ner Gar­ten­bau-Kino: Ein Gespräch über Roman­tik, Sucht, Tech-Feu­da­lis­mus und sei­nen neu­en Roman „Men in Love“.

Süd­deut­sche Zei­tung
Denen man doch ver­gibt
Zwei Fami­li­en im Herz­land der USA, erzählt über Gene­ra­tio­nen: Patrick Ryans Roman „Buckeye“ ist sen­ti­men­tal und hat Ambi­tio­nen in Rich­tung „Gre­at Ame­ri­can Novel“. Löst er das Ver­spre­chen ein?

Süd­deut­sche Zei­tung
Eine War­nung für die Gegen­wart
Und die Mehr­heit hör­te Karel Gott: Fast ver­ges­se­ne Roma­ne aus der deutsch­spra­chi­gen Lite­ra­tur der Zwi­schen- und Nach­kriegs­zeit Tsche­chi­ens erzäh­len von Anpas­sung und Wider­stand. Eine Neu-Lek­tü­re lohnt unbe­dingt.

Süd­deut­sche Zei­tung
„Ich hat­te ein gutes Leben, vie­len Dank“
Die bri­ti­schen Medi­en nann­ten ihn Hoch­stap­ler, Fla­neur oder Frau­en­lieb­ling, eine poli­ti­sche Kar­rie­re schei­ter­te an einem Mein­eid – sei­nem Erfolg als Best­sel­ler­au­tor tat das kei­nen Abbruch: Jef­frey Archer ist im Alter von 86 Jah­ren gestor­ben.

 

 

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Zuletzt geän­dert: 6. Okt. 2026