Presseschau – 5. Februar 2026

Alex­an­der Klu­ge / Boccaccio.cc-Preis für Moni­ka Hel­fer / Ser­hij Zha­dan / Nico­las Mahler / César Aira / War­um schwu­le Lite­ra­tur ver­flacht …

NZZ
Wun­den lecken im War­schau­er Plat­ten­bau – Doro­ta Maslows­ka erzählt ein­mal mehr gran­di­os vom Polen der Gegen­wart
Mit uner­hör­ter Dich­te und in jagen­dem Rhyth­mus ent­wirft Doro­ta Maslows­ka exis­ten­zi­el­le Schief­la­gen und Emp­fin­dun­gen, die Bän­de spre­chen, in einem bers­tend vol­len Buch von nur 150 Sei­ten. Die Schär­fe ihres Blicks aber soll­te man nicht mit Zynis­mus ver­wech­seln.

Der Stan­dard
Alex­an­der Klu­ge mischt anti­ke Göt­ter mit digi­ta­ler Sint­flut in Wien
Die Aus­stel­lung „Nachts träu­men die Kulis­sen von unge­se­he­nen Bil­dern“ ist bis 24. Febru­ar zu sehen. Beglei­tet wird sie von einer Schau im Öster­rei­chi­schen Film­mu­se­um.

Der Stan­dard
Autorin Moni­ka Hel­fer gewinnt Boccaccio.cc-Preis
Für ihre Erzäh­lung „Sie woll­ten sich tren­nen“, die Preis­ver­lei­hung ist am 25. März

FAZ
War­um schwu­le Lite­ra­tur zuneh­mend ver­flacht
Die Schil­de­rung einer ande­ren Lebens­rea­li­tät weicht der Bedürf­nis­be­frie­di­gung eines Hypes: Heu­te lesen vor allem jun­ge Frau­en schwu­le Bücher. Vom Ver­blas­sen der Homo­se­xu­el­len­li­te­ra­tur.

FAZ
Chris­to­pher Clark bekommt den Lud­wig-Bör­ne-Preis
Bekannt wur­de er mit Büchern zur Geschich­te Preu­ßens und zum Aus­bruch des Ers­ten Welt­kriegs: Der His­to­ri­ker Chris­to­pher Clark erhält den Lud­wig-Bör­ne-Preis.

FAZ
Neu­stadt fürs Land­ei
Es ist alles hübsch sau­ber, das jour­na­lis­ti­sche Zen­tral­or­gan berich­tet nur noch über Life­style-The­men, aber irgend­et­was stimmt hier nicht: Dani­el Wis­sers Zukunfts­sa­ti­re „Smart City“.

FAZ
Er muss eine Spra­che leh­ren, die von den Sowjets erfun­den wur­de
Düs­te­re Fik­ti­on mit rea­lis­ti­schen Ele­men­ten: Iuli­an Cio­cans Roman über eine rus­si­sche Inva­si­on in die Repu­blik Mol­dau liegt nun in deut­scher Über­set­zung vor.

FAZ
Die­ses Buch schlägt Haken wie ein Kanin­chen auf Dro­gen
Alles kann in die­sem Roman immer in sein Gegen­teil ver­kehrt wer­den – aber der argen­ti­ni­sche Schrift­stel­ler César Aira weiß, wie „Der Hase“ läuft.

FAZ
Je mehr wir uns for­dern, des­to wirk­sa­mer ist der Zau­ber
Pünkt­lich zur heu­ti­gen Eröff­nung der Olym­pi­schen Win­ter­spie­le nutzt die Schrift­stel­le­rin Ant­je Rávik Stru­bel einen von ihr absol­vier­ten Ski­lang­lauf für Gedan­ken über Sport, Lite­ra­tur und Leben.

Die Pres­se
Lie­ber Chat­bot, sag mir an, wie ich Bom­ben bau­en kann
Bei Prompts, die auf böse Absich­ten schlie­ßen las­sen, ver­wei­gern alle anstän­di­gen Sprach­mo­del­le die Ant­wort. Aber wenn man sie in Ver­sen fragt, geben sie bereit­wil­lig Aus­kunft. Hat­te Pla­ton recht, wenn er vor der Dicht­kunst warn­te?

Ber­li­ner Zei­tung
„Kotz­bro­cken“ und „Mist­bie­ne“: Wie Judi Dench ihre Lie­be zu Shake­speare ver­strömt
Von Ophe­lia bis Cleo­pa­tra: Denchs Shake­speare-Buch ver­eint Lie­bes­er­klä­rung und Werk­statt­be­richt aus sie­ben Jahr­zehn­ten Thea­ter. War­um es jeder braucht.

Die Zeit
Auf die rich­ti­gen Hin­tern gesetzt
Jean­nette Bau­roth hat einen Mini­ver­lag – und dank der Serie „Hea­ted Rival­ry“ plötz­lich ein Buch im Pro­gramm, das alle wol­len. Eine rea­le Under­dog-Sto­ry. Mit Hap­py End?

Der Stan­dard
Wil­helm-Busch- und e.o.plauen-Preis für Nico­las Mahler
Unter ande­rem ist der Wie­ner für sei­ne Illus­tra­tio­nen von Welt­li­te­ra­tur bekannt

Süd­deut­sche Zei­tung
„Bleibt an unse­rer Sei­te!“
Der Ukrai­ner Ser­hij Zha­dan ist eigent­lich Schrift­stel­ler – dient nun aber sei­nem Land als Sol­dat. Was ist das für ein Leben? Eine Begeg­nung in Char­kiw.

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Online seit: 5. Febru­ar 2026

Zuletzt geän­dert: 6. Feb. 2026