Presseschau – 4. November 2025

Prix Gon­court geht an Lau­rent Mau­vi­gnier / Sibyl­le Berg / Flo­ri­an Illies über Tho­mas Mann / Frank Schät­zing / Pöbeln­de Dich­ter / Sibyl­le Berg …

NZZ
Oskar Mat­zer­aths Blech­trom­mel ist ein Sym­bol für die deut­sche Lite­ra­tur
Die Ber­li­ner Aka­de­mie der Küns­te steigt ins eige­ne Archiv hin­ab und hebt zu ihrem 75-jäh­ri­gen Bestehen erstaun­li­che Schät­ze deut­scher Geschich­te und Kul­tur.

FAZ
Soll man denn jetzt auf „Sakra­men­te light“ set­zen?
Die War­nung von Jür­gen Haber­mas vor einer Ver­fla­chung der christ­li­chen Glau­bens­ge­hal­te zieht Krei­se. Aber sind wir in sei­ner Les­art nicht alle Post­me­ta­phy­si­ker?

FAZ
Hat er den Schlüs­sel zum Lebens­sinn?
Gera­de eine sprach­ana­ly­ti­sche Phi­lo­so­phie kann nach dem Zweck des Gan­zen fra­gen: Axel Hut­ter zeigt, wie aus dem All­tag ein Sinn­ho­ri­zont erwächst, der unser „meta­phy­si­sches Bedürf­nis“ stil­len kann.

Die Welt
„… nie weiß genug“ – Mus­li­ma Ayse Irem ist Deut­sche Meis­te­rin im Poet­ry Slam
Vier Tage lang kämpf­te die Poet­ry-Slam-Sze­ne in Chem­nitz um die Kro­ne des Dich­ter­wett­streits. Gewon­nen hat Ayse Irem aus Nord­rhein-West­fa­len: Die stu­dier­te Archi­tek­tin ist gläu­bi­ge Mus­li­ma, ihre The­men sind Dis­kri­mi­nie­rung und Ras­sis­mus in Deutsch­land.

Die Welt
Die EU-Par­la­men­ta­rie­rin und ihre Fik­ti­on vom gro­ßen Wie­der­auf­bau­plan
Irr­sin­nig komisch und depri­mie­rend zugleich: Sibyl­le Bergs neu­er Roman erzählt von Nerds, die das Ende des Kapi­ta­lis­mus in Ita­li­en erle­ben. Das Vor­bild für das Sze­na­rio lie­fer­te Ex-Ban­ker Mario Draghi.

Die Pres­se
Der wich­tigs­te fran­zö­si­sche Lite­ra­tur­preis geht an Lau­rent Mau­vi­gnier
Mau­vi­gnier wird mit dem Prix Gon­court für sei­nen vir­tuo­sen Fami­li­en­ro­man „La mai­son vide“ aus­ge­zeich­net. Der Prix Renau­dot geht an Adé­laï­de de Cler­mont-Ton­ner­re

Die Pres­se
Chi­na-Roman: Lady Tan und ihr Kreis wil­der Frau­en
Lisa See hat einen Roman über eine muti­ge Frau im Chi­na der Ming-Zeit geschrie­ben – detail­reich, beklem­mend.

Frank­fur­ter Rund­schau
Flo­ri­an Illies beleuch­tet Tho­mas Mann im Exil: Abschied ohne Wie­der­kehr
Im Früh­jahr 1933 ver­lässt Tho­mas Mann Deutsch­land und erlebt in Sana­ry-sur-Mer mit sei­ner Fami­lie die Unsi­cher­heit des Exils.

Frank­fur­ter Rund­schau
Von Gui­nea-Bis­sau aus die Welt ver­ste­hen
Ein facet­ten­rei­cher Erzäh­lungs­band führt in das klei­ne, viel­fäl­ti­ge west­afri­ka­ni­sche Land.

Tages­spie­gel
Der „Spie­gel“ will jetzt die Lite­ra­tur stär­ken
Am 20. Novem­ber ver­gibt das Ham­bur­ger Nach­rich­ten­ma­ga­zin erst­ma­lig sei­nen „Spiegel“-Literaturpreis. Ob das der Lite­ra­tur hilft?

Tages­spie­gel
Frank Schät­zings neu­es Buch „Space­boy“: „David Bowie wür­de sich in mir erken­nen“
Ehr­lich und anma­ßend: Der Köl­ner Best­sel­ler­au­tor Frank Schät­zing hat sei­ne Auto­bio­gra­fie geschrie­ben und die­se mit der Bio­gra­fie von David Bowie kurz­ge­schlos­sen.

Die Zeit
Stei­ner­ne Gespens­ter
Susan­ne Tägd­er sucht einen Mör­der im maro­den Osten der frü­hen Neun­zi­ger­jah­re

Der Stan­dard
Gus­tav Ernsts Roman macht Lust auf „Flei­sches­lust“
Der Wie­ner Schrift­stel­ler legt mit „Die Glück­se­li­gen“ einen sozi­al­kri­ti­schen Roman vor, der – auch – die Flei­sches­lust und die Uto­pie der Lie­be fei­ert

Süd­deut­sche Zei­tung
„Deepe Mes­sa­ge in die Fres­se“
Rap­per wie Haft­be­fehl haben die vul­gä­re Pöbe­lei auf Deutsch in Mode gebracht? Kei­nes­wegs. Ein Blick in die Lite­ra­tur­ge­schich­te zeigt: Lei­den­schaft­lich beschimpft haben sich Dich­ter schon vor Jahr­hun­der­ten.

Süd­deut­sche Zei­tung
Die Lie­be fest ver­kap­selt
Als der Schrift­stel­ler Lau­rent Mau­vi­gnier 16 Jah­re alt war, brach­te sich sein Vater um. Im Roman „La Mai­son vide“ sucht er nach dem War­um. Dafür wur­de er jetzt mit dem Prix Gon­court aus­ge­zeich­net, dem wich­tigs­ten Lite­ra­tur­preis Frank­reichs.

Süd­deut­sche Zei­tung
Begrabt mich auf Goog­le Maps
Wie aus dem Leben im Aus­nah­me­zu­stand mit der Zeit eine Iden­ti­tät wird, beschreibt die ukrai­nisch-ame­ri­ka­ni­sche Lyri­ke­rin Oksa­na Mak­sym­chuk in ihren Gedich­ten. Wenn sie nicht so trau­rig wären, wären sie ein­fach schön.

 

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Online seit: 4. Novem­ber 2025

Zuletzt geän­dert: 5. Nov. 2025