Presseschau – 4. Mai 2026

Was hin­ter der Affä­re um Gras­set steckt / Jacob Tau­bes / László Kraszn­ahor­kai / Joan­na Bator / Zum Tod von Vol­ker Hage …

NZZ
Viel­leicht ist Tsche­chi­en gar kein Land, son­dern ein Zustand: iro­nisch und ernst zugleich
Mehr als alle ande­ren Lite­ra­tu­ren aus den ehe­mals kom­mu­nis­ti­schen Län­dern lebt die tsche­chi­sche von ihren Mythen. Doch der Ehren­gast an der Frank­fur­ter Buch­mes­se bie­tet eine erstaun­li­che Viel­falt an Neu­erschei­nun­gen.

FAZ
Licht in die Bücher­höh­len!
Indi­vi­du­el­le Uni­ver­sal­ge­lehr­sam­keit fängt in den gro­ßen Wis­sens­samm­lun­gen an: Zum sieb­zigs­ten Geburts­tag des Biblio­theks­wis­sen­schaft­lers Ulrich Johan­nes Schnei­der.

FAZ
Am Ran­de des Grö­ßen­wahns
Ethan Tau­bes erin­nert sich an sei­nen Vater, den Phi­lo­so­phen Jacob Tau­bes. Sein Memoir wirft die Fra­ge auf, ob man die Theo­rien eines Wis­sen­schaft­lers auf sei­nen Geis­tes­zu­stand zurück­füh­ren darf.

FAZ
Vom Segen der Trau­er
Über die Welt ver­streut und doch immer wie­der in Geschich­ten zusam­men­ge­führt: Joan­na Bators fas­zi­nie­ren­des Pro­sa-Laby­rinth „Die Flucht der Bärin“ beleuch­tet eine Grup­pe von Per­so­nen und ihr Bezie­hungs­ge­flecht.

FAZ
Lei­se dazu Joan Baez
Er war von 1975 bis 1980 Lite­ra­tur­re­dak­teur der F.A.Z., spä­ter ver­ant­wor­te­te er das Lite­ra­tur­res­sort bei der „Zeit“ und beim „Spie­gel“ und schrieb selbst Roma­ne. Nun ist Vol­ker Hage im Alter von 76 Jah­ren in Ham­burg gestor­ben.

Die Welt
„Lesen als Kul­tur­tech­nik droht uns tat­säch­lich abhan­den zu kom­men“
Stu­den­ten kom­men heu­te ohne aus­rei­chen­de Lese­tech­ni­ken an die Unis und schei­tern oft schon am nöti­gen Lek­tür­epen­sum. Zwei Lese­for­scher von der Uni­ver­si­tät Bern wis­sen, wie es bes­ser gin­ge. Und was erfolg­rei­che Leser anders machen.

Die Welt
Der Medi­en­mo­gul, der es mit Frank­reichs Kul­ture­li­te auf­nimmt
Ein Medi­en­mo­gul mit rech­tem Thinktank über­nimmt, 200 Haus­au­to­ren kün­di­gen, ein islam­kri­ti­scher Schrift­stel­ler spricht von einer Ver­schwö­rung: Die Affä­re um Frank­reichs Ver­lags­haus Gras­set hat natio­na­le Dimen­sio­nen ange­nom­men. Was wirk­lich dahin­ter­steckt.

Die Welt
Als László Kraszn­ahor­kai in sei­ner Kind­heit einen Wal sah – und nie mehr ver­gaß
Ungarn, 1966: Der zwölf­jäh­ri­ge László geht auf den Rum­mel und sieht eine mons­trö­se Attrak­ti­on: einen aus­ge­stopf­ten Wal. Wie aus dem stau­nen­den Kind ein Schrift­stel­ler wur­de – und eine unver­gess­li­che Film­sze­ne von Béla Tarr.

Die Welt
Die Ber­li­ner Staats­bi­blio­thek will sich öff­nen – muss vor­her aber elf Jah­re schlie­ßen
Mit 50 Jah­ren ein Sanie­rungs­fall.

Die Welt
Wie ein Erin­ne­rungs­deal zwi­schen Mos­kau und den Lager­kom­mu­nis­ten bis heu­te gilt
Exper­ten emp­feh­len das neue Buch von Ines Gei­pel. Die Publi­zis­tin erzählt vom Kom­plex Buchen­wald und einer Groß­in­sze­nie­rung, die zum Fun­da­ment der Dik­ta­tur in Ost­deutsch­land wur­de – mit Fol­gen bis heu­te.

Die Pres­se
„Toxi­ba­by“: Dana von Suff­rin ergrün­det On-Off-Bezie­hung
Die deut­sche Autorin Dana von Suff­rin macht in ihrem Roman „Toxi­ba­by“ aus einer kom­pli­zier­ten Lie­be ein höchst klu­ges Lese­ver­gnü­gen.

Die Pres­se
„ach, könn­ten wir doch wie­der ein­mal Vogel­hoch­zeit fei­ern“
Gedich­te aus vier Jahr­zehn­ten ver­eint Rena­te Schmid­gall in ihem Lyrik­band „Kein Ver­lass auf Gestir­ne“ (Seces­si­on Ver­lag).

Die Pres­se
„Die gro­ße Hit­ze“: Deni­se Mina holt Super­de­tek­tiv Phil­ip Mar­lo­we zurück
Die schot­ti­sche Kri­mi­au­to­rin Deni­se Mina erweckt in „Die gro­ße Hit­ze“ Ray­mond Chand­lers Kult­fi­gur wie­der zum Leben. Fazit: bes­ser als das Ori­gi­nal.

Frank­fur­ter Rund­schau
Zum Tod von Vol­ker Hage – Nicht ohne Salz und Rosi­nen
Kri­tik als gestei­ger­tes Leben – um Tod des Lite­ra­tur­kri­ti­kers Vol­ker Hage, der 76 Jah­re alt wur­de.

Tages­spie­gel
Wie sich doch alle immer gegen­sei­tig ver­ken­nen
Lite­ra­ri­scher Stra­ßen­blick: Robert See­tha­ler lässt in sei­nem neu­en Roman „Die Stra­ße“ Men­schen aus ver­schie­de­nen Milieus leben und arbei­ten, lie­ben und ver­zwei­feln.

Ber­li­ner Zei­tung
Was macht den Erfolg des Fer­ra­ri-Romans in Ita­li­en aus – und wie passt er hier­her?
Wir fra­gen den Lek­tor des Buches „Die Pau­se ist vor­bei“.

Ber­li­ner Zei­tung
Der wei­ße Kör­per­saft: Schwe­di­sche Schrift­stel­le­rin fin­det kein Zurück nach Bul­ler­bü
San­na Samu­els­son erzählt in ihrem Roman­de­büt „Mel­ken“ von ihrer ver­lo­re­nen Kind­heit auf dem schwe­di­schen Land. Eine Rei­se zu ihren Wur­zeln führt ins Nir­gend­wo.

Der Stan­dard
29 Mil­lio­nen Ent­leh­nun­gen: Öster­reichs Büche­rei­en im Hoch
Vor-Coro­na-Niveau wur­de laut Ver­band 2025 über­trof­fen

Der Stan­dard
Robert See­tha­lers neu­er Roman über eine Stra­ße und ihre Men­schen
Im Roman „Die Stra­ße“ setzt Robert See­tha­ler auf Inno­va­ti­on statt auf epi­sches Erzäh­len und formt aus den vie­len Stim­men des Lebens einen über­ra­schen­den Text

Der Stan­dard
Vla­di­mir Vert­libs Roman über Macht, Gelüs­te und Anti­se­mi­tis­mus am Wie­ner Hof
In sei­nem his­to­ri­schen Roman „Der Jude der Kai­se­rin“ schreibt Vla­di­mir Vert­lib über einen kon­ver­tier­ten Leib­arzt, der sei­nen jüdi­schen Glau­ben im Gehei­men aus­übt

Der Stan­dard
Schrei­ben ist ach so müh­sam – wis­sen Schrei­ben­de und Nico­las Mahler
Moni­ka Maron ver­öf­fent­licht ihre Tage­bü­cher und Ele­na Ferran­te erzählt von ihrer Lite­ra­tur

Süd­deut­sche Zei­tung
„Wer Vögel beob­ach­tet, hat weni­ger Angst vor dem Tod“
Der Schrift­stel­ler Jona­than Fran­zen erzählt von sei­ner Stu­den­ten­zeit in Schwa­bing, sei­ner Wut auf Kat­zen und wes­halb er glaubt, dass man den Kli­ma­wan­del nicht mehr auf­hal­ten kann.

Süd­deut­sche Zei­tung
„Die rech­ten Kräf­te sagen laut und deut­lich: Jetzt sind wir dran“
In Ungarn wur­de Vik­tor Orbán abge­wählt, aber in der Slo­wa­kei regiert Robert Fico im glei­chen Stil. Ein Gespräch mit dem Schrift­stel­ler Mich­al Hvor­ecky über die Lage in sei­nem Land.

 

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Online seit: 4. Mai 2026

Zuletzt geän­dert: 4. Mai 2026