Presseschau – 4. April 2025

Mary Shel­ley / Mar­tin Prinz / Patrick Modia­no / Hele­ne Hege­mann / F. Scott Fitz­ge­rald / Kat­ja Petrows­ka­ja / Theo­dor W. Ador­no und Arnold Geh­len / Tomas Espe­dal …

NZZ
Das west­li­che Den­ken sei aus dem Gleich­ge­wicht gera­ten, sagt Juli­an Bag­gi­ni – und ver­sucht die euro­päi­sche Phi­lo­so­phie neu zu erden
Phi­lo­so­phie ist kei­ne west­li­che Ange­le­gen­heit. Auch in Asi­en und Afri­ka wur­den Denk­sys­te­me ent­wi­ckelt. Der bri­ti­sche Best­sel­ler­au­tor Juli­an Bag­gi­ni legt eine glo­ba­le Geschich­te der Phi­lo­so­phie vor. Und ver­klärt mehr, als er erklärt.

NZZ
In sei­nen Tage­bü­chern war Eli­as Canet­ti eine „Gift­sprit­ze“, wenn es um Kol­le­gen und sogar sei­ne Nächs­ten ging
Die pri­va­ten Auf­zeich­nun­gen des Schrift­stel­lers dürf­ten das Bild eines monu­men­tal selbst­be­zo­ge­nen, aber auch für den Lauf der Welt sen­si­blen Schrift­stel­lers bestä­ti­gen. Gera­de dar­um wäre es falsch, sie der Öffent­lich­keit vor­zu­ent­hal­ten.

Die Welt
Was über die Inzest-Geschich­te der „Frankenstein“-Autorin spe­ku­liert wird
Mit „Fran­ken­stein“ ging Mary Shel­ley als Erfin­de­rin des Hor­ror-Gen­res in die Geschich­te ein. Ihr zwei­ter gro­ßer Roman „Mat­hil­da“ behan­delt das The­ma Inzest. An dem Buch ist etwas auto­bio­gra­fisch, aber anders, als vie­le glau­ben.

FAZ
Nicht mehr wie­der­zu­er­ken­nen
Patrick Modia­nos Sepia-Paris grenz­te immer schon ans Kli­schee. An sei­nem Kurz­ro­man „Die Tän­ze­rin“ ist aber neu, wie radi­kal er den Gegen­satz zwi­schen Einst und Heu­te ent­wirft.

FAZ
Kon­trol­lier­ter Kon­troll­ver­lust
„Stri­ker“, der neue Roman von Hele­ne Hege­mann, erzählt von einer Kampf­sport­le­rin, die nicht zer­bre­chen will unter dem Druck der Ver­hält­nis­se, in der sie und alle um sie her­um leben müs­sen.

FAZ
Der Text ist mei­ne Par­ty
Vor hun­dert Jah­ren erschien „Der gro­ße Gats­by“ von F. Scott Fitz­ge­rald. Eine traum­haf­te Neu­aus­ga­be im Manes­se-Ver­lag rich­tet eine Par­ty für ihn aus.

Der Stan­dard
Anto­nio Fian: Reim­schmie­de Wien
Wie Wahl­slo­gans ent­ste­hen

Frank­fur­ter Rund­schau
Sehen­den Auges
Eine klei­ne Ukrai­ne-Biblio­thek (65): Kat­ja Petrows­ka­jas „als wäre es vor­bei“.

Frank­fur­ter Rund­schau
Ein Ich, das ich nicht bin
In „Lust“ erzählt Tomas Espe­dal inten­siv und mit­rei­ßend vom Rausch
des Schrei­bens.

Süd­deut­sche Zei­tung
Stand­ge­richt im Urlaubs­ort
Kurz vor der Kapi­tu­la­ti­on ermor­de­ten die Nazis noch ein­mal beson­ders vie­le Men­schen. Auch 80 Jah­re nach dem Zwei­ten Welt­krieg ist das nicht bekannt genug. Mar­tin Prinz zeigt es in sei­nem Roman am Bei­spiel eines Ortes in den Ost­al­pen.

Süd­deut­sche Zei­tung
Eine unwahr­schein­li­che Annä­he­rung
Der jüdi­sche Emi­grant und Phi­lo­soph Theo­dor W. Ador­no und der rechts­kon­ser­va­ti­ve Sozio­lo­ge und Nazi-Günst­ling Arnold Geh­len pfleg­ten nach dem Krieg eine pro­duk­ti­ve Bekannt­schaft. Tho­mas Wag­ner erzählt in einem ein­drucks­vol­len Buch, wie es so weit kam.

Süd­deut­sche Zei­tung
Wenn der klei­ne Hel­fer mor­det
In „They Are Ever­y­whe­re“ gera­ten zwei Jugend­li­che in einen bru­ta­len Auf­stand von Robo­tern. Das klingt gar nicht mehr so unwahr­schein­lich.

 

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Online seit: 4. April 2025

Zuletzt geän­dert: 4. Apr. 2025