Presseschau – 31. Mai 2026

Uwe Tell­kamp / James Krüss / Yas­mi­na Reza / Micha­el Klee­berg / Ernst Jün­ger / Edgar Mor­in / Mat­thi­as Nawrat / Petra Mors­bach / Mich­al Hvor­ecký …

Die Welt
„Die­ses Land hat völ­lig ver­lernt, Prio­ri­tä­ten zu set­zen“
Wenn Uwe Tell­kamp spricht, sind deut­sche The­men und Debat­ten nicht weit, egal ob es um Neo Rauch und Jona­than Mee­se geht – oder um eige­ne „See­len­ru­he“ in kon­tro­ver­sen Zei­ten. So trat Tell­kamp in Sach­sen-Anhalt auf.

FAZ
Unser Zau­be­rer
Er schrieb „Timm Tha­ler“, „Hen­ri­et­te Bim­mel­bahn“, „Mein Urgroß­va­ter und ich“ und brach­te Gene­ra­tio­nen bei, war­um wir die Welt erst ver­ste­hen, wenn wir sie bedich­ten. Zum hun­derts­ten Geburts­tag von James Krüss.

FAZ
Sto­chern in der Ver­gan­gen­heit
Anne Berests Best­sel­ler „Die Post­kar­te“ erzähl­te von der jüdi­schen Fami­lie ihrer Mut­ter und gleich­zei­tig die Geschich­te des 20. Jahr­hun­derts. Nun ist ihr Vater dran. Viel rum kommt dabei nicht.

FAZ
H. C. Art­mann: „wo land und leut in ein­tracht hau­sen“
Die Herr­schaft böser Nar­ren ist vor­über: Ein Gedicht im Volks­lied­ton über die Welt, wie sie ein­mal war und wie sie sein könn­te, wenn Träu­me wahr wür­den.

FAZ
„KI wird die Schrift­stel­ler erset­zen“
Yas­mi­na Reza wur­de in Zürich mit dem Frank-Schirr­ma­cher-Preis aus­ge­zeich­net. Dabei lässt die fran­zö­si­sche Schrift­stel­le­rin von Welt­rang am liebs­ten ihre Figu­ren für sich spre­chen.

FAZ
Eine Mut­ter, ihr Sohn und das Leben in Dojcz­land
In sei­nem Pro­sa­de­büt „Vom Fäl­len eines Stamm­baums“ seziert der Frank­fur­ter Lyri­ker Mar­tin Pie­kar eine migran­ti­sche Mut­ter-Sohn-Bezie­hung. Das tut weh, ist sprach­lich anspruchs­voll und jede Sei­te wert.

FAZ
Män­ner­bür­den und Män­ner­bünd­nis­se
In Micha­el Klee­bergs neu­em Buch begibt sich ein Lite­ra­tur­wis­sen­schaft­ler namens Klee­berg auf die Spur des Lebens von Ernest Heming­way. Und fin­det auf Sizi­li­en etwas, das bis­her noch nie­mand rich­tig ver­stan­den hat.

Die Pres­se
In Lucie Ricos Roman „GPS“ wird ein digi­ta­ler Punkt zur Obses­si­on
Von der bes­ten Freun­din gibt es nur mehr einen Punkt am Han­dy in Lucie Ricos „GPS“.

Die Pres­se
Vik­tor Jero­fe­jew über einen Dik­ta­tor, der nicht genannt wer­den darf
Eine Art Archiv der Lite­ra­tur für all jene Lan­des- und Leidens­genossen, die Russ­land ver­las­sen haben, kann man bei Vik­tor Jero­fe­jews Roman „Die neue Bar­ba­rei“ aus­fin­dig machen.

Die Pres­se
Wer mit Ernst Jün­ger im Bett lag – das Erin­ne­rungs­buch der fran­zö­si­schen Autorin Bani­ne
Bani­ne, die fran­zö­si­sche Autorin aser­bai­dscha­ni­scher Her­kunft, schrieb über ihre Erin­ne­run­gen an Ernst Jün­ger. Sie sind nun erst­mals auf Deutsch erschie­nen.

Die Pres­se
Que­e­re Schrift­stel­ler zwi­schen Ber­lin, Capri und Tan­ger
Der Inns­bru­cker Ame­ri­ka­nist Ben­ja­min Rob­bins legt die ers­te Kul­tur­ge­schich­te des quee­ren Exils vor. Ihre Akteu­rin­nen und Akteu­re defi­nier­ten das Kon­zept des Kos­mo­po­li­tis­mus neu.

Die Pres­se
Die­se Frau­en wol­len über­le­ben
17 Jah­re nach ihrem Best­sel­ler „The Help“ kehrt Kath­ryn Sto­ckett in den Süden der USA zurück: Ihr Roman „Der Club der Unbeug­sa­men“ ist eine Wucht.

Frank­fur­ter Rund­schau
Die Frau, die liest
Petra Mors­bach, die heu­te ihren 70. Geburts­tag fei­ert, erzählt in „Ori­on“ aus dem Leben einer Gym­na­si­al­leh­re­rin. Mit­rei­ßen­der kann ein Roman nicht sein.

Frank­fur­ter Rund­schau
Berei­tet euer Ohr auf böse Nach­richt vor
„Die Hai­teks oder Was kos­tet die Welt“: James Krüss, der am Sonn­tag 100 Jah­re alt gewor­den wäre, erzählt von den ers­ten und letz­ten Tagen der Mensch­heit.

Tages­spie­gel
Nach den Kanin­chen kamen die rubin­ro­ten Glä­ser
Ein wun­der­sa­mer Mann an einem wun­der­sa­men Ort: Flo­ri­an Illies erzählt in sei­nem neu­en Buch „Träu­me aus Feu­er“ vom Wir­ken des Glas­ma­chers und Alchi­mis­ten Johan­nes Kun­ckel auf der Ber­li­ner Pfau­en­in­sel.

Tages­spie­gel
Der kri­ti­sche Geist, der nie Ruhe gab
Edgar Mor­in hat wie kaum ein ande­rer das intel­lek­tu­el­le Den­ken des 20. und frü­hen 21. Jahr­hun­derts geprägt. Nun ist der fran­zö­si­sche Phi­lo­soph und Sozio­lo­ge im Alter von 104 Jah­ren gestor­ben.

Ber­li­ner Zei­tung
„Die Mög­lich­keit einer Ord­nung“: In die­sem Roman ist der Bau­markt die Welt
Denis Pfa­be erzählt von einem Mann, der unent­wegt in Bewe­gung ist bei der Arbeit. Und von einer Frau, die auf ero­ti­sche Abwe­ge gerät.

Ber­li­ner Zei­tung
Künst­ler­tref­fen in Aschers­le­ben: Uwe Tell­kamp eröff­net Aus­stel­lung von Neo Rauch und Jona­than Mee­se
In der Gra­fik­stif­tung Neo Rauch in Aschers­le­ben wur­de am Sonn­abend die Aus­stel­lung „Fei­ne Herr­schaft“ eröff­net. Für die Ein­füh­rung sorg­te der Dresd­ner Schrift­stel­ler Uwe Tell­kamp.

Die Zeit
Reicht es, wenn ein Roman bedrü­ckend ist?
Mat­thi­as Nawrat besich­tigt eine dunk­le Epo­che der pol­ni­schen Geschich­te.

Der Stan­dard
War­um wir lesen soll­ten
Die Lite­ra­tur­wis­sen­schaf­te­rin und Autorin Karin S. Wozo­nig über das Lesen (von Lite­ra­tur, aber nicht nur). Ein Plä­doy­er

Der Stan­dard
Autor Mich­al Hvor­ecký: „Mein Rat: Löscht eure Pro­fi­le, lest Zei­tun­gen und Bücher!“
Mich­al Hvor­ecký gilt als die wich­tigs­te lite­ra­ri­sche Stim­me der Slo­wa­kei. Ein Inter­view über sein Buch „Dis­si­dent“ und den Rück­fall in auto­ri­tä­re Struk­tu­ren in Euro­pa

Süd­deut­sche Zei­tung
Arne Sems­rott soll doch in Mag­de­bur­ger Stadt­bi­blio­thek lesen
Eine Lesung von Sems­rott war in ein Kul­tur­zen­trum ver­legt wor­den – zum Unmut des Autors selbst. Vor­wür­fe poli­ti­scher Ein­fluss­nah­me wies die Stadt zurück. Nach Gesprä­chen kommt es nun zur Kehrt­wen­de.

Süd­deut­sche Zei­tung
Alles so schön nor­mal hier
Robert See­tha­ler ist auch mit sei­nem aktu­el­len Roman sofort ganz oben auf der Best­sel­ler­lis­te ein­ge­stie­gen. Aber die­ses Buch ist anders als sei­ne vori­gen: „Die Stra­ße“ schwebt ort­los und zeit­los über dem mensch­li­chen Leben.

 

* * *

Online seit: 31. Mai 2026

Zuletzt geän­dert: 31. Mai 2026